Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des BStU
Auf Antrag der Fraktionen CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag vom 1. Juli 2014 wurde am 27. November 2014 eine unabhängige Expertenkommission zur Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) eingerichtet. Unter dem Vorsitz von Wolfgang Böhmer soll sie bis 2016 Vorschläge erarbeiten, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Stasi-Unterlagenbehörde ab 2019 weitergeführt oder in anderen Formen weitergeführt werden soll. 2019 läuft das Stasi-Unterlagen-Gesetz vom 14. November 1991 aus. Die Kommissionsmitglieder sind ausdrücklich aktuell keine Mitglieder des Deutschen Bundestags, wurden jedoch von den vier Fraktionen CDU/CSU (7), SPD (5) Bündnis 90/Die Grünen (1) und Die Linke (1) vorgeschlagen. Die Beratungstermine wurden intern verabredet. Bislang wurde nur bekannt, dass sich die Expertenkommission als erste Arbeitssitzung am 15. Januar 2015 von Roland Jahn durch das Hauptarchiv der BStU führen ließ.<ref>Expertenkommission in der früheren Stasizentrale. In: Deutscher Bundestag. 15. Januar 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015. </ref>
Mitglieder
- Sabine Bergmann-Pohl
- Klaus-Dietmar Henke
- Angelika Menne-Haritz
- Horst Möller
- Martin Sabrow
- Silke Satjukow
- Richard Schröder
- Wolfgang Thierse
- Hans-Joachim Veen
- Rainer Wagner (bis April 2015)<ref>Rainer Wagner: Chef der DDR-Opferverbände muss gehen. In: Frankfurter Rundschau. 18. Mai 2015, abgerufen am 18. Mai 2015. Markus Decker: </ref>
- Wolfgang Wieland
- Manfred Wilke
- Peter Wurschi
Quellen
- Antrag als Drucksache 18/1957. Abgerufen am 28. November 2014.
- Beitrag von Deutschlandfunk. Abgerufen am 28. November 2014.
- Beitrag der Berliner Zeitung und Mitgliederübersicht. Abgerufen am 28. November 2014.
- Pressemitteilung des Deutschen Bundestages. Abgerufen am 29. November 2014.
Einzelnachweise
<references />