Maackia
Maackia | ||||||||||||
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Blütenstand von Maackia fauriei
Blütenstand von Maackia fauriei | ||||||||||||
Systematik | ||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
Maackia | ||||||||||||
Rupr. |
Maackia, auf Deutsch auch Gelbholz genannt, ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist in Ostasien beheimatet. Das Asiatische Gelbholz (Maackia amurensis) wird in den Gemäßigten Breiten als Zierpflanze verwendet.
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Maackia-Arten sind sommergrüne Bäume und Sträucher. Die graubraune Rinde der Zweige besitzt längliche, braune Lentizelle (Korkporen). Die achselständigen Knospen sind bei einer Größe von 5 bis 7 Millimetern breit-eiförmig und zugespitzt und werden von zwei sich überlappenden, dunkel violettbraunen und weiß behaarten Knospenschuppen bedeckt. Endknospen fehlen, die „Subterminalknospen“ wirken jedoch endständig.
Die gegen- oder wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Die gegenständig oder fast gegenständig angeordneten Fiederblättchen besitzen nur kurze Stiele. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in aufrechten, dichten, traubigen Blütenständen, die meist endständige, einzeln oder in rispigen Gesamtblütenständen zusammengefasst sind. Es sind Hochblätter vorhanden. Die Blüten sind glockig und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist fünfzähnig. Die schmetterlingsblütenförmige Krone ist weiß bis grünlich-weiß. Die zehn Staubblätter sind an ihrer Basis etwas verwachsen. Das beinahe sitzende und stark behaarte einzige Fruchtblatt enthält nur wenige Samenanlagen. Der Griffel ist etwas gekrümmt, die Narben sind klein und endständig.<ref name="FdG" /><ref name="FoC"/>
Die geraden bis gebogenen Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 3,5 bis 5 Zentimetern länglich-linealisch sowie stark abgeflacht und enthalten ein bis fünf Samen. Die hellbraunen Samen sind lang flach, elliptisch und 6 Millimeter lang.<ref name="FdG" /><ref name="FoC"/>
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Maackia wurde 1856 durch Franz Josef Ruprecht aufgestellt.<ref name="Tropicos" />
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Maackia erstreckt sich über Ostasien. Von den etwa zwölf Arten kommen sieben in China vor, sechs davon nur dort.<ref name="FoC"/>
Die Gattung Maackia gehört zur Tribus Sophoreae in der Unterfamilie der Faboideae innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="GRIN" /> Der botanische Name Maackia erinnert an den russischen Naturforscher Richard Maack (1825–1886).<ref name="FdG"/> Ein Synonym der Gattung ist Buergeria Miq. <ref name="GRIN"/>.
Der Gattung Maackia enthält neun<ref name="ILDIS" /> bis zwölf<ref name="FoC" /> Arten:
- Asiatisches Gelbholz (Maackia amurensis Ruprecht & Maxim.): Es ist in Ostasien verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Maackia australis (Dunn) Takeda: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Guangdong und Hainan vor.<ref name="ILDIS" />
- Maackia chekiangensis S.S.Chien: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Anhui, Jiangxi und Zhejiang vor.<ref name="ILDIS" />
- Maackia ellipticocarpa Merr.: Sie kommt nur in Hongkong vor.<ref name="ILDIS" />
- Maackia floribunda (Miq.) Takeda (Syn.: Maackia fauriei (H.Lév.) Takeda): Die Heimat ist Japan, Korea und Taiwan.<ref name="ILDIS" />
- Maackia hupehensis Takeda (Syn.: Maackia chinensis Takeda): Sie ist in China verbreitet.<ref name="GRIN"/><ref name="ILDIS" />
- Maackia hwashanensis W.T.Wang ex C.W.Chang: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Henan und Shaanxi vor.<ref name="ILDIS" />
- Maackia tashiroi (Yatabe) Makino: Die Heimat ist Taiwan, Japan und die Ryūkyū-Inseln.<ref name="ILDIS" />
- Maackia tenuifolia (Hemsley) Handel-Mazzetti: Sie ist in China verbreitet.<ref name="ILDIS" />
Verwendung
Das Asiatische Gelbholz (Maackia amurensis) wird in den Gemäßigten Breiten als Zierpflanze verwendet.<ref name="FdG"/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 396.
Einzelnachweise
<references> <ref name="FdG"> Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 396.</ref> <ref name="FoC"> Bojian Bao, Michael A. Vincent: Maackia, S. 95–97 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010.</ref> <ref name="GRIN"> Maackia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 2. April 2010.</ref> <ref name="Tropicos"> Maackia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 22. November 2015.</ref> </references>
Weblinks
- Maackia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis