Neuburg an der Kammel
Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
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Wappen des Marktes Neuburg a.d.Kammel |
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dim= | globe= | name= | region=DE-BY | type=city
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Basisdaten | |||||||
Bundesland: | Bayern | ||||||
Regierungsbezirk: | Schwaben | ||||||
Landkreis: | Günzburg | ||||||
Höhe: | 506 m ü. NHN | ||||||
Fläche: | 37,9 km² | ||||||
Einwohner: | 3155 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-BY">Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).</ref> | ||||||
Bevölkerungsdichte: | 83 Einwohner je km² | ||||||
Postleitzahl: | 86476 | ||||||
Vorwahl: | 08283 | ||||||
Kfz-Kennzeichen: | GZ, KRU | ||||||
Gemeindeschlüssel: | 09 7 74 162 | ||||||
Adresse der Marktverwaltung: |
Bergstraße 2 86476 Neuburg | ||||||
Webpräsenz: | |||||||
Bürgermeister: | Rainer Schlögl | ||||||
Lage des Marktes Neuburg a.d.Kammel im Landkreis Günzburg | |||||||
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Neuburg an der Kammel (amtlich Neuburg a.d.Kammel) ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg nördlich von Krumbach.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller an der Kammel in Bayerisch-Schwaben.
Es existieren die Gemarkungen Langenhaslach mit Naichen, Edelstetten mit Marbach, Neuburg a.d.Kammel und Wattenweiler.
Ortschaften im Gemeindegebiet sind Neuburg an der Kammel, Wattenweiler, Höselhurst, Halbertshofen, Erisweiler, Langenhaslach, Naichen, Edelstetten und Marbach.
Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen im Kammeltal, Marbach und Edelstetten im Tal des Haselbachs. Langenhaslach ist in dem Bereich, in dem der Haselbach in das Kammeltal übergeht und Naichen liegt an der Mündung des Haselbachs in die Kammel. Höselhurst und Wattenweiler liegen im Günztal.
Nachbargemeinden
Im Norden grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Kammeltal, im Nordosten an den Markt Burtenbach, im Osten an den Markt Münsterhausen, im Südosten an die Stadt Thannhausen und die Gemeinde Ursberg, im Süden an die Stadt Krumbach (Schwaben), im Südwesten die Gemeinde Deisenhausen, im Westen die Gemeinde Wiesenbach und im Nordwesten an die Gemeinde Ellzee.
Geschichte
Neuburg wird im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herrschaft Neuburg an der Kammel gehörte zu der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Das Lehen ging an folgende Adelsgeschlechter: Weißenhorn-Neuffen (1209–1347), Ellerbach (1348–1458), Rechberg zu Hohenrechberg (1460–1524) und Vöhlin v. Frickenhausen (1524–1816); Im Jahr 1347 wurde Neuburg das Stadtrecht verliehen, im 15. Jahrhundert ist es jedoch wieder zum Markt abgesunken. Kaiser Friedrich III. verlieh 1491 auf Bitten Ulrichs von Rechberg zu Hohenrechberg das Marktwappen.
Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Neuburg besaß das Marktrecht mit Eigenrechten.
Eingemeindungen
Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Langenhaslach (mit Naichen) und Wattenweiler (mit dem am 1. Januar 1926 eingemeindeten Höselhurst)<ref>Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 502.</ref> sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Edelstetten (mit Marbach) eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.</ref>
Einwohnerentwicklung
Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2010 | 2014 |
Einwohner | 2739 | 2542 | 2344 | 2070 | 3521 | 2845 | 2747 | 2757 | 3043 | 3110 | 3155 |
Im Jahr 2004 verteilte sich die Einwohnerzahl von 3050 Einwohnern wie folgt auf die einzelnen Ortsteile<ref>Informationen über den Markt Neuburg und seine Ortsteile im Internetauftritt des Marktes Neuburg a.d.Kammel</ref>.
Ortsteil | Einwohner |
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Neuburg | 1124 |
Langenhaslach | 676 |
Wattenweiler | 551 |
Edelstetten | 548 |
Halbertshofen | 82 |
Naichen | 73 |
Höselhurst | 62 |
Erisweiler | 18 |
Marbach | 16 |
Religion
Wie im größten Teil von Mittelschwaben ist die Bevölkerung der Gemeinde mehrheitlich katholisch.
Bis zum Jahr 1675 gab es in Neuburg eine jüdische Gemeinde.
Politik
Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
Partei / Liste | Sitze | Stimmenanteil |
CSU | 8 | 62,5 % |
SPD/Unabhängige Wähler | 4 | 18,8 % |
Freie Wähler | 4 | 18,8 % |
Bürgermeister ist Rainer Schlögl. Er wurde im Jahr 2008 Nachfolger von Georg Schwarz (CSU/Freie Wähler).
Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.637 T€, davon waren 1.047 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Das Schloss Neuburg an der Kammel besteht seit 1562.
- Das ehemalige Damenstift Kloster Edelstetten, heute als Schloss bezeichnet, ist einer der herausragenden Barockbauten im Landkreis Günzburg.
- Katholische Pfarrkirche und ehemalige Stiftskirche St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist
- Hammerschmiedemuseum Naichen
Wirtschaft und Verkehr
Neuburg liegt wie die Ortsteile Langenhaslach und Naichen an der von Süden nach Norden im Kammeltal verlaufenden Staatsstraße St 2024. In Langenhaslach mündet die Staatsstraße 2023, die von Thannhausen über Edelstetten verläuft, in die Staatsstraße 2024. Durch Wattenweiler und Höselhurst verläuft die B 16. Außerdem hat Neuburg eine Haltestelle an der Mittelschwabenbahn.
- Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen am Kammeltal-Radweg, Höselhurst und Wattenweiler am Günztalradweg.
Bildung
- Kindergarten (Neuburg)
- Grundschule (Neuburg)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Christoph Rodt (* um 1575 in Neuburg; † 1634 in Großkötz) war ein Bildhauer des Frühbarock, dessen Werke vor allem in Mittelschwaben zu sehen sind; eines der Hauptwerke ist die Kreuzabnahmegruppe in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Neuburg.
- Johann Martin Kraemer (1713–1782), geboren in Edelstetten, Baumeister und Architekt des Barock
- Paul Kuën (* 8. April 1910 in Neuburg; † 1997): Opernsänger war einer der führenden Charaktertenöre seiner Zeit.
- Kunibert (Blasius) Ott (* 2. Juli 1912 in Edelstetten; † 14. Juni 1952 im Gefängnis Oksadok, Nordkorea), Missionsbenediktiner, Märtyrer von Tokwon <ref>Die Märtyrer von Tokwon, Pater Kunibert (Blasius) Ott – (Missionsbenediktiner)</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Neuburg an der Kammel: Wappengeschichte vom HdBG
- Neuburg an der Kammel: Amtliche Statistik des LStDV
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