Ley


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25px Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ley (Begriffsklärung) aufgeführt.
Datei:Loreley LOC.jpg
Loreley am Rhein, um 1900

Ley (die Ley, Plural: die Leyen) ist ein altes Wort für Fels oder Klippe.

Etymologie

Ley, auch Lay, Lei, Lai, Laige<ref>Friedrich Woeste: Wörterbuch der westfälischen Mundart. Leipzig, 1882, S. 155 (online)</ref> oder Lägge<ref>Reinhard Pilkmann-Pohl: Plattdeutsches Wörterbuch des kurkölnischen Sauerlandes. Strobel-Verlag, Arnsberg 1988.</ref>, nach Grimm Leie, ist eine im rheinischen und niederdeutschen Sprachraum häufig anzutreffende Bezeichnung für Fels. Das Wort stammt aus Altsächsisch lêia. Es bezieht sich insbesondere auf „Felsabbrüche“ und „Felswände“, insbesondere aber „Felsplatte“. Des Weiteren findet es sich auch im Sinne „Schiefergestein“ oder „Tonschiefer(Leienstein), wie auch gebrochen als „Schiefertafel“ als Schreibutensil oder „Schieferplatte“ in der Dachdeckerei (Leiendecker), niederländisch leyde, leye.<ref name="Grimm-Leie"> Eintrag LEIE,LEI, f. fels, stein. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854-1960 (dwb.uni-trier.de)</ref>

Nach Meinung der Keltologen der Universität Trier kommt der Begriff abgewandelt vom gallischen (keltischen) Wort lika, likka mit der Bedeutung Steinplatte.<ref>Forum Keltic Studies zu Lei</ref>

Neben natürlichen Felswänden werden auch künstliche Steinbrüche, wie etwa die Basalt-Steinbrüche der Eifel, als Ley oder Lay bezeichnet. Die dort tätigen Arbeiter wurden Layer genannt.<ref>Vulkanschule: Die Museumslay. Vulkanpark, Nationaler Geopark Vulkanland Eifel, abgerufen am 26. Mai 2015.</ref>

Beispiele

Einzelnachweise

<references/>