Liste der Kulturdenkmale in Hedersleben


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In der Liste der Kulturdenkmale in Hedersleben sind alle Kulturdenkmale der Gemeinde Hedersleben (Landkreis Harz) und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist das Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt, das auf Basis des Denkmalschutzgesetzes vom 21. Oktober 1991 durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt erstellt und seither laufend ergänzt wurde (Stand: 24. Februar 2015).

Kulturdenkmale

Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung

Erfassungs-</br>nummer

Ausweisungsart Bild
nordwestliches des Dorfes, nahe der Angermühle Brücke als zweifeldriger Bruchsteinbau mit Segmentbögen, Eisbrecher und niedrigen Wangen (18. Jhd.) 094 21173 Baudenkmal
am Nordrand des Dorfes Brücke als einfeldrige Bogenbrücke aus Kalkstein mit hohen geknickten Wangen und originalem Basaltpflaster 094 21174 Baudenkmal
Angermühle 1 Mühlenhof Mühlenhof am Mühlgraben gelegen. Hofzugang mit Pfeilern und einfeldrige Bogenbrücke. Gebäude aus Bruch- und Backstein. Klassizistische Eingangstür. Viergeschossiges Speichergebäude, vier Wirtschaftsgebäude, zweigeschossiger Nebenbau 094 45467 Baudenkmal
Breite Straße 4 Klosterhof Aderslebener Hof, ehemaliger Klosterhof des Zisterzienserinnen-Klosters Adersleben (Gründung 1739). Gebäude teilweise abgerissen. Erhalten sind ein zweistöckiges Verwalterwohnhaus im Fachwerkstil, eine Fachwerkscheune in Ständerbauweise. Mauer eines Bruchsteinbaus mit verbundener Torfahrt, ein Stallgebäude und ein Fachwerkgebäude auf Bruchsteinsockel 094 45466 Baudenkmal
Jordanstraße Bauernhof Vierflügelanlage, Wohnhaus Bruchsteinbau mit Fachwerkoberstock und Walmdach, Anfang 19. Jhd. überformt. Tür um 1900 mit floralen Reliefs und schmiedeeisernen Vergitterungen. Wirtschaftsgebäude mit Walm- und Satteldächern aus dem 18./19. Jahrhundert in Bruchstein. 094 21172 Baudenkmal
Jordanstraße 7 Schmiede zwei giebelständige Gebäude, dazwischen gespanntes Korbbogenportal. Wohnhaus vermutlich vor 19. Jhd., Werkstattgebäude Bruchsteinbau des 19. Jhd. 094 21171 Baudenkmal
Klosterstraße 1, 2 Kloster Ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster St. Maria und Gertrud, 1253 gegründetes und 1810 säkularisiertes Zisterzienserinnenkloster m 094 45468 Baudenkmal Kloster


Klosterstraße 1, 2, Schulstraße 1, 2, 18, 19, 20, 21, 22 Ortskern historisches Zentrum mit Klosteranlage, Pfarrkirche, zwei Schulen (Nr. 2 und 18), Pfarrwitwenhaus (Nr. 19), Pfarrhaus (Nr. 20), Dorfgasthof, (Nr. 21/22) 094 45473 Denkmalbereich


Klosterstraße 14 Wohnhaus an der Lindenstraße gelegen, giebelständiger Massivbau mit Fachwerkoberstock und Krüppelwalmdach aus der 2. Hälfte des 18. Jhd. 094 45469 Baudenkmal
Krumme Straße 1 Bauernhaus nach Inschrift im Jahr 1690 gebaut, mehrfach mit Fachwerk überformt, darauf am Oberstock mit Rautenmuster und Andreaskreuzen. Stark profilierte Stockschwelle und Brüstungshölzer. 094 45470 Baudenkmal
Lindenstraße Friedhof neugotische Leichenhalle, Backsteineinfriedung, Baumalleen (2. Hälfte 19. Jhd.). Grabanlagen von Heine/Heyne, Becker, Schrader von 1915 von Emil Pohle. 094 50632 Baudenkmal Friedhof
Magdeburg Straße 25 Wohnhaus spätklassizistischer Bau, streng symmetrischer Backsteinbau. Straßenansicht mit Mittelrisalit betont. 1880/1890 am Nordgiebel Eingangsvorbau errichtet. Heute von Gehöft nördlich getrennt. 094 21170 Baudenkmal
Planstraße 22 Bauernhof Giebelständiges Wohnhaus in Massivbau aus Bruchstein mit Fachwerkoberbau, Krüppelwalm nach Inschrift von 1780 auf Straßenseite. Toranlage mit Pforte, angrenzend Stallgebäude, Wirtschaftsgebäude mit Fachwerkoberbau, alles aus Bruchstein. Hof natursteingepflastert. 094 45471 Baudenkmal
Quedlinburger Straße 1, 2, 3 Bahnhof an Strecke Halle–Halberstadt als Bahnhof Hedersleben-Wedderstedt zwischen beiden Orten gelegen. Repräsentatives, asymmetrische Gruppierung mit Empfangsgebäude mit Schalterhalle und Warteraum, Gepäckschuppen, Stellwerk, Wohnhaus des Bahnhofsvorsteher. Elemente aus Heimat- und Jugendstil. Weißer Putz mit Sockelverkleidung aus rotbraunen Klinkern und Zierfachwerk von 1910, zweistöckiger Fachwerkbau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Überdachte und verglaste Unterführung bei Sanierung Anfang des 21. Jhd. abgerissen. 094 45494 Baudenkmal Bahnhof
Ritterstraße 4 Bauernhaus Fachwerkhaus mit Walmdach und Fuß- sowie Kopfbänder am Oberstock des zweistöckigen vermutlich ältesten Gebäudes des Dorfes, aus dem 17. Jhd. 094 21168 Baudenkmal


Schuhhof 3 Wappentafel 18. Jhd, barockes Wappenrelief der Äbtissin des Klosters, als Hoheitszeichen der Bauherrin und früheren Eigentümerin 094 21169 Kleindenkmal


Schulstraße 1 Kirche Evangelische Kirche. Saalbau mit fünfseitigem Chorpolygon von 1713/14. Bruchsteinbau mit hohen Segmentfenstern und Portalen auf Nord- und südseite. Turm teilweise steinsichtig auf quadratischem Grundriss mit Satteldach in Höhe des Schiffsfirstes abschließend. Einbau einer Empore in Hufeisenform in den 1950er Jahren mit darüber gelagerter Orgelbühne mit Orgel von Emil Reubke aus dem letzten Drittel des 19. Jhd. Schwebender Taufengel, Bildstock der Spätrenaissance mit Kreuzigungsdarstellung, Gedächtnisinschrift, zwei Bildfenster als Reste eines Zyklus der 1920er Jahre.

Gemeindehaus: Backsteinbau mit Stichbogenarkaden, Bruchsteineinfriedung und Erbbegräbnis in der Nordostecke.

Vier Eisenkreuze.

094 45472 Baudenkmal
Schulstraße 5 Schmiede früher Teil der Klosteranlage. Traufständiger Massivbau, aus dem 19. Jhd. Inventar im Werkstattgebäude 094 45477 Baudenkmal
Schulstraße 9 Bauernhaus Wohnhaus als Bruchsteinbau mit Fachwerkoberstock und Krüppelwalmdach, Stockschwelle, Füllhölzer und Traufgebält; Geschossdeckenbalken mit Pyramidenköpfen; Leiterbrüstung und Zierausmauerung; um 1700 094 45474 Baudenkmal
Schützenstraße Brücke Mühlgrabenbrücke. Selkebrücke als zweifeldriger Bruchsteinbau mit Segmentbögen, Eisbrecher und niedrigen Wangen (19. Jhd.) 094 45475 Baudenkmal
Schützenstraße 17 Gasthof Goldener Löwe Wirtshaus aus zwei Teilgebäuden: Fachwerkbau mit Bruchsteinuntergeschoss (im 19. Jhd. erneuert) sowie Backsteinbau mit symmetrischer, dreiachsiger Fassade und spätklassizistisch geprägten Sockel- und Eckquaderung; Bruchsteinbau straßenseitig anschließend; hofseitig langgestrecktes Wohnhaus mit Bruchsteinuntergeschoss und Fachwerkoberstock, Brüstung mit Andreaskreuzen, an der Stockschwelle schmale Fase, 17. Jhd. 094 45476 Baudenkmal

Legende

  • Lage: Nennt den Straßennamen und wenn vorhanden die Hausnummer des Kulturdenkmals. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link „Karte“ führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Offizielle Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals wie in der Quelle vermerkt.
  • Beschreibung: Nennt bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften.
  • Erfassungsnummer: Für jedes Kulturdenkmal wird in Sachsen-Anhalt eine 20stellige Erfassungsnummer vergeben. Derzeit lauten die letzten zwölf Ziffern jeweils 0. Daher wird hier auf die Wiedergabe der letzten zwölf Stellen verzichtet.
  • Ausweisungsart: Die Einordnung des Denkmales nach §2 Abs. 2 DenkmSchG LSA
  • Bild: Ein Bild des Denkmales, wenn vorhanden, auch die Kategorie mit weitern Bildern

Quellen

Literatur

Weblinks

Commons Commons: Kulturdenkmale in Hedersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing