Ruhrgau


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Der Ruhrgau, auch Duisburggau<ref>Xanten im frühen und hohen Mittelalter. Sagentraditionen - Stiftsgeschichte - Mittelalter, Seite 27: "...in pagis Diuspurch et Keldaggouwe...Mit dem Duisburggau ist wohl der alte Ruhrgau gemeint. Die Namensänderung dürfte nach U. Nonn auf der gestiegenen Bedeutung Duisburgs seit dem 10. Jh. beruhen."</ref> genannt, war eine mittelalterliche fränkische Gaugrafschaft am Unterlauf der Ruhr. Zum Ruhrgau gehören die Gebiete der heutigen Städte Essen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr, also das rechte Ufer des Rheins mindestens von der Mündung der Düssel bis zur Mündung der Ruhr, an der die Stadt Duisburg lag. Er wurde eingerichtet, nachdem die Franken die Sachsen unterworfen hatten, und dabei offenbar dem rechtsrheinischen Teil des Ripuariergaus zugeschlagen. Noch im 9. Jahrhundert wurde der Ruhrgau häufig als Ripuarien bezeichnet, bevor sich die neuere Bezeichnung durchsetzen konnte.

Da der Ruhrgau nicht nur in der älteren Literatur häufig mit dem Rurgau verwechselt wird, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.

Grafen im Ruhrgau waren:

Literatur

  • Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, 7. Lieferung, IV.9: Die mittelalterlichen Gaue, 2000, 1 Kartenblatt, 1 Beiheft, bearbeitet von Thomas Bauer, ISBN 3-7927-1818-9

Einzelnachweise

<references />