Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (Köln)


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Köln
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1825
Adresse

Severinstraße 241

Ort Köln
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 6,95645|primary dim=500 globe= name= region=DE-NW type=landmark
  }}
Träger Stadt Köln
Schüler ca. 1018
Lehrkräfte 95
Leitung Meinolf Arnold
Website www.fwg-koeln.de

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist ein 1825 gegründetes humanistisches Gymnasium in Köln.

Geschichte

Nach dem 1450 kirchlich gegründeten Dreikönigsgymnasium wurde die damalige städtische „höhere Bürgerschule“ in Gebäuden des aufgehobenen Karmeliterklosters in der Severinstraße durch ein Ministerial-Rescript der preußischen Regierung vom 28. September 1825 zu einem „vollständigen“ Gymnasium erhoben. Es erhielt zunächst den Namen „Karmeliter-Gymnasium“ und wurde 1829 umbenannt in „Evangelisches Gymnasium“. Am 19. Oktober 1830 bekam die Schule schließlich den Titel „Königliches Friedrich-Wilhelm-Gymnasium“, nach dem damaligen preußischen König Friedrich Wilhelm III. Grundlage war von Anfang an das neuhumanistische Bildungskonzept Wilhelm von Humboldts. Aufgenommen wurden Schüler aller Konfessionen, die Prägung war jedoch eher protestantisch.

Insgesamt meldeten sich im Laufe des Ersten Weltkrieges 51 Schüler des Gymnasiums als Kriegsfreiwillige zum Heer. Dabei war der Obersekundaner Heinrich Würtz der erste Tote, den die Schule zu beklagen hatte - er fiel in der Schlacht von Langemarck.<ref>Köln im Ersten Weltkrieg, in Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe vom 9. Mai 2014, S. 27</ref>

1939 hob die preußische Regierung das evangelische Gymnasium und weitere Schulen mit der Begründung auf, es gäbe zu viele Gymnasien in Köln .<ref>Festschrift des APG von 1960 S. 32</ref> Während des Zweiten Weltkriegs wurde das historische Schulgebäude in der Kölner Innenstadt zerstört. Nach dem Krieg wurden drei aufgehobene und zerstörte Gymnasien wiedererrichtet, zuerst gemeinsam und unter dem Namen Staatliches Apostelgymnasium, vereinigt mit dem ehemaligen Friedrich Wilhelm-Gymnasium und dem ehemaligen Schillergymnasium.<ref>Festschrift APG zum Einzug in das neue Gebäude, Köln 1961, S. 8</ref> In den 1950er Jahren erfolgte ein moderner Neubau an der Severinstraße 241.

Am 3. März 2009 stürzte das gegenüberliegende Historische Archiv der Stadt Köln aufgrund von Ausschachtungsarbeiten im Rahmen des U-Bahn-Baus ein. Die Schule musste vollständig evakuiert werden. Anschließend wurden auch erhebliche Risse und Absenkungen an Teilen der Schulgebäude festgestellt. Das Gebäude wurde in drei Jahren für ca. 26 Millionen Euro generalsaniert. Der Schulbetrieb fand bis Juli 2012 im Gebäude der Volkshochschule am Neumarkt statt.<ref>37 Ganztagsbaustellen. In: Kölnische Rundschau, 4. Dezember 2009</ref> Ende August 2012 zog die Schule wieder in ihr angestammtes Gebäude zurück.<ref>Stadt Köln: Friedrich-Wilhelm-Gymnasium kehrt an Waidmarkt zurück. Modernste Schule Kölns. Abgerufen am 24. Oktober 2012.</ref> Im Oktober 2013 wurden weitere Sanierungs- und Erweiterungsbauarbeiten abgeschlossen.<ref>Friedrich-Wilhelm-Gymnasium fertig saniert. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 11. Oktober 2013, abgerufen am 19. Februar 2014 (Video).</ref>

Bekannte Lehrer

Bekannte Schüler

1700–1900

Ab 1900

Einzelnachweise

<references />

Literatur

Weblinks