Ammoniummagnesiumphosphat


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Strukturformel
Ammoniumion Magnesiumion Phosphation
Allgemeines
Name Ammoniummagnesiumphosphat
Summenformel NH4MgPO4
CAS-Nummer
  • 7785-21-9
  • 13478-16-5 (Hexahydrat)
Kurzbeschreibung

weiße Kristalle<ref name="alfa"/>

Eigenschaften
Molare Masse 137,32 g·mol−1 (wasserfrei)
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="alfa"/>
0.2 g/L <ref>Phillip Barak and Alysa Stafford: STRUVITE: A RECOVERED AND RECYCLED PHOSPHORUS FERTILIZER, abgerufen am 2. April 2014</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung <ref name=alfa/>
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​321​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze <ref name=alfa/>
EU-Gefahrstoffkennzeichnung <ref>Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.</ref><ref name="alfa">Datenblatt Ammoniummagnesiumphosphat bei AlfaAesar, abgerufen am 9. Februar 2010 (JavaScript erforderlich).</ref>
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Ammoniummagnesiumphosphat ist ein Salz aus Ammonium- und Magnesiumkationen und Phosphatanionen mit der Formel (NH4MgPO4 · x H2O). Es wird auch als Tripelphosphat bezeichnet.

Vorkommen

Die Verbindung kommt als Mineral Struvit beispielsweise in Guano vor und stammt oft aus menschlichen oder tierischen Abfallstoffen. Die Verbindung findet sich im Urinsediment. Des Weiteren kann sich Ammoniummagnesiumphosphat bei der Biogasproduktion in Trockenfermentations-Anlagen bilden.

Eigenschaften

Datei:Struvite crystals dog with scale 1.JPG
Ammoniummagnesiumphosphat-Kristalle im Urin eines Hundes.

Ammoniummagnesiumphosphat bildet farblose, in Wasser unlösliche, aber säurelösliche, stark lichtbrechende Kristalle, die in der Sargdeckel- oder sehr selten auch in Farnkrautform auftreten.<ref> Giovanni B. Fogazzi et al.: Urinalysis: Core Curriculum 2008. In: American Journal of Kidney Diseases. Nr. Vol. 51, Issue 6, 2008, S. 1052–1067 (Artikel).</ref>

Verwendung

Ammoniummagnesiumphosphat bildet sich bei der Nachweisreaktion von Magnesiumionen (Mg2+) mit Diammoniumhydrogenphosphat.<ref> E. Schweda: Jander/Blasius: Anorganische Chemie I - Einführung & Qualitative Analyse. 17. Auflage. Hirzel, 2012, ISBN 9783777621340, S. 301.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />