Mauenheim (Köln)


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mauenheim
Stadtteil 502 von Köln
Koordinaten 6,9461111111111|primary dim=10000 globe= name= region=DE-NW type=city
  }}
Fläche 0,4887 km²
Einwohner 5597 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte 11.453 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1888
Postleitzahl 50739
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Nippes (5)
Verkehrsanbindung
Bundesstraße 9
Stadtbahnlinien 12 13 15
Buslinien 121 140
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2014

Mauenheim ist der flächenmäßig kleinste Stadtteil von Köln und liegt im linksrheinischen Stadtbezirk Nippes.

Lage

Mauenheim wird im Osten und Norden von Weidenpesch umschlossen, im Süden befindet sich Nippes. Im Westen begrenzt die Eisenbahnlinie Köln-Neuss-Krefeld Mauenheim, der sich der Stadtteil Bilderstöckchen anschließt.

Geschichte

Datei:Wappen Mauenheim.jpg
Wappen von Mauenheim, angebracht an der Außenwand der Kirche St. Quirinus, Köln-Mauenheim.

Der Name Mauenheim deutet auf fränkische Besiedlung hin. Urkundlich erwähnt ist er zum ersten Mal im Jahre 1199 (u.a. kommen auch die Varianten „Mouvenheim(b)“ und „Maulheim“ vor); damals umfasste die „Herrlichkeit Mauenheim“ jedoch in etwa das Gebiet des heutigen Stadtteils Köln-Nippes. Der Ort gehörte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum weltlichen Machtbereich des Erzbistums Köln (Kurköln) und unterstand dem Kölner Stift St. Kunibert.

Seit dem 16. Jahrhundert entstand auf dem Gebiet der „Herrlichkeit Mauenheim“ die Ortschaft Nippes, die immer bedeutender wurde. Nachdem die „Herrlichkeit Mauenheim“ 1794 von den Franzosen aufgelöst worden war, ging der Name Nippes schließlich auf die ganze Ansiedlung über, die dann nach dem Wiener Kongress zur „Bürgermeisterei Longerich“ gehörte. 1888 wurde dieses Gebiet nach Köln eingemeindet.

Als dann ab 1919 nordwestlich vom Stadtteil Köln-Nippes weitläufige neue Siedlungen gebaut wurden, erhielt der so entstandene neue Stadtteil 1933 den „frei gewordenen“ alten Namen Mauenheim. 1927 wurde die römisch-katholische Pfarrkirche St. Quirinus errichtet.

Der Grüne Hof

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgt der Bau der bekannten großen mehrgeschossigen Mietwohnungsanlagen, eingeleitet durch Deutschlands in den Jahren 1922 bis 1924 errichtete erste Hofsiedlung, den "Grünen Hof" (676 Wohnungen) von Wilhelm Riphahn. Seine Bauform geht auf englische und holländische Vorbilder zurück und liegt zeitlich noch früher als die Wiener Höfe (1923) und die Berliner Hufeisensiedlung (1924), beide Inbegriff einer kollektiven Wohnform. Die Wohnanlage wurde zwischen 1995 und 2000 saniert.

Gegenwart

Mauenheim ist mit seinen ca. 5.600 Einwohnern nur 49 ha groß und damit der kleinste Stadtteil von Köln. Der Stadtteil befindet sich zwischen dem Nordfriedhof, dem Bahndamm, der Neusser Straße und dem Mauenheimer Gürtel bzw. der nördlichen Hochbahntrasse.

Siehe auch

Literatur

  • Peter Schreiber: Mauenheim einst und jetzt. Ein Beitrag zur Geschichte von Köln-Nippes. Köln (2. erw. Auflage) 1962
  • Geschichtswerkstatt Mauenheim -VHS- (Hrsg.): Köln-Mauenheim. Ein Geschichtsbild in Bildern und Geschichten. Köln 1993
  • Kunze, Ronald: Mieterbeteiligung im Sozialen Wohnungsbau. Entstehung und Entwicklung der Mietervertretungen in den Siedlungen der Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen. Kassel 1992
  • Kruse, Reinhold: Von der Herrlichkeit Mauenheim zum herrlichen Mauenheim, Festschrift, Köln 1999

Weblinks