Zastler


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47.9333527.966987474Koordinaten: 47° 56′ 0″ N, 7° 58′ 1″ O{{#coordinates:47,933352|7,966987|primary
Zastler
Gemeinde Oberried
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Höhe: 474 m ü. NN
Fläche: 20 km²
Einwohner: 450<ref name="frsw">Zastler. Schwarzwaldtal zwischen Oberried und Feldberg. Auf: freiburg-schwarzwald.de. Abgerufen am 8. Dezember 2014.</ref>
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 79254
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Das Dorf Zastler, heute ein Ortsteil der Gemeinde Oberried im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, liegt östlich von Oberried im unteren Zastlertal. Zastler ist ein typischer Schwarzwaldort mit alten Holzhäusern und Einzelgehöften. Namensgebend war der Ort für die Zastler Hütte und das Zastler Loch.

Geografie

Der Ort besteht aus dem Zastlertal, das vom Zastlerbach bzw. Osterbach durchflossen wird und seinem Seitental Stollenbach. Begrenzt wird er durch die Bergrücken Feldberg und Toter Mann im Süden sowie durch den Hinterwaldkopf im Norden.<ref name="frsw" /> Dort findet man ein Naturphänomen, die Zastler Eislöcher. Vor Urzeiten haben sich durch Felsstürze Hohlräume gebildet, in denen sich auch im Sommer die schwerere kalte Luft sammelt, so dass man dort oft noch Ende Juli Eis findet. Bei den Einheimischen sind sie seit langem als natürliche Kühlschränke bekannt.<ref>Freizeittipps und Feste (TICKET): Zastlertal bei Oberried: Eisiges Vergnügen - badische-zeitung.de. Abgerufen am 7. August 2015.</ref> Zu dieser, am 1. Oktober 1974 nach Oberried eingemeindeten, Gemeinde gehörten die Höfe Adamshof, Burghardtshof, Gassenbauernhof, Glaserhausenhof, Jockelehof und –berghaus, Mederlehof, Schweizerhaus, Schweizerhof, Stefansgütle, Stollenbacherhof und Winterhalterhof und Schmiede und die Wohnplätze Antoniushäusle, Breiterackerhaus, Bürstenholzfabrik, Försterhaus, Holzmacherhaus, Kleislehof, Krummholzengütle, Mederleberghaus, Roteck, Schulhaus, Taddäushäusle, Weilersbacher Viehhütte und Zähringerhaus.<ref>Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 113–117.</ref>

Geschichte

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Zwei Wasserwege, Sägen, vgl. Vetter, 1996, S. 76
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Der Name des Ortes Zastler ist erstmals 1557 beurkundet, ursprünglich war das nur der Name des hinteren Tales in Richtung Feldberg. Dieser setzte sich dann im 16. Jahrhundert für das ganze Tal durch. Davor wurde es erstmals 1311 unter dem Namen „Munswendi“ urkundlich belegt – ein Name, der später als „Mißwende“ nur noch einen einzigen Hof beschrieb.<ref name="leo">Zastler (Altgemeinde/Teilort). Auf: leo-bw.de. Abgerufen am 8. Dezember 2014.</ref>

Dieser Name enthält den Begriff „svendi“, was soviel wie Abholzen bedeutet, sodass der Ursprung eine Holzhauer- und Glashüttensiedlung im Mittelalter sein dürfte.<ref>August Vetter: Feldberg im Schwarzwald. Selbstverlag der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), 1996, S. 77.</ref> Die Waldwirtschaft war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Wirtschaftsgrundlage, da das Holz ein wichtiger Baustoff und Brennmaterial war. Das Tal war einer der wichtigen Holzlieferanten für Freiburg. Nach Freiburg wurde das Holz über den Wasserweg gebracht, der am Nägelesee endete, der sich etwa beim alten Messplatz in Freiburg befand.<ref>Stadtführung mit Joachim Scheck, leider kein Beleg zur Hand, außer dem Gewannnamen.</ref>

Das Zastlertal war Anfang des 16. Jahrhunderts im Besitz der Familie Schnewlin von Landeck und gehörte zur Herrschaft Ebnet. Die Schnewlins haben die Rechte an dem Gebiet von den Herren von Falkenstein erworben, deren Bedeutung ab dem 15. Jahrhundert im Dreisamtal nachließ. 1568 übernahmen die Herren von Sickingen als Erben der Schnewlin von Landecks die Herrschaft und vererbten diese teilweise 1651 an die Herren von Pfirt.<ref>Rüdiger Hitz, Hillard von Thiesen: Familie, Arbeit und Alltag in Hinterzarten 1600 bis 1900. Stadler, Konstanz 1998, ISBN 3-7977-0396-1, S. 39.</ref> 1670 ging der Besitz des Ortes an die Freiherren von Neveu. 1786 ging die kirchliche Zuständigkeit von der Pfarrei Kirchzarten auf Oberried über.<ref name="leo" /> Nachdem der vorderösterreichische Breisgau mit dem Frieden von Pressburg 1806 an das im folgenden Jahr zum Großherzogtum erhobene Kurfürstentum Baden gefallen war, wurde ab 1809 der badische Staat zum Grundherrn.

Literatur

  • K. Haserodt, W. Stülpnagel: Die Gemeinde Oberried mit den Ortsteilen Hofsgrund, St. Wilhelm und Zastler. Freiburg 1974.
  • Ernst M. Wallner: Zastler. Oberried 1953 und 1990.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons Commons: Zastler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Zastler. Auf: badische-seiten.de. Abgerufen am 8. Dezember 2014.
  • Zastler. Auf: dreisamportal.de. Abgerufen am 8. Dezember 2014.