Simmersbach


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50.8216666666678.3805555555556374Koordinaten: 50° 49′ 18″ N, 8° 22′ 50″ O{{#coordinates:50,821666666667|8,3805555555556|primary
Simmersbach
Gemeinde Eschenburg
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  }}
Höhe: 374 m
Fläche: 7,22 km²
Einwohner: 1350 (31. Dez. 2013)<ref>„Statistische Daten“ im Internetauftritt der Gemeinde Eschenburg, abgerufen im September 2015.</ref>
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35713
Vorwahl: 02774
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Simmersbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Eschenburg im Lahn-Dill-Kreis (Hessen).

Geografische Lage

Simmersbach liegt im Nordosten des Lahn-Dill-Kreises, direkt an der Grenze zum Landkreis Marburg-Biedenkopf. Umgeben ist der Ort von Ausläufern des Rothaargebirges im Nordwesten und dem Gladenbacher Bergland im Osten. Er liegt im Tal des Simmersbachs, einem Nebenfluss der Dietzhölze.

Die angrenzenden Orte sind, von Norden im Uhrzeigersinn beginnend: Roth (Gemeinde Eschenburg), Oberhörlen (Gemeinde Steffenberg), Lixfeld (Gemeinde Angelburg), Hirzenhain, Eiershausen und Eibelshausen (alle Gemeinde Eschenburg).

Nordwestlich des Ortes erhebt sich der Staffelböll (536 m ü.NN), südöstlich der Hornberg (570 m ü.NN) und der Mattenberg (577 m ü.NN). Nordöstlich befindet sich der Galgenberg (541 m ü.NN).

Geschichte

Simmersbach wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt.

In dem landwirtschaftlich orientierten Dorf versuchte man sich Ende des 18. Jahrhunderts die wenigen vorhandenen Bodenschätze nutzbar zu machen und so wurde unterhalb des Hornbergs eine Schiefergrube mit dem Namen Grube Wolfsschlucht eröffnet.

Mit dem Aufblühen der Industrie ab Ende des 19. Jahrhunderts wandten sich die Simmersbacher mehr und mehr von der für sie nicht mehr rentablen Landwirtschaft ab und fanden Arbeit in den Hütten und Fabriken des nahen Dietzhölz- oder Dilltals. So wurde aus dem einstigen Bauerndorf eine Wohngemeinde.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurde Simmersbach zusammen mit seinem Nachbarort Roth, die bis dahin zum Landkreis Biedenkopf gehörten, am 1. Juli 1974 dem neuen Lahn-Dill-Kreis zugeschlagen und nach Eschenburg eingemeindet.<ref> Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 357.</ref>

Die Philippsbuche

1552 kehrte Landgraf Philipp von Hessen aus fünfjähriger Gefangenschaft zurück in seine Heimat und betrat am 10. September am Staffelböll erstmals wieder hessischen Boden. Wenige Jahre später pflanzten die Simmersbacher zum Gedenken daran an dieser Stelle eine Buche, die so genannte Philippsbuche. 1910 wurde unter dem Baum ein Denkmal errichtet.

1963 musste die mittlerweile 400-jährige Buche gefällt werden, da sie abgestorben war. Aus einem Ableger von ihr wurde aber ein neuer Baum gepflanzt. Die Philippsbuche wurde zwischenzeitlich zum Naturdenkmal erklärt und ist bis heute ein beliebtes Wanderziel.

Einwohnerentwicklung

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Einwohnerzahlen im Laufe der Zeit:<ref>Simmersbach im Wandel der Zeiten (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.is)</ref><ref>Dill-Zeitung, 23. Oktober 2010, S. 23</ref><ref>Aktuelle Einwohnerzahlen der Gemeinde Eschenburg</ref><ref>„Simmersbach, Lahn-Dill-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>

Jahr Einwohner
1834 366
1884 475
1925 675
1939 735
1946 982
1970 1070
1974 1075
1980 1153
1985 1093
1990 1172
1995 1365
2000 1399
2005 1412
2010 1375
2012 1352

Wirtschaft und Infrastruktur

Simmersbach verfügt über ein Dorfgemeinschaftshaus und einen Sportplatz mit Kunstrasenbelag.

Außerhalb des Ortes in Richtung Oberhörlen befindet sich das kleine Gewerbegebiet Streitwasser.

Verkehr

Die Bundesstraße 253 (DillenburgFrankenberg) führt als Ortsumgehung direkt an Simmersbach vorbei. Bis zur Autobahn 45 (Anschlussstelle Dillenburg) sind es etwa 13 km.

Bildung

In Simmersbach gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Weiterführende Schulen können in Eibelshausen (Kooperative Gesamtschule) oder Dillenburg (Gymnasium) besucht werden.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks