Keratitis


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Klassifikation nach ICD-10
H16 Keratitis
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Eine Keratitis (griech.: Keratos „Hornhaut“) ist eine Entzündung der Hornhaut des Auges und kann durch unterschiedlichste Ursachen ausgelöst werden. Fortgeleitet im Rahmen einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann sie sich zu einer Keratoconjunktivitis entwickeln. Eine kombinierte Entzündung des Tränensackes (Dakryozystitis) ist ebenfalls möglich. Insofern kann eine Keratitis zahlreiche verschiedene Krankheitsbilder umfassen.

Symptome

Das klinische Bild einer Keratitis kann Gefäßeinsprossungen (ziliare Injektionen), Chemosen, Infiltrate und Trübungen sowie Gefäßneubildungen (Vaskularisationen) und Geschwülste (Hornhautulcus) aufweisen. Nicht selten wird sie von einer Regenbogenhautentzündung (Iritis) begleitet. Im Gegensatz zur Konjunktivitis geht eine Keratitis nicht mit einer merklich erhöhten Sekretion einher.

Subjektive Beschwerden äußern sich unter anderem in starken Schmerzen, Augenrötung mit Fremdkörpergefühl, Lichtscheu (Photophobie) und Verschlechterung der Sehschärfe. Reizzustand und Schmerzen entstehen durch die sensible Versorgung der Hornhaut durch den Nervus nasociliaris.

Ursachen und Formen

Die Ätiologie einer Keratitis ist vielfältig. Mögliche Ursachen sind:

Eine weitere, hoch infektiöse Form stellt die Keratitis epidemica dar. Ausgelöst durch einen Adenovirus, ist sie extrem ansteckend und als solches meldepflichtig.

Therapie

Bei einer Keratitis sollte prinzipiell immer ein Augenarzt hinzugezogen werden. Grundsätzliche Therapiemaßnahmen richten sich nach der jeweiligen Ursache. Eine Mitbehandlung einer ggf. begleitenden Iritis sollte ebenfalls erfolgen.

Siehe auch

Literatur

  • Albert J. Augustin: Augenheilkunde. 3. Auflage. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-30454-8.
  • T. Axenfeld (Begr.), H. Pau (Hrsg.): Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde. Unter Mitarbeit von R. Sachsenweger u. a. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-437-00255-4.
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