Kaiserhof
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter Kaiserhof wird im mitteleuropäischen Sprachgebrauch verstanden:
- (selten) das Kaiserhaus des Römischen Reiches (zwischen 27 vor und 476 nach Christus).
- Herrscher und Hofhaltung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation seit den Ottonen (Otto der Große 962) bis ins Jahr 1806.
- Im Mittelalter hatte allerdings der römisch-deutsche Kaiser keinen festen Regierungssitz, sondern verschiedene Pfalzen - siehe auch Curtis.
- Bis Maximilian I. (1508) führten die deutschen Könige den Kaisertitel erst nach der Krönung durch den Papst.
- Konstantinopels Hofstaat (Byzantinisches Reich) bis 1453
- Der Wiener Kaiserhof der Habsburger (Kaisertum Österreich) von 1806 bis 1918. Im örtlichen Sinn bedeutet das Wort auch die Wiener Hofburg und das Schloss Schönbrunn.
- Der Berliner Kaiserhof (Deutsches Kaiserreich) zwischen 1871 und ebenfalls 1918; siehe auch Neues Palais.
- Die Kaiserhöfe von China, von Japan und von Persien (Iran).
- Für andere Kaiserreiche, z. B. Frankreich (1804–15 und 1852–70), das indische Mogulreich, Abessinien (bis 1975), Brasilien, Mexiko oder Libyen, ist das Wort „Kaiserhof“ kaum gebräuchlich,
- während man bei Russland vom Zarenhof und im Orient vom Sultanat spricht.
- Ein Innenhof der Münchner Residenz
- Kaiserhof Victoria, Hotel in Bad Kissingen
- Ein Hotel und Bordell in Flensburg, dass fälschlicherweise häufig Kaiserhof geschrieben wird; Siehe Kaysers Hof
- Die Südtiroler Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran bei Bozen
Siehe auch:
- Hotel Kaiserhof, weitere Hotels dieses Namens
- Fürstenhof, Königshof, Kaisertum
- Kaiserhöfe
- Kaiserhof (Quedlinburg), denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt