Schweizerische Offiziersgesellschaft
Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) ist die Dachorganisation von 24 Kantonalen- und 15 Fach-Offiziersgesellschaften (Sektionen) mit insgesamt 22'000 Mitgliedern.
Im Rahmen der schweizerischen Sicherheitspolitik bezweckt sie die Wahrnehmung der militärpolitischen Verantwortung und Interessen der Offiziere. Sie setzt sich für die Förderung einer effizienten Armee sowie für die Pflege der Beziehungen zu nationalen und internationalen Behörden und Organisationen mit sicherheitspolitischen Zielsetzungen ein.
Die Unabhängigkeit der SOG ist von grosser Bedeutung, denn sie will als kritische und konstruktive Partnerin akzeptiert werden. Sie erhält keine Bundessubventionen, sondern finanziert sich ausschliesslich über Mitgliederbeiträge und Spenden.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte und Entstehung
Gegründet wurde die SOG (unter dem Namen „Eidgenössische Militärgesellschaft“) während der Regenerationszeit, am 24. November 1833 von 130 Zürcher, Thurgauer und Sankt Galler Offizieren in Winterthur.
Seit Anbeginn war die SOG durch Ereignisse und Entwicklungen der Schweizer Geschichte geprägt. Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Einflüsse und Auseinandersetzungen um das schweizerische Heerwesen sind ebenfalls seit jeher von grosser Bedeutung.
Organe
Die SOG besteht aus drei Organen: der Delegiertenversammlung, dem Vorstand sowie den Rechnungsrevisoren.
Das oberste Organ ist die Delegiertenversammlung, welche jährlich durchgeführt wird. Ihr gehören die Vertreter der Kantonalen Offiziersgesellschaften und der Fachoffiziersgesellschaften an. Der SOG-Präsident, die Vorstandsmitglieder sowie die Rechnungsrevisoren werden von der Delegiertenversammlung gewählt.
Brigadier Denis Froidevaux ist seit 2012 amtierender Präsident. Nebst ihm sind mindestens zwölf Sektionsmitglieder Teil des Vorstandes. Dessen Aufgaben sind es, die laufenden Geschäfte zu besorgen und die SOG nach aussen zu vertreten. Aktuell sind die Kommissionen ASMZ und International, sowie zwei Ressorts, namentlich SOG und Sicherheitspolitik, tätig.
Jeweils zwei Offiziere aus verschiedenen Sektionen werden als Rechnungsrevisoren gewählt. Sie prüfen die Jahresrechnung und erstatten der Delegiertenversammlung schriftlich Bericht.
Mitglieder
Die SOG besteht aus 39 Sektionen mit total rund 22'000 Mitgliedern. Diese unterteilen sich in 24 Kantonale Offiziersgesellschaften (KOG) und 15 Fach-Offiziersgesellschaften (Fach-OG) der Truppengattungen. Die Vorstände aller Sektionen sowie der SOG arbeiten ehrenamtlich.
Kantonale Offiziersgesellschaften (KOG)
Fachoffiziersgesellschaften (Fach-OG)
Politisches Engagement
Die SOG setzt sich für die Wehrpflicht, die Weiterentwicklung der Armee sowie den Tiger-Teilersatz ein.
Militärzeitschriften
In der Schweiz gibt es drei grosse Militärzeitschriften – einen für jeden Landesteil in der jeweiligen Sprache. Dabei gilt zu beachten, dass die ASMZ von der SOG selbst publiziert wird, an den beiden anderen (RMS und RMSI) ist die SOG beteiligt.
- Die Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift (ASMZ) ist die Kaderzeitschrift und offizielles Organ der Schweizerischen Offiziersgesellschaft SOG. Sie wird allen deutschsprachigen Mitgliedern sowie sämtlichen Mitgliedern und Mitgliederfirmen der Schweizerischen Kriegstechnischen Gesellschaft in einer Auflage von 19'356 Exemplaren monatlich zugestellt.
- erscheint regelmässig seit 1834
- nimmt Stellung zu militärischen, wehr- und sicherheitspolitischen Ereignissen und Entwicklungen aus dem In- und Ausland
- vertieft Kenntnisse über Armee und nationale/internationale Sicherheitskooperation
- vermittelt Anregungen für die praktische Arbeit mit der Truppe
- orientiert über die Tätigkeit der SOG und ihrer Sektionen
- Die Revue Militaire Suisse (RMS) ist ein offizielles französisches Publikationsorgan der SOG. Sie erscheint in den Westschweizer Kantonen sowie in Bern. Herausgeber ist die Association de la Revue militaire suisse (ARMS). Das Ziel der RMS ist es, den Austausch über militärische Probleme zu vereinfachen sowie die Fachkenntnisse und die Allgemeinbildung der Offiziere weiterzuentwickeln. Um in konstruktiver Art und Weise an der Sicherheitspolitik zu arbeiten, ist die RMS für alle Stimmen offen.
- Die Associazione Rivista Militare della Svizzera Italiana ist die Herausgeberin der „Rivista Militare della Svizzera Italiana“. Sie setzt sich – nebst der Garantie zur Erhaltung und der Distribution des Wissens der SOG Tessin an Einrichtungen, Institutionen und einzelne Abonnenten in der ganzen Schweiz und im Ausland – für die konkrete Förderung des Milizgeistes, die Information und die Sicherheitspolitik unseres Landes ein.
Der Verein organisiert ausserdem kulturelle, didaktische und soziale Events und Aktivitäten, welche die Argumente der Rivista Militare della Svizzera Italiana, die Geschichte der Schweizer Armee und alles, was was eng damit verbunden ist, betrifft.
Literatur
- Roland Beck, Roland Haudenschild, Pierre A. Krenger, Franco Valli: 175 Jahre Schweizerische Offiziersgesellschaft, 1833–2008. Festschrift zum 175-Jahr-Jubiläum. Hrsg. von der ASMZ im Auftrag der Schweizerische Offiziersgesellschaft, Zürich 2008, ISBN 978-3-03-301821-1.
Weblinks
- Website der SOG
- Privatarchiv Schweizerische Offiziersgesellschaft in der Archivdatenbank des Schweizerischen Bundesarchivs