Erlauf (Fluss)
Erlauf | ||||||||||||
Lage der Großen Erlauf in den Eisenwurzen | ||||||||||||
Daten | ||||||||||||
Lage | Österreich, Niederösterreich | |||||||||||
Flusssystem | Donau | |||||||||||
Quelle | Zusammenfluss aus Großer Erlauf und Kleiner Erlauf bei Wieselburg | |||||||||||
Mündung | Donau bei PöchlarnKoordinaten: 48° 12′ 48″ N, 15° 11′ 40″ O{{#coordinates:48,213435274585|15,194306373596|primary | dim= | globe= | name=Mündung Erlauf | region=AT-3 | type=waterbody
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Linke Nebenflüsse | Kleine Erlauf | |||||||||||
Erlaufschlucht der Großen Erlauf bei Purgstall |
Die Erlauf ist ein Nebenfluss der Donau im Bezirk Scheibbs und Bezirk Melk in Niederösterreich sowie teilweise auch in der Steiermark. Die Erlauf ist insgesamt etwa 70 km lang und mündet bei Pöchlarn in die Donau.
Inhaltsverzeichnis
Etymologie
In der Zeit der Römer hieß der Fluss Arelape, gleich wie ein römischer Flottenstützpunkt an der Donau. Der heutige Name entstand aus der früheren Namensform Erlaf.
Geografie
Verlauf
Die Erlauf besteht aus den zwei Quellflüssen Große Erlauf und Kleine Erlauf, die in Wieselburg zusammenfließen.
Die Große Erlauf entspringt (47° 48′ N, 15° 14′ O {{#coordinates:47,8|15,235|
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Die Quellen der Kleinen Erlauf (47° 55′ N, 15° 3′ O {{#coordinates:47,915277777778|15,045555555556|
|dim= |globe= |name=Quelle Kleine Erlauf |region=AT-3 |type=waterbody }}) liegen bei Gresten. Sie fließt weiter über Randegg, Steinakirchen am Forst bis zum Zusammenfluss in Wieselburg.
In Wieselburg fließen die Große und die Kleine Erlauf zusammen (48° 8′ N, 15° 8′ O {{#coordinates:48,1295|15,1404|
|dim= |globe= |name=Zusammenfluss der Großen und Kleinen Erlauf |region=AT-3 |type=waterbody }}). Vom Zusammenfluss bis zur Mündung in Pöchlarn heißt der Fluss nur noch Erlauf.
Natur
Fast 40 % des Flussverlaufes sind noch als naturnah zu bezeichnen. Eine Fischwanderung ist aufgrund mehrerer Kraftwerke allerdings nicht mehr möglich. Eine kleine Sensation war um 1985 die Entdeckung des hier längst ausgestorben geglaubten Bachneunauges (Lampetra planeri) in der Gr. Erlauf.
Im Gemeindegebiet von Purgstall an der Erlauf hat sich der Fluss im Laufe der Jahrtausende tief in den seit den Eiszeiten aufgelandeten Schotter eingegraben. Die dadurch entstandene Erlaufschlucht („Prater“ genannt) gilt seit 1972 aufgrund der einmaligen landschaftlichen Eigenheiten als Naturdenkmal.
Wirtschaft
An der „Großen Erlauf“ wird in mehreren Kraftwerken elektrische Energie gewonnen. Das erste Kraftwerk in der Erlaufklause nach dem Erlaufsee ist das Kraftwerk Erlaufboden, das älteste am Fluss. Es ist im Eigentum der EVN und liefert Energie für die Mariazellerbahn. Weiter flussabwärts in Scheibbs, Mühling bei Wieselburg, Wieselburg (E-Werk Fahrner - gleich hinter dem Zusammenfluss von großer und kleiner Erlauf) und in Erlauf liegen weitere Kraftwerke.
Literatur
- Irene M. Weiß: Brücken und Stege über die Große Erlauf. Verein Erlauftaler Bildungskreis, Purgstall 2003, ISBN 3-900019-00-2
- Georg Holzer: Die Slaven im Erlaftal. Eine Namenlandschaft in Niederösterreich. Herausgeber Anton Eggendorfer und Willibald Rosner, NÖ Institut für Landeskunde, Sankt Pölten 2001 ISBN 3-85006-135-3
Weblinks
- Eintrag zu Erlauf (Fluss) in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
- Bericht über eine Befahrung
- Film über die Erlauf
Bilder
- Erlauf bei Toter Mann.jpg
Beim „Toten Mann“, Blick von der Ötscher-Panoramastraße
- Sb wehr.jpg
Scheibbs, Blick über die Erlaufwehr Richtung Altstadt
- Erlauf-1.jpg
Scheibbs, Blick Richtung Sandsteg
- Erlauf-2.jpg
Scheibbs, Blick Richtung Töpperbrücke/Bürgerspital
- Kleine Erlauf.jpg
Kleine Erlauf bei Steinakirchen
- Erlaufzusammenfluss.jpg
Zusammenfluss der Kleinen und Großen Erlauf
- Erlaufkraftwerk Mühling.jpg
Kraftwerk der Fa.Taubinger bei Wieselburg
- Annaberg - hintere Tormäuer, Rinnsal.JPG
Die Erlauf im Bereich der Hinteren Tormäuer; der Rest des Wassers wird über eine unterirdische Druckleitung zum Kraftwerk Erlaufboden geführt