Graue Quecksilbersalbe


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Die Graue Quecksilbersalbe (lat: Unguentum hydrargyri cinereum) war ein traditionelles Heilmittel u. a. gegen Syphilis. Heute wird die Salbe nicht mehr verwendet, da sie Quecksilbervergiftungen verursacht, die weniger durch die Aufnahme des Quecksilbers durch die Haut als vielmehr durch die Inhalation der Quecksilberdämpfe verursacht wurde.<ref> Burger, A. & H. Wachter (Neubearb.), Hunnius: Pharmazeutisches Wörterbuch, 8. Auflage, Berlin/New York, Walter de Gruyter, 1998, S. 1423 f.</ref> Zur Herstellung wurden 30 Teile Quecksilber, 5 Teile Wollwachs und ein Teil Olivenöl miteinander verrieben, bis keine Kügelchen des Quecksilbers mehr sichtbar waren.<ref>DAB6, 1926.</ref> Anschließend wurde eine Mischung aus geschmolzenem Schweineschmalz (40 Teile) und Hammeltalg (24 Teile) zugefügt.

In die Literatur eingegangen ist die Graue Salbe in Daddeldus Lied an die feste Braut von Joachim Ringelnatz.<ref>Joachim Ringelnatz:Daddeldus Lied an die feste Braut. Joachim Ringelnatz: Kuttel Daddeldu – Kapitel 4. In: Projekt Gutenberg-DE.</ref>

Einzelnachweise, Fußnoten

<references />

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