Katie Holmes


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Katie Holmes (* 18. Dezember 1978 in Toledo, Ohio als Kate Noelle Holmes) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Joey Potter in der Fernsehserie Dawson’s Creek. Durch diese Rolle, die erst ihre zweite Fernsehrolle war, wurde sie ein Star. Sie spielte unter anderem in den Kinofilmen Tötet Mrs. Tingle!, Nicht auflegen! und Batman Begins mit. Außerdem spielte sie 2008 am Broadway in Arthur Millers Stück All My Sons.

Leben und Karriere

Holmes wurde katholisch getauft. Sie ist die jüngste Tochter von Kathleen A. und Martin Joseph Holmes und hat vier Geschwister (drei Schwestern und einen Bruder). Ihr Vater ist ein auf Scheidungen spezialisierter Anwalt. Sie wuchs in einem Stadtteil von Lucas County in Ohio auf. Ihre Geschwister sind Tamera (* 1968), Holly Ann (* 1970), Martin (* 1970), und Nancy Kay (* 1975). Sie besuchte wie ihre Mutter die Mädchenschule Notre Dame Academy in Toledo, Ohio. Im St. John’s Jesuit, einer benachbarten Jungenschule, trat sie in verschiedenen Musicals auf, unter anderem als Kellnerin in Hello, Dolly! und als Lola in Damn Yankees.

Mit 14 Jahren erhielt Holmes Unterricht in einer Modelschule in Toledo. Die Leiterin der Modelschule Margaret O’Brien meldete sie 1996 zu einem Talentwettbewerb an, der sie nach New York City führte. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde ein Talentsucher auf Katie Holmes aufmerksam, der sie zum Vorsprechen nach Los Angeles einlud. In Los Angeles erhielt sie die kleine Rolle der Libbets Casey in dem 1997 in Cannes ausgezeichneten Film Der Eissturm (Originaltitel: The Ice Storm) neben Sigourney Weaver, Tobey Maguire, Elijah Wood und Christina Ricci.

Danach lehnte sie die Titelrolle der Buffy Summers in Buffy – Im Bann der Dämonen ab, um die Highschool zu beenden, sandte aber später ein Heimvideo als Bewerbung für die Rolle der Joey Potter in Dawson’s Creek ein. Der Produzent der Serie, Paul Stupin, sagte später, als er das Video sah, wusste er, dass Katie Holmes Joey Potter sei. In der Serie, die zwischen 1998 und 2003 produziert wurde, erhielt Holmes diese Rolle, die ihr den Durchbruch und internationale Anerkennung brachte.

2008 startete Holmes als Designerin mit Jeanne Yang ihre ersten Modelinie Holmes & Yang. Für Herbst 2012 ist die erste Präsentation der Kollektion auf der New York Fashion Week vorgesehen. Verkauft werden soll die hochpreisige Marke über die US-Kaufhauskette Barney’s New York.<ref>http://www.examiner.com/article/katie-holmes-cruises-past-tom-heading-for-ny-fashion-week-1?cid=rss</ref>

Filmkarriere

Ihre erste Hauptrolle erhielt Holmes 1998 in dem Film Tötet Mrs. Tingle!, einem Thriller des Scream-Autors Kevin Williamson über drei Jugendliche, die von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt werden. Als sie ihre Lehrerin zur Rede stellen wollen, eskaliert die Situation. Sie erhielt für diese Rolle einen MTV Movie Award als beste Newcomerin. Ihre eigene Meinung zu dem Film war allerdings: „Einfach furchtbar.“ Im Jahr 1999 spielte sie in Doug Limans Film Go eine desillusionierte Supermarktangestellte. Go! ist ein Episodenfilm, der eine Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Das verbindende Element ist ein Drogendeal, der harmlos beginnt, durch das Mitwirken von Undercovercops, verschiedenen Gangstern und die Unerfahrenheit der beteiligten Hauptfiguren jedoch außer Kontrolle gerät.

In Die WonderBoys (2000) nach dem gleichnamigen Roman von Michael Chabon hatte Holmes nur eine kleine Rolle (während sechseinhalb Minuten war sie im Film zu sehen). Sie spielte eine talentierte Studentin, die ihrem Professor Grady Tripp (Michael Douglas) nachstellt. Im Film The Gift – Die dunkle Gabe (2000) spielte sie das genaue Gegenteil von Joey Potter aus Dawson’s Creek, ein reiches Mädchen, das mit jedem ins Bett steigt – angefangen von einem Frauen schlagenden Soziopathen (Keanu Reeves) über einen Staatsanwalt (Gary Cole) bis hin zu ihrem späteren Mörder (Greg Kinnear). Regie führte Sam Raimi, die Hauptdarstellerin war Cate Blanchett. In Abandon (2002), geschrieben vom Oscargewinner Stephen Gaghan, war Holmes eine mörderische Collegestudentin mit Namen Katie. Dieser Film wurde in Deutschland nicht im Kino gezeigt, sondern ausschließlich bei Premiere ausgestrahlt.

In Nicht auflegen! spielte Holmes 2002 die Geliebte eines windigen Geschäftsmannes, gespielt von Colin Farrell, und in The Singing Detective 2003 neben Robert Downey Jr. und Mel Gibson eine Krankenschwester. Ihre nächste Hauptrolle hatte sie in Pieces of April – Ein Tag mit April Burns (2003), in dem sie als Punkmädchen zu sehen war, das zu Thanksgiving Besuch von ihrer biederen Familie bekommt. In First Daughter – Date mit Hindernissen (2004) war sie die Tochter des Präsidenten. Weitere Hauptdarsteller waren Michael Keaton als ihr Vater und Marc Blucas als ihr Leibwächter und Verehrer.

2005 spielte sie in Batman Begins die junge Staatsanwältin Rachel Dawes, die mit Bruce Wayne bereits seit ihrer Kindheit eng befreundet ist. Für diese Rolle wurde sie als schlechteste Nebendarstellerin für die Goldene Himbeere nominiert. In der Fortsetzung The Dark Knight trat sie nicht mehr auf<ref>Katie Holmes steigt aus „The Dark Knight“ aus. In: batmannews.de, 26. Januar 2007.</ref>, stattdessen übernahm Maggie Gyllenhaal die Rolle. 2006 spielte sie in der Filmversion von Christopher Buckleys Satire Thank You for Smoking eine Reporterin, die einen Tabaklobbyisten (gespielt von Aaron Eckhart) verführt, um ihre eigene Karriere voranzutreiben.

2011 spielte sie in dem Fernsehmehrteiler Die Kennedys die Präsidentengattin Jackie Kennedy. Die Sendung war in den USA nicht unumstritten, die Ausstrahlung wurde von mehreren Sendern abgelehnt.<ref>Alexander Krei: Ab Ende Juli: Arte zeigt Miniserie "The Kennedys". In: DWDL.de. 1. Juni 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.</ref> Von November 2012 bis Januar 2013 übernahm Holmes am Broadway in Theresa Rebecks Stück Dead Accountants eine der Hauptrollen. Das Stück erhielt gemischte bis schlechte Kritiken und wurde nach weniger als zwei Monaten wieder abgesetzt.<ref>Erik Piepenburg: ‘Dead Accounts’ to Close on Broadway. In: The New York Times. 27. Dezember 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.</ref>

Persönliches

Holmes verlobte sich Anfang 2004 mit ihrem langjährigen Freund Chris Klein, von dem sie sich allerdings im folgenden Jahr trennte.

Einige Wochen später begann sie im April 2005 eine Beziehung mit dem 16 Jahre älteren Schauspieler Tom Cruise. Im Juni 2005, zwei Monate nachdem sich die beiden kennengelernt hatten, machte Cruise Holmes einen Heiratsantrag. Zu Beginn der Beziehung wurde vielfach darüber spekuliert, ob die Beziehung nicht nur für Promotionszwecke inszeniert wurde. Später wurde sie dafür kritisiert, dass sie den Glauben ihres Verlobten und späteren Ehemanns annahm, der bekennender Scientologe ist. Am 18. April 2006 wurde ihre gemeinsame Tochter in Los Angeles geboren. Am 18. November 2006 heiratete sie Cruise im italienischen Bracciano im Castello Orsini-Odescalchi. Die Eheschließung wurde nach einem Scientology-Ritus abgehalten.

Im Juni 2012 beantragte Holmes die Scheidung und das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter.<ref>Tom Cruise und Katie Holmes lassen sich scheiden. In: Welt Online, 29. Juni 2012.</ref><ref>http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article107616366/Katie-Holmes-und-Tom-Cruise-lassen-sich-scheiden.html</ref> Nach Auskunft von Holmes' Anwalt Jonathan Wolfe einigten sich beide im Juli 2012 auf eine Scheidung und Cruises Kontakt zur gemeinsamen Tochter. Die Trennung des Hollywood-Paars wurde von großem Interesse und Spekulationen in den Medien begleitet.<ref>http://www.focus.de/panorama/boulevard/tom-cruise-und-katie-holmes-scheidungspapiere-unterschrieben_aid_779441.html</ref><ref>http://edition.cnn.com/2012/07/09/showbiz/cruise-holmes-divorce/index.html</ref><ref> http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article108220657/Cruise-und-Holmes-unterschreiben-Trennungspapier.html</ref>

Seither gibt es Indizien, dass sich Holmes wieder zur römisch-katholischen Kirche bekennt.<ref>Katie Holmes Returns To Catholic Church Huffington Post, 11. Juli 2012</ref>

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Commons Commons: Katie Holmes – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />