Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf
Mülheim-Speldorf–Troisdorf
<tr><td style="vertical-align:top;">Streckennummer:</td><td>2324</td></tr><tr><td style="vertical-align:top;">Streckenlänge:</td><td>81,2 km</td></tr> | |
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Die Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf ist die Hauptachse des Güterverkehrs zwischen Köln und dem Ruhrgebiet sowie den Niederlanden. Sie verbindet die Rangierbahnhöfe Duisburg-Wedau (früher bedeutend, heute stillgelegt und im Abbruch) und Gremberg (in Köln).
Die Strecke wurde am 18. November 1874 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft als Verbindung der Ruhrgebietsstrecke mit der rechten Rheinstrecke in Betrieb genommen. Sie verläuft in wenigen Kilometern Abstand parallel zur dreißig Jahre älteren Bahnstrecke Köln–Duisburg der konkurrierenden Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, von der sie Verkehr abziehen sollte. Da die Strecke an den Siedlungskernen vorbeiführt, wurde schon bald nach der Verstaatlichung beider Gesellschaften der Personenverkehr abschnittsweise eingestellt. Bis auf wenige kurze Abschnitte dient die Strecke heute ausschließlich dem Güterverkehr.
In Höhe des Bahnhofs Opladen an der Strecke Gruiten–Köln-Deutz werden die Gleise im Rahmen der Gebietsentwicklung der Stadt Leverkusen nach Osten unmittelbar an die Strecke Gruiten - Köln-Deutz verlegt. Die neuen Streckenführungen sollen im Dezember 2016 in Betrieb genommen werden.
Inhaltsverzeichnis
Personenverkehr
Personenverkehr wurde auf der Strecke in der Nachkriegszeit nur noch auf den Abschnitten Mülheim-Speldorf–Düsseldorf-Rath (KBS 307, weiter zum Düsseldorfer Hauptbahnhof) und Hilden–Opladen (KBS 409) abgewickelt. Am 6. Dezember 1971 wurde der Personenverkehr zwischen Duisburg-Wedau und Mülheim-Speldorf eingestellt, am 23. September 1983 folgte die Stilllegung von Duisburg-Entenfang bis zum Bahnhof Düsseldorf-Rath. Seitdem verkehrt auf der Strecke nur noch die Regionalbahnlinie 37 Der Wedauer von Duisburg Hauptbahnhof nach Duisburg-Entenfang. Zwischen Duisburg-Wedau und Lintorf wird die Strecke zudem von Museumszügen als Zufahrt zur Angertalbahn genutzt. Auf dem Teilstück Opladen–Hilden wurde – wie bei der KBS 307 – am 23. September 1983 der Personenverkehr eingestellt. Den Personenverkehr hatten auf beiden Teilstücken in der Nachkriegszeit überwiegend Akkutriebwagen der Baureihe 515 übernommen, aber auch Nahverkehrszüge mit den Baureihen 140, 212 und 430 waren anzutreffen. Eine Reaktivierung des Personennahverkehrs wird immer wieder diskutiert, ist im Jahr 2010 aber nahezu ausgeschlossen.<ref>Reaktivierung der Ratinger Weststrecke sehr unwahrscheinlich Eisenbahnjournal Zughalt.de am 13. Juni 2010</ref>
Bei Störungen auf den Bahnstrecken Köln–Duisburg und Gruiten–Köln-Deutz werden Personenzüge zwischen Duisburg und Düsseldorf sowie zwischen Düsseldorf bzw. Wuppertal/Opladen und Köln gelegentlich über die Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf umgeleitet. Dabei kann der Personenbahnhof Köln-Mülheim nicht angefahren werden.
Güterverkehr
Die Bahnstrecke diente und dient dem schweren Güterverkehr. Nördlich des Bahnhofs Düsseldorf-Rath ist ein Anschluss zu Vallourec & Mannesmann Tubes vorhanden, über den mit Stahlröhren beladene Güterzüge bereitgestellt werden.
- Güterverkehr auf der Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf
- EH 549 Duisburg Entenfang.JPG
Kalkzug mit Diesellokomotive der Eisenbahn und Häfen in Entenfang
- Güterzug in Lintorf.jpg
Güterzug mit DB-Baureihe 155 in Ratingen-Lintorf
- ES64F4-203 Düsseldorf Rath.JPG
Containerzug von Freightliner mit Siemens ES64F4 in Düsseldorf-Rath
- NIAG 3 Duisburg Entenfang.JPG
NIAG 3 in Entenfang
Weblinks
- Streckeninfo
- Kursbuch 1944, Köln–Düsseldorf
- Kursbuch 1944, Düsseldorf–Dortmund
- Anschluss V&M Deutschland GmbH, Düsseldorf-Rath
Einzelnachweise
<references />