Verliebt und vorbestraft
Filmdaten | |
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Originaltitel | Verliebt und vorbestraft |
Produktionsland | DDR |
Originalsprache | Deutsch |
Erscheinungsjahr | 1963 |
Länge | 93 Minuten |
Stab | |
Regie | Erwin Stranka |
Drehbuch | Erwin Stranka Heinz Kahlau |
Produktion | DEFA |
Musik | Georg Katzer |
Kamera | Erich Gusko |
Schnitt | Lena Neumann Bärbel Weigel |
Besetzung | |
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Verliebt und vorbestraft (Produktions- bzw. Arbeitstitel: Kuckuckseier und Zweimal Hanne)<ref>DEFA - Stiftung - Filme. In: defa-stiftung.de. Abgerufen am 9. August 2015. </ref> ist ein Liebesfilm des Regisseurs Erwin Stranka, der auch am Drehbuch mitwirkte, aus dem Jahr 1963. In der Hauptrolle verkörpert Doris Abeßer die junge Praktikantin Hannelore.
Inhaltsverzeichnis
Handlung
Die junge Praktikantin Hannelore kommt direkt von der Bauakademie und soll in der Brigade des Baudienstleisters Fröhlich erste Erfahrungen am Bau sammeln. Erschwerend kommt hinzu, dass Hannelore ihrer Zeit weit voraus ist und als einzige Frau in dieser Männerdomäne Position beziehen möchte. Die Männer vom Bau, die gerade dabei sind, einen Häuserkomplex am Strausberger Platz in Berlin zu erstellen, sind standesgemäß nicht sehr erfreut über eine Frau in ihrer Runde. Eine Ausnahme bildet dabei jedoch Hanne (dargestellt von Horst Jonischkan), der, nicht nur wegen der Namensähnlichkeit, von Anfang an eine sehr große Sympathie für Hannelore entwickelt hat.
Am Maifeiertag betrinkt sich Hanne und zettelt eine Prügelei an. In der Folge wird er von der Polizei verhaftet. Des Weiteren wird ihm von den Behörden unterstellt, einen bisher ungeklärten Raubüberfall begangen zu haben. Hier kommt wieder Hannelore ins Spiel. Da sie weiß, dass Hanne mit dem Raubüberfall nichts zu tun hat, mobilisiert sie seine Kollegen, ihm aus dieser Situation zu helfen und die Sachlage gegenüber den ermittelnden Behörden aufzuklären. Der Umstand, dabei erneut in eine reine Männerdomäne einzutreten, ist auch für sie neu und zunächst auch unangenehm.
Die Handlung wendet sich aber, als sich herausstellt, dass Hannes Kollegen sehr wohl auch in der Lage sind, sich auf neue Herausforderungen einzustellen, denn nun stehen Hannes Arbeitskollegen nicht nur hinter Hanne, sondern auch hinter Hannelore.
In der Folge werden alle unklaren Sachverhalte aufgeklärt und die Handlung des Films nimmt ein gutes Ende. Entsprechend haben Hannelore und „ihr“ Hanne fortan gemeinsame Zukunftsaussichten.
Produktionsnotizen
Das Szenarium entstammt der Feder von Heinz Kahlau und Martha Ludwig. Im Berliner Kino Babylon wurde der Film am 8. November 1963 uraufgeführt. Im DFF wurde er am 23. Oktober 1964 erstmals ausgestrahlt. Am 21. September 1996 wurde Verliebt und vorbestraft erstmals im ORB gesendet.<ref name="zt1">Zweitausendeins. Filmlexikon FILME von A-Z - Verliebt und vorbestraft. In: zweitausendeins.de. Abgerufen am 9. August 2015. </ref>
Den anschließenden Verleih übernahm der Progress Film-Verleih.<ref>Verliebt und vorbestraft. In: filmportal.de. Abgerufen am 9. August 2015. </ref>
Sonstiges
Verliebt und vorbestraft war der erste Kinofilm, der unter der Regie von Erwin Stranka entstand. Stranka studierte zuvor an der Filmhochschule in Prag.<ref name="zt1" />
Kritiken
„Trotz mancher Einfallsarmut des Buches frisch und locker inszenierter Liebesfilm, der in seinem improvisiert wirkenden Gestus sichtlich mit den frühen Arbeiten der "tschechischen Neuen Welle" korrespondiert.“
Weblinks
- Verliebt und vorbestraft in der Internet Movie Database (englisch)
- Veliebt und vorbestraft bei film-zeit.de
Einzelnachweise
<references />