Exokrine Drüse


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Histologie Drüse.jpg
Schema einer exokrinen Drüse

Eine exokrine Drüse (exokrin „nach außen abgebend“) ist eine Drüse, die ihr Sekret an eine innere oder äußere Körperoberfläche abgibt.

Einteilung

nach Lage

  • intraepitheliale Drüsen: einzelne oder kleine Gruppen von Zellen, die ins Epithel eingebettet sind. Beispiel hierfür sind die mucinproduzierenden Zellen der Schleimhäute.
  • extraepitheliale Drüsen: komplexere Drüsen, die im Bindegewebe unter dem Oberflächenepithel liegen. Sie bestehen aus Sekret produzierenden Endstücken (einschichtiges Epithel), die direkt oder mit einem Ausführungsgang (teilweise mehrschichtiges Epithel) ins Oberflächenepithel münden. In manchen Drüsen verändern die Ausführungsgänge die Zusammensetzung des Primärsekrets zum fertigen Sekundärsekret; ein Beispiel hierfür ist die Ionen-Rückresorption in den Ausführungsgängen menschlicher Schweißdrüsen.

nach Form der Endstücke

  • tubulös: schlauchförmig; kleines, lichtmikroskopisch noch erkennbares Lumen
  • azinös: annähernd kugelförmig; lichtmikroskopisch nicht erkennbares Lumen
  • alveolär: bläschenförmig; großes, lichtmikroskopisch gut erkennbares Lumen
  • Mischformen: tubuloazinös, tubuloalveolär

nach Ausführungsgangsystem

Unter den extraepithelialen Drüsen kommen nur die tubulösen Drüsen auch ohne Ausführungsgang vor.

  • einfach: Eine Drüse heißt einfach, wenn sie keinen oder einen unverzweigten Ausführungsgang besitzt.
    • verzweigt: Als verzweigt werden solche einfache Drüsen bezeichnet, die mehrere Endstücke enthalten.
  • zusammengesetzt: Eine Drüse heißt zusammengesetzt, wenn sie einen verzweigtes Ausführungsgangsystem besitzt.
    • gemischt: Als gemischt werden solche zusammengesetzte Drüsen bezeichnet, die mehrere Typen von Endstücken enthalten.

nach Konsistenz des Sekrets

Literatur

  • Renate Lüllmann-Rauch: Taschenlehrbuch Histologie. 4. Auflage 2012, Thieme, ISBN 978-3-13-129244-5, S. 110 ff.