Spenrath
Spenrath Gemeinde Jüchen
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dim=10000 | globe= | name=Spenrath | region=DE-NW | type=city
}} |
Höhe: | ca. 90 m | |||
Einwohner: | 0 (24. Jul. 2013) | |||
Postleitzahl: | 41363 | |||
Vorwahl: | 02165 | |||
Lage des ehemaligen Ortes Spenrath im Rheinischen Braunkohlerevier |
Spenrath war ein Ortsteil der Gemeinde Jüchen in Nordrhein-Westfalen. Das ursprüngliche Dorf Alt-Spenrath musste dem Tagebau Garzweiler von RWE Power weichen. Ende Juni 2010 lebten hier noch drei Einwohner, mittlerweile (März 2012) ist der Ort komplett entvölkert.<ref>http://www.juechen.de/info/unser-juechen/zahlen-daten-fakten/index.html</ref> Die meisten Bewohner siedelten in den Ort Neu-Spenrath um.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
An das vollständig devastierte Alt-Spenrath grenzte im Norden der Ort Otzenrath, im Süden das Dorf Pesch, im Südwesten der Ort Immerath, sowie im Nordwesten der Ort Borschemich. Alle Nachbarorte von Alt-Spenrath befinden sich ebenfalls im zukünftigen Abbaugebiet des Tagebau Garzweiler und werden somit ebenfalls umgesiedelt und abgerissen.
Geschichte
Das Dorf wurde 1398 erstmals als Spenrode erwähnt. 1650 lebten hier 10 Familien. Im 19. Jahrhundert entstand ein großer Gutshof an der Baumstraße. 1836 wurde am Wegstern zwischen Spenrath und Pesch eine Windmühle errichtet. 1893 erhielt sie einen Dampfantrieb und später einen Elektromotor. 1926 brach die Mühle zusammen.<ref>Peter Saatz: Geschichte von Otzenrath und Spenrath. Jüchen 2008, S. 23</ref>
Die Abbrucharbeiten im Dorf begannen im Juni 2007. Zunächst wurden die Häuser in der Baumstraße, dem westlichen Teil Spenraths, abgerissen. Zu diesem Zeitpunkt war der Ort bereits vollständig umgesiedelt; nur der Gutshof Spenrath am westlichen Ende war noch bewohnt. Dieser wurde bis zum Sommer 2013 auch noch landwirtschaftlich genutzt. Die meisten Bewohner Spenraths sind nach Neu-Spenrath gezogen. Mitte 2013 wurde als letztes Gebäude Spenraths der Gutshof abgerissen.
Bevölkerungsentwicklung
Einwohnerzahlen bis 1970<ref>Einwohnerzahlen nach Mackes a.a.O. S. 183 u. Peter Saatz: Die Geschichte von Otzenrath und Spenrath. S. 112</ref>
Jahr | 1722 | 1799 | 1832 | 1871 | 1895 | 1905 | 1950 | 1970 | 1980 | 1990 | 1999 | 2007 | 2008 | 2010 | 2012 |
Ew. | 68 | 136 | 187 | 204 | 263 | 266 | 254 | 196 | 168 | 170 | 189 | 7 | 5 | 3 | 0 |
Fotos
- Spenrath.jpg
Abmontierte Ortsschilder
- Spenrath 2.jpg
Verlassene Häuser in Spenrath
- Spenrath01.jpg
- Spenrath 02.jpg
- Spenrath 03.jpg
Verlassene Häusergruppe „an de Luhr“, 2007
- Spenrath09.jpg
Spenrath 2009 im September – Blick vom gleichen Standpunkt wie linkes Bild.
- Spenrath 33.jpg
Giebeldetail
- Spenrath2009a.jpg
Spenrath 2010
Weblinks
Literatur
- Karl L. Mackes: Erkelenzer Börde und Niersquellgebiet. In: Schriftenreihe der Stadt Erkelenz, Nr. 6, Mönchengladbach 1985.
- Peter Staatz: Die Geschichte von Otzenrath und Spenrath. Von den Anfängen bis zur Umsiedlung. Jüchen 2008 (Geschichte der Gemeinde Jüchen, 8).
Einzelnachweise
<references />
Bestehende Ortsteile:
Aldenhoven |
Bedburdyck |
Damm |
Dürselen |
Garzweiler |
Gierath |
Gubberath |
Hackhausen
Herberath |
Hochneukirch |
Hoppers |
Jüchen |
Kamphausen |
Kelzenberg |
Mürmeln |
Neu-Holz |
Neu-Otzenrath |
Neu-Spenrath |
Neuenhoven |
Priesterath |
Rath |
Schaan |
Schlich |
Stessen |
Waat |
Wallrath |
Wey
Ehemalige Ortsteile:
(Alt-)Garzweiler |
Holz |
Otzenrath |
(Alt-)Priesterath |
Spenrath |
Stolzenberg