Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | |
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Staatliche Ebene | Freistaat Bayern |
Stellung | Ministerium |
Gründung | 8. Dezember 1970 |
Hauptsitz | München |
Behördenleitung | Staatsministerin Ulrike Scharf |
Website | www.stmuv.bayern.de |
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wurde am 8. Dezember 1970 als Umweltministerium des Freistaates Bayern mit Sitz in München geschaffen.
Inhaltsverzeichnis
Leitung
- Staatsministerin ist seit September 2014 Ulrike Scharf (CSU).<ref>Das Bayerische Lebensministerium. Abgerufen am 14. September 2014. </ref>
- Seit 2013 ist dem Staatsministerium kein Staatssekretär mehr zugeordnet.
- Ministerialdirektor ist Christian Barth.
Aufgaben
Der Zuschnitt des Ministeriums änderte sich im Laufe der Zeit, 2003 kamen Gesundheit und Verbraucherschutz hinzu. 2008 wurde der Verbraucherschutz dem Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz übertragen. 2013 wurde die Zuständigkeit für Gesundheit in das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ausgelagert, gleichzeitig erhielt das Ministerium die Fragen des Verbraucherschutzes wieder zugeschlagen.
Umweltschutz
Schwerpunkte der Arbeit des Ministeriums sind
- Naturschutz und Landschaftspflege: Hier wirkt das Ministerium als Oberste Naturschutzbehörde um Artenvielfalt und die Vielfalt von Lebensräumen sowie die Eignung der Landschaft für Erholung und Tourismus sicherzustellen.
- Ausbau der ökologischen Energiegewinnung und der dezentralisierten Energieversorgung.<ref>Ökoenergie Bayern; Energieatlas Bayern.</ref>
- Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz: Wasser soll als lebensnotwendige Basis für Tiere, Pflanzen und Menschen geschützt werden. Gleichzeitig sollen die Menschen vor den Gefahren des Wassers geschützt werden.
- Bodenschutz und Altlasten: Verhinderung oder Verminderung von Bodenverschmutzung, Flächenverbrauch und Erosion sowie die Sanierung von Altlasten.
- Luftreinhaltung und Klimaschutz in Bayern: Die Reinheit der Luft zu verbessern und Maßnahmen zur Reduktion der Kohlendioxidproduktion zu fördern
- Abfallwirtschaft: Wandel von der Abfallbeseitigung hin zu einer integrierten Abfallwirtschaft
- Lärmschutz in Bayern
- Förderung der Bio- und Gentechnik in Bayern
Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
Das Ministerium ist atomrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für kerntechnische Anlagen in Bayern. Die Überwachung der Sicherheit der Kernkraftwerke sowie die Kontrolle der Radioaktivität in der Umwelt ist eine wichtige Aufgabe. Weiterhin ist das Ministerium für die Überwachung der Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie verantwortlich.
Weitere Zuständigkeiten
Außerdem gehört der Tierschutz zu den Aufgaben des Ministeriums.
Organisation
Das Ministerium ist vorgesetzte Stelle für die Höheren Naturschutzbehörden der sieben bayerischen Regierungen und die 96 Unteren Naturschutzbehörden in Landkreisen und kreisfreien Städten. Weiterhin ist das Ministerium für das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) verantwortlich.
Im Bereich der Wasserwirtschaft ist das Ministerium vorgesetzte Stelle für die 17 Wasserwirtschaftsämter und das Landesamt für Umwelt, an 7 Regierungen und in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Das BayernNetz Natur deckt ungefähr ein Drittel der Landesfläche ab. Es bestehen zwei Nationalparks, 584 Naturschutzgebiete, 701 Landschaftsschutzgebiete und 16 Naturparks.
Bisherige Staatsminister
Amtsbezeichnung | Amtszeit | Minister | Partei | im Kabinett |
---|---|---|---|---|
Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen | 1970–1977 | Max Streibl | CSU | Goppel III, IV |
1977–1990 | Alfred Dick | CSU | Goppel IV, Strauß I, II, III, Streibl I | |
1990–1994 | Peter Gauweiler | CSU | Streibl II, Stoiber I | |
1994–1998 | Thomas Goppel | CSU | Stoiber I, II | |
1998–2007 | Werner Schnappauf | CSU | Stoiber III | |
Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz | Stoiber IV | |||
2007–2008 | Otmar Bernhard | CSU | Beckstein | |
Staatsminister für Umwelt und Gesundheit | 2008–2011 | Markus Söder | CSU | Seehofer I |
2011–2014 | Marcel Huber | CSU | Seehofer I | |
Staatsminister/-in für Umwelt und Verbraucherschutz | Seehofer II | |||
2014-dato | Ulrike Scharf | CSU | Seehofer II |
Weblinks
- Website des Ministeriums
- BayernNetz Natur
- Ökoenergie Bayern
- Energieatlas Bayern
- Wasserwirtschaft in Bayern
- Gesundheitsschutz in Bayern
Einzelnachweise
<references />
Staatskanzlei | Innen, für Bau und Verkehr | Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen | Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat | Justiz | Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst | Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie | Umwelt und Verbraucherschutz | Gesundheit und Pflege | Ernährung, Landwirtschaft und Forsten | Arbeit und Soziales, Familie und Integration
Max Streibl (1970–1977) | Alfred Dick (1977–1990) | Peter Gauweiler (1990–1994) | Thomas Goppel (1994–1998) | Werner Schnappauf (1998–2007) | Otmar Bernhard (2007–2008) | Markus Söder (2008–2011) | Marcel Huber (2011–2014) | Ulrike Scharf (seit 2014)
Ministerpräsident: Seehofer (Stellvertreterin: Aigner)
Staatsminister: Huber (Staatskanzlei) | Merk (Europaangelegenheiten) | Söder (Finanzen) | Herrmann (Inneres) | Bausback (Justiz) | Spaenle (Kultus) | Brunner (Landwirtschaft) | Müller (Soziales) | Huber (Umwelt) | Aigner (Wirtschaft) | Huml (Gesundheit)
Koordinaten: 48° 9′ 10,4″ N, 11° 37′ 7,1″ O{{#coordinates:48,152894|11,618628|primary
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