Asamer Holding
Asamer Holding AG | |
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Asamer Holding logo.svg | |
Rechtsform | Aktiengesellschaft |
Gründung | 1959 |
Sitz | Ohlsdorf, Österreich |
Mitarbeiter | 5500 (2010) |
Umsatz | 471 Mio. EUR (2009) |
Branche | Baustoffe |
Die Asamer Holding AG ist ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Ohlsdorf. Sein Kerngeschäft ist die Kies-, Zement- und Betonerzeugung. Daneben existieren Geschäftsbereiche für Immobilien und Tourismus.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Das Unternehmen wurde von Hans Asamer im Jahr 1959 in Ohlsdorf gegründet. Lange Zeit firmierte das Unternehmen als „Asamer & Hufnagl“, seit 2006 ist der Name der Konzernmutter „Asamer Holding AG“.
Asamer gilt als der größte Kieshersteller und der zweitgrößte Betonerzeuger in Österreich. Zweigbetriebe existieren unter anderem in Tschechien, in der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Rumänien, Bosnien, Serbien, Saudi-Arabien und Libyen.
Schulden und Teilung des Konzerns
Der Konzern hat mit Stand November 2013 140 Standorte in 19 Ländern. Sommer 2013 reihte das Wirtschaftsmagazin Trend die Familie Asamer mit einem geschätzten Vermögen von 600 Mio. Euro als 50. unter die reichsten Österreicher.
Das Nachrichtenmagazin profil berichtet am 18. November 2013, dass das Firmenkonglomerat der Familie rund 900 Mio. € Schulden hat. Davon betrifft etwa die Hälfte oder, wie ein Konzernsprecher bestätigt, 400 Mio. € die Holding. Die andere Hälfte entfällt auf Immobilien- und Tourismusprojekte des Unternehmensgründers Hans Asamer, die Anfang 2013 schon aus der Holding herausgelöst wurden. Auslöser war der Konjunktureinbruch in Osteuropa und der Krieg in Libyen, wo mehrere Zementwerke 2 Jahre lang still standen.
Nun soll der Konzern zerschlagen werden und nur mehr ein Kernbereich mit dem Namen „Asamer“ erhalten bleiben. Fast alle Firmen im Ausland werden ausgelagert, sollen Partner finden oder ganz verkauft werden.
Nur das Kerngeschäft in Österreich mit Werken in der Slowakei und in Bosnien-Herzegowina soll erhalten bleiben. Dazu gehören 23 Kies-, 18 Beton- und zwei Zementwerke mit einem Gesamtumsatz von 200 Millionen Euro. Das ist weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes von bisher 452 Mio. €.
Nachdem 2011 die Verbindlichkeiten 385 Mio. € betragen hatten wurde der deutsche Sanierer Jörn Trierweiler in den Vorstand geholt. Viele von 17 Banken dürften auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. <ref>http://ooe.orf.at/news/stories/2615150/ Asamer-Gruppe schrumpft auf Kernbereich, ORF.at vom 16. November 2013</ref>
Kontroversen
Die Wochenzeitschrift "Profil" zitierte im Jahr 2000 den Unternehmer Asamer zum Thema NS-Zwangsarbeiter-Entschädigung mit den Worten "Die Juden treiben's noch so weit, bis sie wieder eine auf den Deckel kriegen." Asamer entschuldige sich später. Die Aussage habe nicht seine Meinung wiedergeben, sondern "das, was man in vielen arabischen Ländern" sage. Auch seine Entscheidung, "sicher nichts" in den NS-Zwangsarbeiter-Entschädigungsfonds einzuzahlen, revidierte er.<ref>http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20000715_OTS0018/profil-asamer-entschuldigt-sich</ref>
Einzelnachweise
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