Helstar
Helstar | ||
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Allgemeine Informationen | ||
Herkunft | Houston, Texas, Vereinigte Staaten | |
Genre(s) | Heavy Metal, Power Metal | |
Gründung | 1981 oder 1982 als Black Rose, 1982 Umbenennung in Helstar, zwischen 1991 und 1995 Vigilante | |
Website | www.helstar.com | |
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Larry Barragan | ||
Paul Medina | ||
Hector Pavon | ||
John Diaz | ||
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Gesang |
James Rivera | |
Gitarre |
Larry Barragan | |
Gitarre |
Robert „Rob“ Trevino | |
Bass |
Gerald „Jerry“ Abarca | |
Schlagzeug |
Michael „Mikey“ Lewis | |
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Gitarre |
Tom Rogers (1983–1985) | |
Schlagzeug |
René Luna (1985–1987) | |
Gitarre |
André Corbin (1987–1990) | |
Schlagzeug |
Frank Ferreira (1987–1990) | |
Gitarre |
Aaron Garza (1990–unbekannt) | |
Schlagzeug |
Russel DeLeon (1990–unbekannt, 2006–2010) | |
Bass |
Mike Martin (1990–1994) | |
Gitarre |
D. Michael Heald (1995–unbekannt) | |
Gitarre |
Eric Halpern (2003–unbekannt) | |
Bass |
Mike LePond (2003–unbekannt, 2012–2013 als Abarca-Vertretung) | |
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Bass |
Gerrick Smith (seit 2014 als Abarca-Vertretung auf Amerika-Tourneen) | |
Bass |
Matej Sušnick (2010 für den Rest der Tour eingesprungen, seit 2014 als Abarca-Vertretung auf Europa-Tourneen und im Studio) |
Helstar ist eine US-amerikanische Heavy-Metal- beziehungsweise Power-Metal-Band, die 1982 in Houston, Texas, gegründet wurde und heute nur noch sporadisch in Erscheinung tritt.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Anfänge
Larry Barragan wollte als Jugendlicher Schlagzeuger werden. Sein älterer Bruder redete es ihm aus, weil er ihn so einschätzte, dass Larry eher ein Mann für den Mittelpunkt statt des Hintergrunds war. Er spielte ihm Platten von Bands vor, bei denen die elektrischen Gitarren dominierten, zum Beispiel Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath.<ref name="bloom">Charles England: Helstar / Eternity Black Guitarist Larry Barragan. In: fullinbloommusic.com. 2006, abgerufen am 21. November 2015 (english). </ref> Auf den Geschmack gekommen, verfolgte er die Gitarrenrockszene. Neben weiteren englischen Gruppen, und zwar den neueren der New Wave of British Heavy Metal, inspirierte ihn außerdem die kanadische Band Rush.<ref name="bloom" /> In der Folge sammelte er Erfahrungen in Coverbands.<ref name="RHEnz">Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard Enzyklopädie. 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren. Rock Hard GmbH, Dortmund 1998, ISBN 3-9805171-0-1, Helstar, S. 162 f.</ref><ref name="laut">Helstar. Laut.de-Biographie. In: laut.de. Abgerufen am 21. November 2015. </ref> Drei Jahre verbrachte er so damit, seine Gitarren-Spieltechnik zu verbessern.<ref name="bloom" /> Die letzte seiner Bands, Black Rose, wandelte sich langsam in Helstar um,<ref name="bloom" /> denn im Herbst 1982 beschlossen in ihrer Heimatstadt Houston, Texas,<ref name="laut" /><ref name="Rev6">Markus Buffo . Multiples of Black. In: Metal Hammer. Das internationale Hard Rock & Heavy Metal-Magazin. Mai 1995, CD, MC, LP, Reviews, S. 54.</ref>
The King of Hell weise zahlreiche NWoBHM-Momente auf und sei daher traditioneller Power/Heavy Metal, meint Popoff (Volume 4).<ref>Martin Popoff, David Perri: The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The ’00s. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2011, ISBN 978-1-926592-20-6, Helstar – The King of Hell, S. 215.</ref>
Thrash-Elemente fanden auf Glory of Chaos Eingang.<ref name="AFM" /><ref name="Edele" /><ref name="MH12-2010" /> Die Musik erinnere stellenweise entweder an Forbidden, Death Angel, Heathen, Nevermore oder Exodus, schreibt Michael Edele auf laut.de.<ref name="Edele" /> Marc Halupczok nennt in diesem Zusammenhang nur Nevermore im Metal Hammer.<ref name="MH12-2010" /> Mario Karl von Musik an sich fühlte sich lediglich an Forbidden erinnert. Es sei ein „fast pures Thrash-Metal-Album“ schrieb er auf der Website.<ref name="MASRiv" />
Deutliche Thrash-Anteile im Power-Metal-Konzept kennzeichnen This Wicked Nest.<ref name="metaltitans" /><ref name="MASBar" /> Bei Frank Thießies vom Metal Hammer fand dies keinen Anklang. Seiner Meinung zufolge ist das Material musikalisch uninspiriert und gesangstechnisch lächerlich.<ref>Frank Thießies: Helstar. This Wicked Nest. In: metal-hammer.de. 1. April 2014, abgerufen am 23. November 2015. </ref> Dabei meinte Barragan im Musik-an-sich-Interview: „Wir haben einen Weg gefunden James’ Stimme über die wirklich schweren Parts zu stülpen.“<ref name="MASBar" />
Textthemen
Anfangs lag der textliche Schwerpunkt noch auf erfundenen Welten statt unserer realen. „Die Texte sollen die Leute unterhalten. Wir schreiben zum Beispiel von Elfenköniginnen, über Fantasy also. Wir hinterfragen die Dinge aber auch, jedoch ohne dabei sozialkritisch zu werden. Wenn man den Fernseher anmacht, sieht man dauernd Leute, die sich irgendwie kritisch äußern. […] es ist nicht unsere Aufgabe, sowas auch noch in die 40 Minuten unserer Platte zu packen.“<ref name="Herr" /> Mit der Zeit gelangte man zu einer „erwachsenen“, das heißt einer gegenteiligen Sichtweise. Zunächst näherte man sich auf A Distant Thunder neben dem Verharren in Königs- und Drachengespinsten an heikle Themen an, indem man einen kritischen Song über Adolf Hitler schrieb.<ref name="Rev6" />
Martin Popoff beschreibt in The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 3: The Nineties die Textinhalte von Multiples of Black kurz und knapp als Konfrontationen mit dem bevorstehenden Weltuntergang.<ref>Martin Popoff: The Collector's Guide of Heavy Metal Volume 3: The Nineties. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2007, ISBN 978-1-894959-62-9, Helstar – Multiples of Black, S. 196.</ref> Sarkastisch sei der Albumtitel Glory of Chaos gemeint, erklärte Rivera in einem Interview. Wir würden in einem Chaos von verseuchter Umwelt, nicht enden wollenden Kriegen und bigotten Religionen leben, gegen die wir nichts unternehmen, weil wir das anscheinend ganz großartig finden. „[Wir haben] über die Dunkel-, die Traurig- und die Schlechtigkeit der Welt, in der wir leben, geschrieben“, meinte er abschließend.<ref name="MASRiv" /> Die Texte von This Wicked Nest haben sich Rivera und Barragan geteilt, wobei der Gitarrist mehr Texte verfasst hat als der Sänger. Politische Themen stehen im Vordergrund, und hierbei besonders der Aspekt der Korruption, dem Motor des Weltgeschehens, wie er findet.<ref name="metaltitans" />
Trevino fasste einmal die textliche Ausrichtung seiner Band mit den Worten zusammen, Helstar schreibe über Kriege und das Weltenende, immer wieder anders akzentuiert. Für den Hörer müsse das unweigerlich so klingen, als seien sie „ein Haufen alter angepisster Männer“ (wörtlich: „a bunch of old pissed-off men“).<ref name="ROA" />
Diskografie
- 1983: 1983 Demo (Demo, Eigenproduktion)
- 1983: Live Demo (Demo, Eigenproduktion)
- 1984: Burning Star (Album, Combat Records)
- 1986: Remnants of War (Album, Combat Records)
- 1988: A Distant Thunder (Album, Metal Blade)
- 1989: Nosferatu (Album, Metal Blade)
- 1990: Demotape ’90 (Demolition) (Demo, Eigenproduktion)
- 1991: Demo (Vigilante) (Demo, Eigenproduktion)
- 1993: 1993 Demo (Demo, Eigenproduktion)
- 1995: Multiples of Black (Album, Massacre Records)
- 2000: T’was the Night of a Helish X-Mas (Live-Album, Metal Blade)
- 2001: The James Rivera Legacy (bisher nicht offiziell veröffentlichtes Demomaterial, Iron Glory Records)
- 2007: Burning Alive (DVD, Perris Records)
- 2007: Sins of the Past (neu eingespielte Bandklassiker plus zwei neue Stücke, AFM Records)
- 2008: The King of Hell (Album, AFM Records)
- 2010: Rising from the Grave (2 Alben-Wiederveröffentlichungen mit DVD als 3-CD-Box-Set, Metal Blade)
- 2010: Glory of Chaos (Album, AFM Records)
- 2012: 30 Years of Hel (Doppel-Live-CD, AFM Records)
- 2012: 30 Years of Hel (DVD, AFM Records)
- 2014: This Wicked Nest (Album, AFM Records)
Einzelnachweise
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