Krusta
Die Krusta war das Gegenstück der DDR-Gastronomie zur Pizza.
Die ostdeutsche Interpretation des italienischen Gerichts erschien erstmals im Jahre 1984 auf den Speisekarten der HO-Gaststätten. Im Unterschied zur Pizza wurde die Krusta auf einem Backblech gebacken und in rechteckigen Stücken verkauft. Sie basierte auf einem eher dunklen, mischbrotartigen Teig.
Die Krusta existierte in mehreren Varianten, deren Beläge sich ebenfalls erheblich von denen der Pizza unterschieden. Beispiele für die möglichen Variationen waren:
- Geflügel-Krusta, mit Hühnerfleisch und Gemüse belegt
- Spreewald-Krusta, belegt mit einer Mischung aus Sauerkraut, Hackfleisch und saurer Sahne<ref>Schäfer, Klaus: Dr. Oetker - iss doch wenigstens das Fleisch! : 100 Jahre Schulkochbuch - 100 Jahre Ernährungskultur. Dr. Oetker Verlag, 2011, ISBN 978-3-7670-0656-0, S. 101.</ref>
- Teufels-Krusta, belegt mit scharf gewürztem Fleisch und mit Käse überbacken
Aufgrund der schwankenden Versorgungslage für einzelne Zutaten musste bei der Zusammenstellung der Beläge gegebenenfalls in erheblichem Umfang improvisiert werden, was die Anzahl der Krusta-Varianten vergrößerte.
Angeboten wurde die Krusta unter anderem in Krusta-Stuben, dem Pendant zur Pizzeria.
Nach dem Ende der DDR verschwand die Krusta aus der Gastronomie Ostdeutschlands.
Literatur
- Wolfgang Hinze, Bernd Bosler: Prinziplösung Spezialimbißgaststätte Krusta (= Forschungsergebnisse, Informationen // Rationalisierungs- und Forschungszentrum Gaststätten, Hotels, Gemeinschaftsverpflegung. 1). Rationalisierungs- u. Forschungszentrum Gaststätten, Hotels, Gemeinschaftsverpflegung, Berlin 1977 (Auslfg.: Leipzig : Bücherstube Gutenberg).
Einzelnachweise
<references/>