Klick (Film)


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Filmdaten
Deutscher TitelKlick
OriginaltitelClick
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2006
Länge107 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
JMK 0<ref name="JMK">Alterskennzeichnung für Klick. Jugendmedien­kommission.</ref>
Stab
RegieFrank Coraci
DrehbuchSteve Koren
Mark O’Keefe
ProduktionJack Giarraputo
Steve Koren
Neal H. Moritz
Mark O’Keefe
Adam Sandler
MusikRupert Gregson-Williams
KameraDean Semler
SchnittJeff Gourson
Besetzung

Klick ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Regisseur Frank Coraci aus dem Jahr 2006 mit Adam Sandler in der Hauptrolle.

Handlung

Architekt Michael Newman will unbedingt befördert werden. Er übernimmt deshalb jeden Auftrag, den sein Chef Ammer für ihn bereithält. Durch seine langen Arbeitstage vernachlässigt er immer mehr seine Frau Donna und die beiden Kinder Ben und Samantha. Da er sogar zu Hause noch Berufliches erledigt, empfindet er Besuche seiner Eltern als Belastung und ist von Familientreffen genervt. Als er dann auch noch die vielen Fernbedienungen in seinem Wohnzimmer nicht mehr unterscheiden kann, reicht es ihm und er fährt mitten in der Nacht los, um sich eine Universal-Fernbedienung für alle Geräte zu besorgen. Dabei landet er in einem Geschäft mit dem Namen Bed Bath & Beyond. Während er dort auf der Suche nach einer solchen Fernbedienung ist, kommt er an einem großen Bett vorbei, in welches er sich sofort hineinlegt. Durch seltsame Geräusche wird er auf eine Tür aufmerksam, die in den Bereich „Beyond“ führt. Dort trifft er auf Morty, der ihm eine spezielle Fernbedienung sogar schenkt, ihn aber gleichzeitig darauf hinweist, dass er diese nicht mehr zurückgeben kann.

Wieder zu Hause angekommen entdeckt Michael schnell die besonderen Vorzüge dieser Fernbedienung: Er kann damit nämlich nicht nur elektronische Geräte steuern, sondern auch sein Leben und so z. B. die Lautstärke von anderen Personen regulieren, Situationen anhalten und vorspulen oder gleich ganze Kapitel überspringen. Dies wendet er dann auch beim Überspringen von ungeliebten Situationen an, wie Staus, Streitigkeiten, Krankheiten oder das Vorspiel zum Sex – ohne jedoch zu wissen, dass sein Körper während dieser Zeit in den sogenannten Autopilot-Modus übergeht und die Fernbedienung lernfähig ist. Das bedeutet, die Fernbedienung merkt sich die Situationen, die Michael übersprungen hat, und aktiviert das Überspringen beim nächsten Mal automatisch von allein.

Nachdem er für seinen Chef einen bedeutenden Auftrag an Land gezogen hatte und glaubt, befördert worden zu sein, überhäuft er seine Familie mit teuren Geschenken. Sein Boss hat ihn jedoch noch nicht befördert, sondern sagt ihm, er müsse dafür erst noch ein paar Dinge leisten. Michael nutzt nun die Fernbedienung, um die Kapitel bis zu seiner Beförderung zu überspringen. Hier muss er dann jedoch feststellen, dass er gleich ein ganzes Jahr übersprungen hat. Später veranlasst die Fernbedienung automatisch, dass er weitere zehn Jahre überspringt, als sein Chef eine neue Beförderung erwähnt. Als er wieder zu sich kommt, hat sich seine komplette Welt jedoch völlig verändert. Er selber und sein Sohn Ben sind stark übergewichtig geworden, seine Frau Donna hat ihn verlassen und ist nun mit dem Schwimmtrainer ihres Sohnes zusammen. Während eines Streits mit den beiden zieht sich Michael eine Gehirnerschütterung zu. Wieder überspringt die Fernbedienung automatisch die Krankheit. Als er sechs Jahre später zu sich kommt, hat seine Frau neu geheiratet, sein Vater ist gestorben und Michael ist der Chef einer eigenen Firma.

Nachdem er gemerkt hat, dass sein Vater tot ist, will er seine letzte Begegnung mit ihm noch einmal erleben. Später, am Grab seines Vaters, trifft er Morty wieder, welcher ihm enthüllt, er sei der Engel des Todes. Auf seinen Wunsch hin überspringt Michael wieder Kapitel und landet auf der Hochzeit seines Sohnes Ben. Nach einer sehr vertrauten Szene seiner Tochter Samantha mit ihrem Stiefvater Bill bekommt Michael einen Herzinfarkt. Als er aufwacht, sind seine Tochter und sein Sohn bei ihm, wobei sein Sohn erwähnt, dass er die Flitterwochen abgesagt hätte, da er sich um wichtige berufliche Dinge kümmern müsse.

Michael, der mittlerweile eingesehen hat, dass er durch die Konzentration auf seinen Beruf die Familie völlig vernachlässigt hat und das wahre Leben somit im Zeitraffer an ihm vorbeigegangen ist, will nun mit allen Mitteln verhindern, dass sein Sohn den gleichen Fehler wie er macht. Als er durch diesen Gedanken zu sehr aufgeregt wird, werden seine Kinder vom Pflegepersonal weggeschickt, bevor er mit seinem Sohn reden kann. Michael jedoch überwältigt einen Pfleger, der ihn zurückhalten wollte, und folgt seinem Sohn nach draußen, dort bricht er aber auf der Straße zusammen, bevor er ihn erreichen kann. Hier wird sein Sohn auf ihn aufmerksam und eilt zu ihm. Im Sterben liegend kann er seiner Exfrau nochmal seine Liebe gestehen und seinen beiden Kindern mit auf den Weg geben, dass Familie das Wichtigste im Leben ist.

Als Nächstes wacht Michael wieder im Bett von Bed Bath & Beyond auf. Es scheint so, als wäre alles nur ein Traum gewesen. Er fährt nach Hause und nimmt sich vor, weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch dann findet er wieder die spezielle Fernbedienung. Diesmal mit einer Nachricht von Morty: „Ich weiß, dieses Mal wird Ihnen kein Fehler unterlaufen.“ Daraufhin wirft Michael beides in den Mülleimer.

Kritiken

  • J. R. Jones schrieb im Chicago Reader, der Film sei der beste Film, in dem Sandler je mitspielte.<ref name="metacritic.com"/>
  • Hannes Brühwiler schrieb auf Critic.de, die Grundkonstellation des Films erinnere an „die von Harold Ramis’ Und täglich grüßt das Murmeltier, wobei dieser Film die Gratwanderung zwischen Komödie und Tragödie ohne überflüssiges Pathos deutlich besser“ meistere. Schmerzlich vermisse man hingegen in Klick „die subtilen Zwischentöne, welche Ramis’ Komödie auszeichnen“.<ref>http://www.critic.de/film/klick-641/</ref>

Hintergründe

  • Dies ist der zweite Spielfilm (nach Superman Returns), der die Digitale Kinokamera Genesis Digital Camera System von Panavision verwendete.
  • Im englischen Original wird der Kommentar zu Michaels Leben von James Earl Jones gesprochen und sein Name auch im Film erwähnt. In der deutschen Synchronisation wird in der Szene stattdessen Arnold Schwarzenegger genannt, die deutsche Kommentar-Stimme stammt allerdings nicht von Schwarzenegger selbst, sondern von Thomas Danneberg, dem Synchronsprecher Schwarzeneggers.
  • Regisseur Frank Coraci hat im Film eine kurze Gastrolle: Er spielt den Pfleger im Krankenhaus, der Michael eine Spritze geben will.
  • In einer Szene der Zukunft ist der neue World-Trade-Center-Komplex mit zwei One World Trade Centern zu sehen. Die finale Bauplanung aus dem Jahr 2006 sieht allerdings nur noch einen Turm vor.
  • Im Film fährt Michael in der Zukunft des Jahres 2017 einen Cadillac Sixteen, tatsächlich eine Fahrzeugstudie aus dem Jahr 2003. Auch Michaels Wagen im Jahr 2006 und der Wagen der Nachbarn O’Doyle stammen aus dem Sortiment von General Motors. Bei Letzterem handelt es sich um einen Cadillac XLR.
  • Die Sängerin Dolores O’Riordan der Band The Cranberries hat im Film einen Auftritt bei Bens Hochzeit. In der Szene spielt sie sich selbst als Sängerin und singt den Titel Linger, welcher - wie im Film gesagt wird - durch The Cranberries bekannt wurde.
  • Michaels Mutter wird von Julie Kavner gespielt, welche die Originalstimme von Marge Simpson ist. Als Michael zu seinem ersten Kuss zurückspult, trägt Donnas Freundin Janine ein Bart-Simpson-T-Shirt.
  • Michaels Tochter Samantha im Alter von 15 Jahren wird von Lorraine Nicholson gespielt, der Tochter von Jack Nicholson.
  • Die Produktion des Films kostete ca. 80 Millionen US-Dollar. Der Kinostart erfolgte in den USA am 23. Juni 2006. Dort spielte er bis zum 24. September 2006 und brachte ca. 137,3 Millionen US-Dollar ein.

Auszeichnungen

  • Die Maskenbildner Kazuhiro Tsuji und Bill Corso wurden für die Oscarverleihung 2007 in der Kategorie Bestes Make-up nominiert.
  • Der Film wurde im Jahr 2006 in fünf Kategorien für einen Teen Choice Award nominiert.
  • Adam Sandler gewann im Jahr 2007 den Kids’ Choice Award. Der Film gewann 2007 als Beste Komödie den People’s Choice Award und wurde für den Tonschnitt für einen Golden Reel Award nominiert.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />