Exciter (Band)


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Exciter
Exciter 2005
Allgemeine Informationen
Herkunft Ottawa, Kanada
Genre(s) Speed Metal, Thrash Metal
Gründung 1978 als Hell Razor
Website http://www.longlivetheloud.com/
Aktuelle Besetzung
Exciter
Gesang
Kenny „Metal Mouth“ Winter (seit 2006)
Bass
Rob „Clammy“ Cohen (seit 2004)
Schlagzeug
Rick Charron (seit 1996)
Exciter Im Original Line-Up
Gesang, Schlagzeug
Dan Beehler (bis 1993, seit 2014)
Bass
Allan James Johnson (bis 1988, seit 2014)
John Ricci (bis 1985, seit 1991)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Shmoulik Avigal (1986)
Gesang
Jimmy (auch: Jimi) Kunes (1988)
Gesang
Rob Malnati (1988)
Gitarre
Brian McPhee (1985–1988)
Bass
David Ledden (1991–1992)
Bass
Jeff McDonald (1993)
Bass
Marc Charron (1996–2002)
Gesang
Jacques Bélanger (1996–2001, 2003–2006)
Gesang
Steve D. Carter (1999)
Gesang
Rob Degroot (2003)
Bass
Paul Champagne (2002–2003)

Exciter ist eine mit Beginn der 1980er Jahre in Erscheinung getretene kanadische Speed-Metal-Band. Sie gilt heute als einer der Vorreiter des Thrash Metal, der ebenfalls in den frühen 1980er Jahren aufkam.<ref name="Allmusic">Eduardo Rivadavia: Exciter. Biography by Eduardo Rivadavia. In: allmusic.com. Abgerufen am 21. Februar 2015 (english).</ref>

Bandgeschichte

1978–1990

Exciter wurde 1978 unter dem Namen Hell Razor in Ottawa gegründet.<ref name="Allmusic" /><ref name="IP"> M. In: Rock Hard. Nr. 66, November 1992, News, S. 8.</ref> Das Live-Album war nach drei Bootlegs das erste offizielle Live-Album.<ref name="US Metal 3" /> Es besteht nur aus Liedern der ersten drei Alben, die melodischen Stücke wurden ausgespart.

Nachdem zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Konsequenzen zuvor schon Ricci und Johnson eine Krise wegen des erlahmenden Banderfolges durchlebt hatten, hatte ein ähnliches Gefühl der Resignation Beehler – laut Ricci nach der Rage-Tour auf dem Heimflug – überkommen, wodurch die Band nun fürs erste auf Eis lag.<ref name="RH129" />

1996–2013

1996, nach dreijähriger Pause, zeigte sich die Band wieder in neuer Besetzung, die aus John Ricci (Gitarre), Jacques Bélanger (Gesang), Rik Charron (Schlagzeug) und dem mit ihm nicht verwandten Marc Charron (Bass) bestand.<ref name="Allmusic" /> Bereits von 1985 bis 1990, als Ricci nicht der Formation angehört und mit Blackstar die Region bespielt hatte, hatte Bélanger an seiner Seite gestanden.<ref name="IP" /><ref name="RH129" /> 1997 erschien das Album The Dark Command auf dem französischen Label Osmose Productions, das zu dieser Zeit vor allem Black-Metal-Bands unter Vertrag hatte.<ref name="musicmight" /><ref name="RHEnz" /><ref name="IP" /> Ende November tourte Exciter zusammen mit Anvil und Flotsam and Jetsam durch Deutschland.<ref name="IP" /> Im März 1999 verkrachten sich Ricci und Bélanger dermaßen, dass es zur Trennung kam.<ref name="RH145"> Michael Rensen: Not very excited. In: Rock Hard. Nr. 145, Juni 1999, News – Meldungen aus dem metallischen Paralleluniversum, S. 6.</ref> Bereits im Spätersommer 1998 war die Veröffentlichung eines neuen Albums angekündigt worden. Durch die Trennung verzögerte sich diese jedoch noch weiter.<ref name="US Metal 3" /> Neuer Sänger wurde im Mai Steve D. Carter, der von 1990 bis 1992 in Ottawa bei der Band Dead Calm aktiv gewesen war.<ref> Alles wieder im Lot beim kanadischen Metal-Urgestein Exciter. In: Rock Hard. Nr. 146, Juli 1999, News – Meldungen aus dem metallischen Paralleluniversum, S. 14.</ref> Nach einer Aussprache im September war der alte Zustand wiederhergestellt.<ref name="RH161"> Wolfgang Schäfer: Exciter. Kreischen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. In: Rock Hard. Nr. 161, Oktober 2000, S. 66 f.</ref><ref name="MH9/2000"> Detlef Dengler: Aggression aus Frustration. In: Metal Hammer. September 2000, S. 44 f.</ref> Daraufhin konnten die Gesangsparts für Blood of Tyrants, das – neben der Sängerabsenz auch wegen eines Studiowechsels<ref name="MH9/2000" /> – etwas verspätet im Juli 2000 ausgeliefert wurde, von Bélanger eingesungen werden.<ref name="RH161" /> Im selben Jahr spielte die Band auf dem Bang Your Head.<ref>EXCITER 2000. In: bang-your-head.de. Abgerufen am 22. Februar 2015.</ref> 2001 folgte ein weiterer Festivalauftritte, dieses Mal auf dem Wacken Open Air.<ref>Bands. In: wacken.com. Abgerufen am 22. Februar 2015.</ref> Aufgrund künstlerischer Differenzen verließ der Sänger im September 2001<ref name="laut" /> erneut die Band, 2002 folgte der Ausstieg von Marc Charron.

Die neue Besetzung mit John Ricci, Rik Charron und den im Winter 2002/2003 hinzugestoßenen Bandmitgliedern Rob Degroot (Gesang) und Paul Champagne (Bass) wurde 2003 bekanntgegeben.<ref name="musicmight" /> Kaum drei Monate Mitglied, stieg Degroot wieder aus.<ref name="musicmight" /> Mit Rückkehrer Jacques Bélanger wurde schnell Ersatz gefunden. Im Juni 2003 stieg wiederum der neue Bassist aus.<ref name="musicmight" /> 2004 erschien New Testament. Das Album enthält neue Versionen alter Lieder. Die Bass-Spuren wurden von John Ricci eingespielt, bevor mit Rob „Clammy“ Cohen<ref name="laut" /> noch im selben Jahr ein neuer Bassist einstieg. Unterdessen mischte der ebenfalls aus Ottawa stammende Annihilator-Bandchef Jeff Waters die frühen Platten neu ab, da diese allesamt neu aufgelegt werden sollten.<ref name="musicmight" /><ref name="laut" /> 2005 spielte die Gruppe erneut auf dem Bang Your Head.<ref>EXCITER 2005. In: bang-your-head.de. Abgerufen am 22. Februar 2015.</ref> Im September desselben Jahres betrachtete Dan Beehler, der doch nicht von seiner Passion hatte lassen konnte, sein schlicht Beehler getauftes Bandprojekt als gescheitert.<ref name="musicmight" />

Im April 2006 schied aus der Exciter-Gruppe wieder einmal der Sänger aus und wurde durch Kenny „Metal Mouth“ Winter ersetzt.<ref name="musicmight" /><ref name="laut" /> Der New Yorker wurde aufgenommen, nachdem es mit fünf Kandidaten aus Ottawa nicht recht hatte klappen wollen.<ref name="MH5/2008"> Detlef Dengler: Exciter. Sture Metal-Pioniere. In: Metal Hammer. Mai 2008, S. 47.</ref> Deshalb war die Formation erst im Oktober wieder komplett.<ref name="musicmight" /> 2007 trennte sich die Band von Osmose Productions.<ref name="MH5/2008" /> 2008 spielte die Band auf dem Rock-Hard-Festival in Gelsenkirchen. Ende Februar 2008 veröffentlichte sie ihr nächstes Album Thrash Speed Burn bei Massacre Records.<ref name="laut" /> Im selben Jahr spielte die Gruppe auf dem Rock Hard Festival.<ref>History2008. In: rockhard.de. Abgerufen am 22. Februar 2015.</ref> Zweieinhalb Jahre später war das nächste Werk Death Machine fertiggestellt.<ref name="laut" /> 2012 spielte die Band auf dem 70000 Tons of Metal.<ref>LINE UP & STATS 2012. In: 70000tons.com. Abgerufen am 22. Februar 2015.</ref>

Seit 2014

2014 verkündete die Band überraschend, ohne John Ricci weiterzumachen, da dieser ausgestiegen ist. Somit besteht die Band nicht nur ohne Originalmitglied, sondern auch ohne ein Mitglied, das auf einem der ersten sieben Alben zu hören ist. Es wurde behauptet, er wolle sich vom Musikgeschäft zurückziehen.<ref> – oder aber auch konventionelle Muster – Managern, Veranstaltern, Merchandisern und falschen Freunden“ und benannten das Stück nach dem englischen Idiom für „Jeder-gegen-jeden“ Dog Eat Dog.<ref name="MH6/92" />

Allgemein gab Beehler an, die musikalische Aggressivität bezögen sie aus der Unzufriedenheit mit der Mittelklasse, der sie entstammten und die üblicherweise „verwöhnte Arschlöcher“ hervorbringe. Die Texte erzählten von den Schattenseiten des Lebens, von Hass, Gewalt und Verbrechen. „Und die Botschaft darin lautet, sich dagegen zur Wehr zu setzen, für seine Rechte einzutreten, daran zu glauben, was man selbst tut.“<ref name="RH62" />

Diskografie

Alben

Live-Alben und Kompilationen

  • 1993: Better Live Than Dead (Live-Album, Bleeding Hearts Records)
  • 2004: New Testament (Neueinspielungen, Osmose Productions)

EPs

  • 1985: Feel the Knife (Music for Nations)

Demoaufnahmen

  • 1980: World War III
  • 1983: Under Attack
  • 1983: Heavy Metal Maniac

Weblinks

Einzelnachweise

<references />