Julius-Leber-Kaserne (Husum)
20px Julius-Leber-Kaserne | ||||||
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Einfahrt zur Julius-Leber-Kaserne in Husum | ||||||
Land | Deutschland | |||||
Namen | Julius-Leber-Kaserne (seit 1961) | |||||
Gemeinde | Husum | |||||
Koordinaten: | 9,0604722222222|primary | dim=10000 | globe= | name=Julius-Leber-Kaserne | region=DE-SH | type=landmark
}} |
Erbaut | 1957 | |||||
Stationierte Einheiten | ||||||
Spezialpionierbataillon 164 5./ABC-Abwehrbataillon 7 |
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Ehemals stationierte Einheiten | ||||||
Panzergrenadierbataillon 162 Luftwaffenversorgungsregiment 7 |
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Lage der Julius-Leber-Kaserne in Schleswig-Holstein |
Die Julius-Leber-Kaserne in der nordfriesischen Kreisstadt Husum ist eine Kaserne der Bundeswehr in Schleswig-Holstein, benannt nach dem Reichstagsabgeordneten und Widerstandskämpfer Julius Leber (1891–1945). Die Kaserne liegt am Westrand des Gewerbegebiets Ost an der Matthias-Claudius-Straße. Nördlich an das Kasernengelände schließt sich der Standortübungsplatz Husum an.
Geschichte
Die Kaserne entstand auf einem ehemaligen Luftstützpunkt der Luftwaffe, der 1937 angelegt wurde und im Zweiten Weltkrieg für Angriffe nach Skandinavien oder Nachtjäger diente. Nach dem Krieg wurden die meisten Anlagen von den Briten abgerissen.
Erst 1957 begann die junge Bundeswehr mit dem Bau einer Kaserne auf dem Gelände. Richtfest war am 16. Mai 1958 und die Kaserne wurde am 1. März 1959 von fünf Kompanien des Panzergrenadierbataillons 162 bezogen. Den Namen Julius Leber erhielt die Kaserne am 20. Juli 1961.
Ab Juni 1963 wurden der Stab und die 2. Gruppe des Luftwaffenversorgungsregiments 7 in die Kaserne verlegt. Mitte 1964 nahm die Flugbereichszentrale 4 (Eider Control) ihren Betrieb auf. Die Truppenfahne erhielt der Verband im Dante-Stadion in München durch Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel am 24. April 1965. Am 1. September 1976 richtete man eine Ausbildungsstätte für Fluggerätmechaniker, Kommunikationselektroniker und Kraftfahrzeugmechaniker in Halle 36 der Kaserne ein.
Im Zuge der Luftwaffenstruktur 4 wurde das Luftwaffenversorgungsregiment 7 in das Luftwaffenversorgungsbataillon 7 umgewandelt und unterstand dem Luftwaffenversorgungsregiment 5 in Trollenhagen. Zwischen 2001 und 2003 nahmen Einheiten am Friedenseinsatz im ehemaligen Jugoslawien teil. Am 23. August 2003 wurde das Luftwaffenversorgungsbataillon 7 aufgelöst. Ein Großteil der Soldaten wurde in das Spezialpionierbataillon 164 überführt.
Stationierte Einheiten
- Spezialpionierbataillon 164 mit acht Kompanien
- 5./ABC-Abwehrbataillon 7
- Ausbildungswerkstatt der Luftwaffe Husum
- weitere kleine Dienststellen