André Lhote
André Lhote (* 5. Juli 1885 in Bordeaux; † 25. Januar 1962 in Paris) war ein französischer Maler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und -lehrer. Er ist dem Kubismus zuzuordnen.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Gleichzeitig leitete Lhote eine eigene Malschule in Paris. Im Jahr 1922 gründete er am Montparnasse die angesehene Académie Lhote.
André Lhote starb im Alter von 76 Jahren in Paris und fand seine letzte Ruhestätt auf dem Friedhof Cimetière Montparnasse.
Er war verheiratet mit Marguerite Hayet.
Werk
Zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn von Paul Gauguin inspiriert, war André Lhote stark beeindruckt von der im Jahr 1907 organisierten großen Retrospektive der Werke Cézannes, schloss sich daraufhin den Kubisten an und verkehrte insbesondere vorübergehend mit der Künstlergruppe, die sich um Juan Gris gebildet hatte. Von den Kubisten übernahm Lhote einzig die Vereinfachung der Formen und die Auflösung der Motive in überwiegend eckige Flächen. Bei der Wahl der Motive und hinsichtlich des Bildaufbaus behielt er unterdessen stets die klassische Malerei im Blickfeld und achtete darauf, dass seine Gemälde „leserlich“ blieben. Das Spätwerk war geprägt von großflächigen Wandmalereien wie beispielsweise jenen in der medizinischen Fakultät von Bordeaux (1957).
André Lhote war Autor mehrerer theoretischer Abhandlungen. In diesen sowie in seinen Lehrbüchern und zahlreichen weiteren Schriften setzte er sich intensiv mit der Malerei auseinander. Durch seine Unterrichtstätigkeit und seine Bücher übte er großen Einfluss aus. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Tamara de Lempicka, Henri Cartier-Bresson, Alf Bayrle, Fred Klein und William Klein, Gerhild Diesner, Oswald Petersen und Wilfried Kirschl.
Werke (Auswahl)
- Schriften
- 1923: Portrait de Corot, 1923, Paris, Stock
- 1925: Jacques Rivière, critique et ami in La Nouvelle Revue Française (NRF) N° 139, 1. April 1925, S. 611–617
- 1926: Les Peintres français nouveaux, 1926, Paris, Gallimard
- 1939: Traité du paysage, 1941, Librairie Floury
- 1942: Peinture d'abord, 1942, Paris, Denoël
- 1943: Petits itinéraires à l'usage des artistes, 1943
- 1946: De la palette à l'écritoire, 1946, Corréa
- 1950: Traité de la figure, 1950, Librairie Floury
- 1954: Les chefs-d'œuvre de la peinture égyptienne, 1954, Paris, Hachette
- 1956: La peinture libérée, 1956, Paris, Grasset
- ????: Les invariants plastiques (Hermann)
- Gemälde
- 1920: Landschaft mit Häusern, 1920, Öl auf Leinwand, 65 x 50 cm, Moskau, Puschkin-Museum
- 1923: Femme à sa toilette
Ausstellungen
- 1920: Ausstellung der Werke von André Lhote, 1920, Paris, Galerie E. Druet, Katalog mit einem Vorwort von Jacques Rivière in Bourges, Bibliothèque Municipale (Fonds Rivière, Imprimés)
Posthum:
- 1967: Hommage à André Lhote, 1967, Bordeaux, Musée des Beaux-Arts
- 1974: André Lhote und seine jugoslawischen Schüler, 1974, Belgrad, Staatsmuseum
- 1975: André Lhote, 1975, Saint-Denis de la Réunion, Musée des Beaux-arts Léon-Dierx
- 1986: La peinture, le cœur et l'esprit. Hommage à André Lhote, Alain-Fournier et Jacques Rivière, Bordeaux, Musée des Beaux-arts
- 2000: Retrospektive des Werkes von André Lhote, September 2000, Plaissan, Agence Galerie
Literatur
- Anatole Jakovsky: André Lhote. Denoël, Paris 1947.
- F. Claverie-Garcia: Catalogue des œuvres d'André Lhote, Habilitationsschrift (Kunstgeschichte), 1980, Aufbewahrungsort: Bordeaux, Musée des Beaux-arts
- Gemeinschaftswerk: André Lhote, Katalog der Ausstellung im Musée de Valence, 2003, Paris, Réunion des Musées Nationaux (RMN), ISBN 2-7118-4684-9
Weblinks
- André Lhote bei artfacts.net
- André Lhote nei artnet.de
- Suche nach André Lhote im Portal SPK digital der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
- André Lhote und seine Freundschaft zu Jacques Rivière und Alain-Fournier auf der Seite der Mediathèque Bourges
Personendaten | |
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NAME | Lhote, André |
KURZBESCHREIBUNG | französischer Maler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und -lehrer |
GEBURTSDATUM | 5. Juli 1885 |
GEBURTSORT | Bordeaux |
STERBEDATUM | 25. Januar 1962 |
STERBEORT | Paris |