Walter Ehrenreich Tröger


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Walter Ehrenreich Tröger (* 18. Januar 1901 in Dresden-Neustadt; † 13. Januar 1963 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Mineraloge, Geologe und Petrograph.

Leben

Tröger veröffentlichte in den 1930er Jahren Arbeiten zur Klassifikation von magmatischen Gesteinen und forschte auf dem Gebiet der Sediment-Petrographie und der mikroskopischen Bestimmung gesteinsbildender Minerale. Im November 1933 gehörte er zu den Unterzeichnern des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat. Er war seit 1937 an der Technischen Universität Dresden<ref>Prof. Dr.-Ing. habil. Ehrenreich Tröger. Technische Universität Dresden, abgerufen am 13. Mai 2010.</ref> und seit 1944 außerordentlicher Professor und kommissarischer Leiter des Mineralogischen Institutes,<ref> Siegfried Grunert, Hartmut Schneider, Bernd Ullrich, Technische Universität Dresden, Institut für Geotechnik, Professur für Angewandte Geologie (Hrsg.): Die geologische Lehr- und Forschungstätigkeit an der Technischen Universität Dresden seit Hanns Bruno Geinitz. (Online-Version, pdf-Datei, 197 kB).</ref><ref>Geschichte der Geologischen Sammlungen. Technische Universität Dresden, Institut für Geotechnik, Professur für Angewandte Geologie, abgerufen am 13. Mai 2010.</ref> wurde jedoch bei Kriegsende wegen Mitgliedschaft in der NSDAP entlassen.<ref> Reiner Pommerin: Geschichte der TU Dresden, 1828–2003. S. 225 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).</ref> 1952 folgte er Alfred Neuhaus auf dem Lehrstuhl für Mineralogie der Technischen Universität Darmstadt.<ref>Department of Materials and Geosciences. TU Darmstadt, abgerufen am 13. Mai 2010.</ref> 1956 wurde er als Professor für Mineralogie, Kristallographie und Petrographie an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen.<ref>Chronik: Personalien — Jubiläen. 7. Juni 1956, Ausgabe Nr. 23. Die Zeit, 24. Juli 2008, abgerufen am 13. Mai 2010.</ref> Er ist als Verfasser des Standardwerks Optische Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale bekannt, das mehrfach überarbeitet und neu aufgelegt wurde.

Schriften

  •  Tabellen zur optischen Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale (später: Optische Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale). Band I: Bestimmungstabellen. Schweizerbart, 1952.
  •  Optische Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale. Band II: Textband.. Schweizerbart, 1967.
  •  Spezielle Petrographie der Eruptivgesteine. Ein Nomenklatur – Kompendium mit 1. Nachtrag. Eruptivgesteinsnamen. Verlag der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft eV., Berlin 1935, ISBN 978-3-510-99099-3.
  •  Der Basaltbrockentuff an der Hohwiese (Sächsische Schweiz) und seine „Edelstein“-Seife im Seifengründel. In: Freiberger Forschungshefte. 152, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1963.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  •  Hermann Borchert: Walter Ehrenreich Tröger in memoriam: Gedenkansprache …. In: Mitteilungen aus dem Mineralogischen Institut der Universität Freiburg. 232, Teil 1, 1963.
  • Entwicklung der Mineralogie in Lehre und Forschung. TU Clausthal, abgerufen am 13. Mai 2010 (PDF; 2,2 MB).

Weblinks