H-Blockx
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Zeitleiste H-Blockx
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H-Blockx ist eine deutsche Rockband, die 1990 von Henning Wehland am Gymnasium Wolbeck im westfälischen Münster gegründet wurde. Sie gelten als deutsche Vorreiter der Stilrichtung Crossover.<ref>planet-interview.de, Interview von Jakob Buhre und Stefan Lätzer mit Henning Wehland, 8. Dezember 2000</ref> Neben den sieben Alben und einem Best-Of-Album schrieben sie unter anderem den Soundtrack zu dem deutschen Kinofilm Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding.
Der Bandname leitet sich vom Begriff „H-Block“ ab, mit dem die charakteristisch geformten Gebäude des Gefängnisses „HMP Maze“ während des Nordirlandkonflikts bezeichnet wurden.<ref>handfest-online.de (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) Interview: Ausbildung Rock´n´Roll, 12. Juli 2002, S. 12f.</ref><ref name="DVD_Specials_Bang_Boom_Bang" />
Inhaltsverzeichnis
Bandgeschichte
Die erste Single Risin’ High, die sich 1995 in einer zweiten Veröffentlichung in den Charts etablieren konnte, verkaufte sich bereits 1993, ohne explizit beworben zu werden, allein durch Mundpropaganda 10.000 Mal und bildete einen soliden Grundstein für das Debütalbum Time to Move. Dieses avancierte mit 62 Chartwochen nicht nur zu dem deutschen Album des Jahres, sondern erreichte zudem mit über 750.000 verkauften Exemplaren Goldstatus. Darüber hinaus wurden die H-Blockx 1994 bei den MTV Europe Music Awards als German Local Hero ausgezeichnet.<ref name="gunrecords">H-Blockx (Memento vom 12. März 2007 im Internet Archive), Biographie bei Gun Records</ref> Durch die große Beliebtheit des Musikstils im Snowboard-Genre gastierte die Band im Dezember 1995 beim ausverkauften Air-&-Style-Contest in Innsbruck neben Clawfinger. Zudem wurden sie 1995 für den „MTV Breakthrough Artist Award“ nominiert.<ref name="DVD_Specials_Bang_Boom_Bang">Bonus-Material der DVD Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding: Rubrik „Musik“</ref>
Im folgenden Jahr wurde Risin’ High mit dem VIVA-Cometen für das beste nationale Video des Jahres prämiert und eine erste ausgedehnte Tournee durch Europa gestartet. Nach Veröffentlichung des zweiten Albums Discover My Soul 1996 traten die H-Blockx als Vorgruppe von Bon Jovi bei diversen Open-Air-Konzerten auf und gingen erneut auf Europatournee.<ref name="gunrecords" /><ref name="DVD_Specials_Bang_Boom_Bang" />
1997 verließ Schlagzeuger Mason die H-Blockx aus gesundheitlichen wie auch privaten Gründen; er wurde 1998 durch Marco Minnemann von den Freaky Fukin Weirdoz ersetzt. Das dritte Studioalbum Fly Eyes wurde im selben Jahr fertiggestellt, und die Band trat auf der Warped Tour innerhalb Europas auf. Nach nur einem Jahr mit neuem Drummer stand die Band erneut ohne Schlagzeuger da, nachdem Marco Minnemann die H-Blockx 1999 wieder verlassen hatte. Diese Lücke konnte durch Steffen Wilmking von Thumb geschlossen werden, so dass noch im selben Jahr der Soundtrack zur deutschen Actionkomödie Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding geschrieben und eingespielt werden konnte, in der die Bandmitglieder zudem in kleineren Rollen zu sehen sind.<ref>Bonus-Material der DVD „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“: Rubrik „Notizen“</ref> Auch in den USA konnten die H-Blockx Erfolge feiern als sie 1999 auf der Warped Tour neben namhaften Künstlern wie Eminem, Ice-T, blink-182 und den Suicidal Tendencies auftraten. Mit Oh Hell Yeah steuerten sie den Titelsong zum vierten offiziellen World-Wrestling-Federation-Sampler bei, der sich 1,4 Millionen Mal verkaufte und Platz 4 der Billboard Charts erreichte. Das zugehörige Musikvideo wurde in Los Angeles unter Beteiligung des US-Wrestlers Steve Austin gedreht. Im Anschluss gingen die H-Blockx als Support von Biohazard erneut auf eine sechswöchige US-Tournee.<ref name="gunrecords" />
Im Oktober 2000 verließ Dave Gappa die Band, 2001 ersetzte Dog den Schlagzeuger Steffen Wilmking. 2002 wurde die Single Get in the Ring zur offiziellen „Walk-In-Hymne“ des Boxweltmeisters Sven Ottke. 2003 trat Henning Wehland in der Folge „Das Konzert“ der Comedieserie Axel! von Axel Stein auf, in der den H-Blockx die Rolle des Headliners des „Smash Festivals“ zukam.<ref>IMDb: Axel! − Das Konzert</ref> Weitere Single- und Alben-Veröffentlichungen konnten sich ebenfalls stets in den Charts platzieren. Livekonzerte bei mehreren Tourneen und Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park absolvierte die Gruppe sehr erfolgreich.<ref name="gunrecords" /> Das erste Best-of-Album erschien 2004 unter dem Titel More Than A Decade, dessen CD-Cover das Ostgebäude der National Gallery of Art zeigt.
Zu ihrem 15-jährigen Bühnenjubiläum am 7. Mai 2005 trat die Gruppe beim Eurocityfest auf dem Domplatz ihrer Heimatstadt Münster auf.<ref name="presse-service.de">Presse- und Informationsamt der Stadt Münster: Eurocityfest: Von H-Blockx bis Elvis – Drei Tage Musik-Mix, Programm auf acht Bühnen lässt keine Wünsche offen. 27. April 2005</ref>
Beim sechsten Studioalbum Open Letter to a Friend konnten sich Band und Management über den Sound des Albums sowie dessen Vermarktung nicht einigen. Im Verlauf der Verhandlungen kommt es zu einer Wette: „Einmalig in der Geschichte der deutschen Plattenindustrie bietet sich eine Band an, sowohl die kreative, als auch finanzielle Verantwortung zu übernehmen.“<ref>H-Blockx: – , Die Wette/The Bet. 11. Juni 2007</ref> Die Vereinbarung besagte, dass die Plattenfirma nur dann für die entstehenden Marketing-Kosten aufkomme, falls das Video der ersten Single Countdown to Insanity bei YouTube mindestens 100.000 Aufrufe verzeichne oder sich die Single unter den Top-10-Titeln der deutschen Single-Charts platzieren könne. Am 6. August 2007 wurde bei YouTube der 100.000. Aufruf des Videoclips verzeichnet, wodurch die H-Blockx die Wette gewannen.
Sie machten ihr Versprechen wahr und gaben am 8. September 2007 vor rund 5000 Zuschauern eine Gratis-Show auf dem Münsteraner Domplatz. Als Bühne diente ihr Guerilla-Tour-Bus.
Am 25. Mai 2012 erschien das siebte Studioalbum unter dem Titel HBLX, der aus einer Idee aus den 1990er entstand, da bei der Beschriftung von 2-Zollbändern für Tonbandgeräte häufig auf Abkürzungen zurückgegriffen werden musste.<ref name="myspace_2012-05-24">MySpace: H-Blockx: Immer in Veränderung, um sich selbst treu zu bleiben – Harte Riffs und eine klare Linie. 24. Mai 2012</ref> Am selben Tag wurde mit Hi Hello die erste Single von diesem Album veröffentlicht, das ab Juli 2011 in drei Wochen im Studio aufgezeichnet worden war.<ref name="myspace_2012-05-24" />
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Henning Wehland
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Tim „Tinte“ Humpe
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Stephan „Gudze“ Hinz
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Steffen Wilmking
Diskografie
Chartplatzierungen Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Alben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Singles | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Alben
- 1994: Time to Move
- 1996: Discover My Soul
- 1998: Fly Eyes
- 1999: Bang-Boom-Bang–Soundtrack
- 2002: Get in the Ring
- 2002: Live
- 2004: No Excuses
- 2004: More Than a Decade Best of H-Blockx
- 2007: Open Letter to a Friend
- 2012: HBLX
CD-ROM & Bonus-CDs
- 1995: The CD-ROM
- 1999: World Wrestling Federation Vol. 4/Lied: „Oh Hell Yeah“
DVDs
- 2002: Live
- 2004: More Than a Decade Best of H-BLOCKX
Singles
- 1993: Move
- 1994: Risin’ High
- 1995: Go Freaky
- 1995: Little Girl
- 1996: How Do You Feel?
- 1996: Gimme More
- 1996: Step Back
- 1998: Fly
- 1998: Take Me Home
- 1999: Time of My Life
- 2000: Ring of Fire
- 2001: C’mon
- 2002: The Power
- 2002: Get in the Ring
- 2002: Little Girl – Live / Promo Single
- 2004: Leave Me Alone!
- 2004: Celebrate Youth
- 2007: Countdown to Insanity
- 2012: Hi Hello
Auszeichnungen
- Comet
- 1995: für „Video des Jahres“ (Risin’ High)
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Einzelnachweise
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Weblinks
- Offizielle Seite
- H-Blockx bei Discogs (englisch)
- Westzeit: Interview: 15 Jahre H-Blockx mit Axel Nothen, 1. November 2004.