Blåvand
Dänemark Blåvand | ||||||
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Basisdaten | ||||||
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Staat: | Dänemark | |||||
Region: | Syddanmark | |||||
Kommune (seit 2007): | Varde | |||||
Sogn: | Oksby Sogn | |||||
Koordinaten: | 8,1277777777778|primary | dim=25000 | globe= | name= | region=DK-83 | type=city
}} |
Einwohner: | < 200 | |||||
Postleitzahl: | 6857 Blåvand | |||||
Blick auf Blåvand Blick auf Blåvand |
Blåvand [ˈblɔvanʔ] ist ein dänisches Nordseebad in der Kommune Varde. Der Ort zählt weniger als 200 Einwohner, aber mehr als 2.000<ref> Søren Byskov: Dansk kystkultur under forandring. Kystlandskab, kulturhistorie og naturforvaltning i det 20. århundrede, Fiskeri- og Søfartsmuseet, Esbjerg 2007. S. 121.</ref> Ferienhäuser.
Inhaltsverzeichnis
Geografie und Tourismus
Die Landspitze Blåvands Huk bildet den westlichsten Punkt Jütlands. Hier steht der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr. Er erhebt sich 39 m über die umliegenden Dünen und ist ein vielbesuchter Aussichtspunkt. Die Fernsicht reicht bis Vejers Strand im Norden und Esbjerg im Süden. Er wurde 1900 errichtet und in den letzten Jahren restauriert.
Das Feriengebiet um Blåvand bietet Sandstrände von 40 km Länge. Geschützt durch die großen Sandbänke des Horns Rev, das bis zu 20 km in die Nordsee reicht, eignet sich der Hvidbjerg Strand gut zum Baden und Windsurfen. Hier wurde 2015 der erste Badesteg an der dänischen Westküste errichtet.<ref>Vesterhavets første badebro indvies i Blåvand i dag Varde Lokalavisen, 1. Juli 2015.</ref>
Nördlich schließt sich das Militär- und Naturschutzgebiet Kallesmærsk Hede an, das von vielen Zugvögeln zur Rast aufgesucht wird.
Atlantikwall
Wie an der ganzen Westküste Dänemarks gibt es auch in der Region um Blåvand zahlreiche gut erhaltene Bunker des Atlantikwalls aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie werden auch zum Klettern genutzt.<ref>Beschreibung der Bunkeranlagen - alpinfieber.net</ref><ref>Klettern in Dänemark - klatresteder.dk (dänisch)</ref> Die Bunkeranlage Tirpitz-Stellung beherbergt im Südbunker ein Museum. Im November 2013 wurde bekannt, dass das Museum durch ein Museums- und Erlebniscenter ergänzt werden soll. Während das bisherige Museum die Geschichte des Atlantikwalls in der Zeit des Zweiten Weltkrieges thematisiert, soll das zukünftige Museum die gesamte Lokalgeschichte vermitteln. Die Eröffnung ist für Ende 2016 vorgesehen.<ref>Geschichte erleben im Design-Bunker-Museum</ref> Mit dem Bau der Bunkeranlage wurde 1944 durch Soldaten der deutschen Kriegsmarine, Zwangsarbeiter und dänische Firmen begonnen, die Anlage wurde aber nicht fertiggestellt.
Truppenübungsplatz Oksbøllejren
Nördlich auf der Kallesmærsk Hede liegt der Truppenübungsplatz Oksbøllejren. Durch das Militärgebiet führen Wander- und Radwege, die bei Übungen abgesperrt werden. Manöverzeiten werden langfristig festgelegt und sind auch online einsehbar.<ref>Information über Schießübungen Offizielle Website des Heeres.</ref> Während der Sommermonate wird weitgehend auf Übungen verzichtet, um Urlauber nicht zu belästigen.
Blåvand in der Literatur
Der dänische Schriftsteller und Theologe Thomas Lange (1829–1887) siedelte seinen Roman „Eventyrets land“ (1868, dt. Abenteuerland) in Blåvandshuk an.<ref>Thomas Lange: Abenteuer eines Lebens. Ein Bild vom Leben und der Natur in der Gegend von Blaavandshuk, hrsg. von Blåvandshuk Egnsmuseum, 1994. ISBN 87-89834-14-3.</ref> Lange hatte einige Jahre dort verbracht; heute wird im Pfarrhaus von Ho, wo er wohnte, an ihn erinnert. Im Pfarrgarten ist eine Büste von Thomas Lange aufgestellt.
Literatur
- Informationsbroschüre der Gemeinde Varde, 2014, 122 Seiten
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Manöverzeiten Oksbøllejren (deutsch, englisch, dänisch)