Dresdner Musikfestspiele
Die Dresdner Musikfestspiele finden seit 1978 jährlich zwischen Mitte Mai und Anfang Juni in Dresden statt.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Ihre historischen Vorläufer haben die Dresdner Musikfestspiele bereits in den Musen- und Zwingerfestspielen der sächsischen Kurfürsten. Ihre eigentliche Existenz verdanken sie aber einem Beschluss des Zentralkomitees der SED und des Ministerrates der DDR mit folgender Verfügung: "Beginnend 1978 finden in Dresden als jährlich durchzuführendes Musikfestspiel internationalen Ranges Dresdner Musikfestspiele statt!" Das neu gegründete Festival wurde schnell ein großer Erfolg und es reisten Weltstars wie Marilyn Horne, Dietrich Fischer-Dieskau, Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado und das Orchester der Mailänder Scala oder Zubin Mehta und das New York Philharmonic an die Elbe.
In den mehr als 35 Festival-Jahrgängen war die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen groß - ein Markenzeichen der Festspiele, das bis heute das Programm prägt. Dabei werden neben Orchester- und Kammermusik sowie Solokonzerten auch Alte und Neue Musik, Weltmusik, Jazz und Tanz geboten. Die seit der Gründung bestehende Tradition des jährlich wechselnden Festspielmottos wird bis heute fortgeführt.<ref>Geschichte der Dresdner Musikfestspiele auf musikfestspiele.com, abgerufen am 25. April 2013</ref>
Intendanten
Seit der Saison 2009 ist der Cellist Jan Vogler Intendant der Dresdner Musikfestspiele, der dem Festival neue Impulse gegeben hat. Seine Vorgänger waren Hartmut Haenchen (2002–2008), Torsten Mosgraber (interim/2000 bis 2002), Michael Hampe (1993 bis 2000), Mattis Dänhardt (1991–1993) und von 1977 bis 1991 Winfried Höntsch. Stellvertretender Intendant und Verwaltungsdirektor war von 1994 bis 2012 Jurist Kim Ry Andersen vom Königlichen Theater Kopenhagen. <ref>„Großdänischer“ Herr über Zahlen. In: Lausitzer Rundschau. 30. Mai 2012 (online, abgerufen am 25. April 2013). </ref> Das gleiche Amt übernahm von 2012 bis 2015 der Kulturmanager und Wirtschaftsjurist Markus Lutz.
Die Themen der Musikfestspiele seit ihrer Gründung
- 2016 Zeit
- 2015 Feuer Eis
- 2014 Die Goldenen 20er
- 2013 Empire
- 2012 Herz Europas
- 2011 Fünf Elemente
- 2010 Russlandia
- 2009 Neue Welt
- 2008 Utopia
- 2007 Landschaften
- 2006 Glauben - Verständnis, Toleranz, Kritik
- 2005 Lust am Fremden
- 2004 Sagenhaftes
- 2003 Wagner & Wolf
- 2002 Sehnsucht und Abschied
- 2001 Aufbruch
- 2000 Barock & Jazz
- 1999 España
- 1998 Die Macht der Musik
- 1997 Italiener in Elbflorenz
- 1996 Aufklärung - Traum der Vernunft
- 1995 Apokalypse
- 1994 Sachsens Glanz - Das Augusteische Zeitalter
- 1993 Tanzpodium
- 1992 Oper in Dresden - Kunst für Europa
- 1991 Das Erbe Mozarts in Dresden
- 1990 Russische Klassik - Sowjetische Moderne
- 1989 Vier Jahrzehnte sozialistische Musikkultur
- 1988 Verdi und Wagner in Dresden
- 1987 Die italienische Oper in Dresden
- 1986 Carl Maria von Weber und der Gedanke der Nationaloper
- 1985 Semperoper - Tradition und Gegenwart
- 1984 Begegnungen mit Tanz
- 1983 Dresdner Operntraditionen
- 1982 Musiktheater für Kinder
- 1981 Mozart als Musikdramatiker
- 1980 Tanztheater heute
- 1979 Oper des 20. Jahrhunderts
- 1978 Kammeroper
Festspielpreis
Seit 2004 wird zusammen mit der Uhrenmanufaktur Glashütte Original der mit 25.000 Euro dotierte Glashütte Original MusikFestspielPreis verliehen. Geehrt werden Persönlichkeiten aus der Musikwelt, die sich um die Förderung von Nachwuchsmusikern oder der Vermittlung von klassischer Musik verdient gemacht haben. Von 2004 bis 2009 wurde der Preis noch unter dem Namen SAECULUM verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Kurt Masur, John Neumeier, Joachim Herz, Gidon Kremer, Christa Ludwig, Gustavo Dudamel, Valery Gergiev, die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle. 2012 wurde die Pianistin Hélène Grimaud für ihr Engagement für das »Internationale Kindercamp Villa Sans Souci« ausgezeichnet. Die Ehrung der portugiesischen Fado-Sängerin Mariza mit dem Glashütte Original MusikFestspielPreis bildete den krönenden Abschluss der Dresdner Musikfestspiele 2015.
Preisträger
- 2004 Kurt Masur
- 2005 John Neumeier
- 2006 Joachim Herz
- 2007 Gidon Kremer
- 2008 Christa Ludwig
- 2009 Gustavo Dudamel
- 2010 Valery Gergiev
- 2011 Berliner Philharmoniker und deren Chefdirigent Sir Simon Rattle
- 2012 Hélène Grimaud
- 2013 Thomas Quasthoff
- 2014 Hilary Hahn
- 2015 Mariza
Weblinks
Belege
<references />