Eskifjörður


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Eskifjörður

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Koordinaten -14,01667|primary dim=20000 globe= name= region=IS-7 type=city
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Basisdaten
Staat Island

Region

Ost
Gemeinde Fjarðabyggð
Einwohner 1026 (1. Januar 2014)
Eskifjörður mit Fischtrawler
Datei:Eskifjörður1.jpg
Blick auf Ort und Fjord Eskifjörður im Winter
Datei:Eskifjörður2.jpg
Hafen von Eskifjörður

Eskifjörður ist ein Fischerort am Westufer des gleichnamigen Fjordes, einem Teil des Reyðarfjörður. Der Ort gehört zur Gemeinde Fjarðabyggð und ist 702 Straßen-Kilometer von Reykjavík entfernt.

Geschichte

Schon seit frühester Zeit befand sich hier ein Gutshof, auf dem u.a. dänische Verwaltungsbeamte wohnten.<ref name="Ísl1"/>

Ab 1787 wurde der Ort als Handelsplatz bekannt und ab 1798 waren hier v.a. dänische Händler ansässig, wobei das dänische Unternehmen Ørum & Wulff dort das erste Handelshaus errichtete. <ref name="Ísl">Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 2. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 619 </ref>

Der Abgeordnete Jón Ólafsson (1850–1916) betrieb vor Ort zeitweilig eine Druckerei und gab eine Zeitung heraus. <ref name="Vega"/>

Aber erst ab 1870 bemerkt man einen Zuzug von Einwohnern, als zunächst unter der Ägide von Norwegern der Heringsfang in Schwung kam. Ab 1905 begann die Fischerei von Motorschiffen aus und die Einwohnerzahl lag schließlich um 1910 bei 425. 1911 wurde das erste Elektrizitätswerk errichtet.<ref name="Ísl"/>

Im Januar 1942 hielt eine britische Heeresabteilung in den Bergen oberhalb des Ortes Wintermanöver ab und geriet dabei in einen Schneesturm. Die meisten Soldaten konnten von Einheimischen gerettet werden, 9 Mann starben jedoch. <ref name="Vega">Vegahandbókin. Hg. Landmælingar Íslands, 2006, 409</ref>

Stadtentwicklung

Der Ort erwarb 1978 das Stadtrecht, gehört aber inzwischen zur Gemeinde Fjarðabyggð.<ref name="Vega"/> Am 1. Januar 2014 hatte Eskifjörður 1026 Einwohner.

Wirtschaft und Dienstleistungen

Neben Fischerei- und Fischverarbeitungsunternehmen befinden sich vor Ort die Gemeindeverwaltung (seit 1853, zunächst für den Bezirk Suður-Múlasýsla<ref name="Ísl1">Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 2. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 620 </ref>), ein Gesundheitszentrum, eine Gesamtschule mit Schwimmbad und Sporthalle.<ref name="Vega"/> Die Schule ging aus der 1875 gegründeten Kvennaskóli hervor, der zweiten im Lande gegründeten Frauen- und Hauswirtschaftsschule.<ref name="Ísl1"/>

In einem Handelshaus vom Ende des 18. Jahrhunderts, Gamlabúð, befindet sich heute das Fischereimuseum Ostislands.<ref name="Ísl"/>

Die erste Freikirche Islands wurde 1884 in Eskifjörður erbaut, die erste evangelisch-lutherische Kirche im Jahre 1900. Der Gemeindepfarrer zog 1930 nach Eskifjörður.<ref name="Ísl1"/>Die neue Kirche wurde im Jahre 2000 geweiht.<ref name="Vega"/>

Söhne und Töchter des Ortes

  • Einar Bragi (1921–2005), Verleger, Übersetzer, Dichter aus der Gruppe der Atomdichter

Einzelnachweise

<references/>