Elusaten
Die Elusaten (lateinisch Elusates) waren ein vermutlich keltischer Stamm, dessen Wohnsitz im Nordosten der späteren römischen Provinz Gallia Aquitania lag. Ihr Hauptort war Elusa, das heutige Eauze im Département Gers.
Im gallischen Krieg marschierte ein Unterfeldherr Caesars, der Legat Publius Licinius Crassus, im Jahr 56 v. Chr. in Aquitanien (der späteren römischen Provinz Novempopulana) ein. Nach einigen Siegen der Römer ergaben sich die meisten aquitanischen Stämme; namentlich genannt werden die Tarbeller, Bigerrionen, Ptianier, Vasaten (auch Vocaten), Tarusaten, Elusaten, Gater, Auscer, Garumner, Sibulaten und Cocosaten (De bello Gallico III 27).<ref>Gaius Iulius Caesar: Commentarii de bello Gallico III 27: Maxima Pars Aqutaniae sese Crasso dedit: Tarbelli, Bigerriones, Ptianii, Vocates, Tarusates, Elusates, gates, Ausci, Garumni, Sibulates, Cocosates: paucae ultimae nationesanni tempore confisae, quod hiems suberat, hoc facere neglexerunt.</ref> Ob die Namen, auch jener der Elusates, eindeutig keltisch sind, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden.<ref>Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 204.</ref> Manche werden von einigen neuzeitlichen Autoren zu den Keltiberern gerechnet.
Bekannt ist die Prägung von Silbermünzen durch die Elusaten.<ref>Peter La Baume: Keltische Münzen. Klinkhardt & Biermann, 1960; S. 14, 20.</ref> Ein besonders gut erhaltenes Stück stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., heute im Cabinet des Médailles der Bibliothèque nationale de France in Paris (siehe Abbildung). Weitere Münzen sind im Musée des Beaux-Arts (Lyon) ausgestellt. Auf den Objekten ist häufig ein Pegasus dargestellt.
Literatur
- Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
- Harry Mountain: The Celtic Encyclopedia. Universal-Publishers, 1998, ISBN 9781581128901; S. 1241. (abgerufen am 29. November 2013)
- Carl Waldman/Catherine Mason: Encyclopedia of European Peoples. Infobase Publishing, 2006, ISBN 9781-4381-2918-1; S. 225. (abgerufen am 29. November 2013)
Einzelnachweise
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