Johanna von Lestonnac


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Johanna von Lestonnac (verheiratete Jeanne de Montferrat, Ordensname Jeanne de St. Bernard; * 27. Dezember 1556 in Bordeaux; † 2. Februar 1640 ebenda) war eine französische Ordensgründerin. Sie ist eine Heilige der römisch-katholischen Kirche.

Leben

Johanna von Lestonnac war die Tochter des Parlamentsrates Richard de Lestonnac; die Familie stammte aus altem französischem Adel. Michel de Montaigne war ihr Onkel. Trotz ihrer Mutter, die zum Calvinismus übergetreten war, nahm Johanna schließlich den katholischen Glauben an. 1573 heiratete sie Gaston de Montferrand, Baron de Landiras. Mit ihm hatte sie sieben Kinder, von denen aber drei im Kindesalter starben. Nach dem Tod ihres Mannes trat Johanna in einen Reformzweig der Zisterzienserinnen in Toulouse ein und nahm den Namen Jeanne de St. Bernard an. Das strenge Ordensleben ertrug sie nicht; sie erkrankte und verließ das Kloster. Mit zwei Jesuiten gründete sie den Orden „Filles de la Compagnie de Notre Dame“ (Töchter der Gesellschaft Unserer Lieben Frau von Bordeaux). Der Orden, der 1607 von Papst Paul V. anerkannt wurde, widmet sich der Erziehung der weiblichen Jugend. Johanna von Lestonnac wurde die erste Oberin. Der Orden wurde während der Französischen Revolution aufgehoben und im 19. Jahrhundert wiederbelebt. Sie wurde am 23. September 1900 von Papst Leo XIII. selig- und am 15. Mai 1949 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.

Literatur

Weblinks