Bundesverkehrswegeplan 1985


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Der Bundesverkehrswegeplan 1985 wurde – als Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 1980 für den Planungszeitraum von 1986 bis etwa 2000 – am 18. September 1985 vom Bundeskabinett beschlossen.<ref name="etr-34-765"> Bundesverkehrswegeplan ’85 verabschiedet. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 34, Nr. 10, 1985, ISSN 0013-2845, S. 765.</ref>

Gegenüber früheren Plänen hatte der Plan deutlich veränderte Investitionsschwerpunkte<ref name="bahn-special-1991-1-78">Ohne Autor: Die weiteren Pläne der Neuen Bahn. In: Bahn-Special, Die Neue Bahn. Nr. 1, 1991, Gera-Nova-Verlag, München, S. 78 f.</ref>: Neu- und Ausbaustrecken bei der Eisenbahn wurden dabei stärker als zuvor forciert.<ref name="bahn-special-1991-1-78"/> Das Gesamtfinanzvolumen lag bei 126,1 Milliarden D-Mark. Davon entfielen 35 Mrd. DM auf das Schienennetz der Deutschen Bundesbahn.<ref name="etr-34-889"> Dieter Glück, Hans Peter Weber: Bundesverkehrswegeplan ’85: Bereich Schienenverkehr. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 34, Nr. 12, 1985, ISSN 0013-2845, S. 889–893.</ref> Der Anteil der Eisenbahn war dabei gegenüber dem vorigen Zehn-Jahres-Zeitraum um 25 % gestiegen.

Der Anteil der Eisenbahnen an den Gesamtinvestitionen lag bei 27,8 %, der Anteil der Bundesfernstraßen bei 39,7 %.<ref name="etr-41-448"> Hans Peter Weber, Michael Rebentisch: Der Bundesverkehrswegeplan 1992 für den Bereich Schiene. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 41, Nr. 7/8, 1992, ISSN 0013-2845, S. 448–456.</ref>

Der Plan sollte im Jahr 1990 fortgeschrieben werden.<ref name="etr-34-765"/> Nach der Deutschen Wiedervereinigung folgte ihm letztlich mit dem Bundesverkehrswegeplan 1992 der erste gesamtdeutsche Bundesverkehrswegeplan nach.

Maßnahmen

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Eisenbahn

Die Bundesbahn meldete im Frühjahr 1985 die von ihr vorgeschlagenen Neu- und Ausbauprojekte für den Bundesverkehrswegeplan 1985 an. Die ausgewählten Kapazitätsengpässe beseitigen und/oder Reisezeitverkürzungen ermöglichen. Die Bundesbahn hatte unter anderem für alle Relationen zwischen den rund 90 Oberzentren Luftliniendistanzen und Reisezeiten ins Verhältnis gesetzt, um besonders niedrige Luftliniengeschwindigkeiten zu ermitteln und mit Verkehrspotentialen zu gewichten.<ref name="etr-35-45"> Jürgen Grübmeier, Helmut Wegel: Bundesverkehrswegeplan 1985. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Nr. 1/2, 1986, ISSN 0013-2845, S. 45–55.</ref>

Allein 9,3 Mrd. DM waren im Überhang für die Fertigstellung der Neubaustrecken Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart vorgesehen. 16,3 Mrd. DM entfielen auf Ausbauprojekte. Als neue Maßnahmen wurden die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main, der Neu- und Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel sowie die Ausbaustrecke/Neubaustrecke Plochingen–Günzburg in den Vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans aufgenommen. Im Endausbau sollte das Netz von Neu- und Ausbaustrecken eine Länge von rund 4000 km erreichen.<ref name="etr-1985-10-765">Meldung Bundesverkehrswegeplan '85 verabschiedet. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 34, Nr. 10, 1985, S. 765.</ref><ref name="widz-1987-245">Gunther Ellwanger: Neubaustrecken und Schnellverkehr der Deutschen Bundesbahn. Chronologie. In: Knut Reimers, Wilhelm Linkerhägner (Hrsg.): Wege in die Zukunft. Neubau- und Ausbaustrecken der DB. Hestra Verlag Darmstadt, 1987, ISBN 3-7771-0200-8, S. 245–250.</ref> Als Kernstück der neuen Schienenverkehrsvorhaben galt dabei die Neubaustrecke Köln–Rhein/Main.<ref name="etr-34-765"/>

Der Plan sah vor, die Investitionen für Schienenwege bis 1995 auf das Niveau des Fernstraßenbaus zu heben.<ref name="zdzkft-2-9">Geleitwort von Prof. Dr. Günther Krause. In: Theo Rahn, Hubert Hochbruck, Friedrich W. Möller (Hrsg.): ICE – Zug der Zukunft. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, S. 9 f.</ref> Für den Vordringlichen Bedarf waren Investitionen von rund 14 Milliarden D-Mark vorgesehen.<ref name="widz-1987-245"/>

Der Bundesverkehrswegeplan 1985 enthielt im Vordringlichen Bedarf folgende Ausbaustrecken<ref name="eks-21-36">Rüdiger Block: ICE-Rennbahn: Die Neubaustrecken. In: Eisenbahn-Kurier Special: Hochgeschwindigkeitsverkehr. Nr. 21, 1991, ohne ISSN, S. 36–45.</ref>:

Alle sechs Maßnahmen wurden bis Anfang der 1990er Jahre abgeschlossen<ref name="eks-21-36"/>.

Aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Vorteils sah der Plan weitere Ausbaustrecken vor<ref name="eks-21-36"/>:

Im Abschnitt der Planungen wurden folgende Ausbaustrecken aufgenommen, die einen gesamtwirtschaftlichen Vorteil erwarten ließen<ref name="eks-21-36"/>:

Insgesamt umfasste der Bundesverkehrswegeplan 1985 im Abschnitt Planungen zwölf Projekte mit einer Investitionssumme von insgesamt 3,8 Milliarden D-Mark<ref name="widz-1987-245"/>.

Nach Realisierung aller Maßnahmen sollten rund zwei Drittel des IC-Netzes mit Geschwindigkeiten von wenigstens 200 km/h befahrbar sein.<ref name="widz-1987-245"/>

Bundesfernstraßen

Die Fernstraßenprojekte sind im Bundesverkehrswegeplan 1985 – im Gegensatz zu den Verkehrsträgern Schiene und Wasserstraße – nicht als Projektliste, sondern nur in Form einer Karte enthalten; diese Karte ist dem BVWP 1985 als Anlage 2 beigegeben.

Bundeswasserstraßen

Überhang

Binnenschifffahrtsstraßen:

Seeschifffahrtsstraßen:

Neue Vorhaben

Literatur

  •  Bundesministerium für Verkehr (Hrsg.): Bundesverkehrswegeplan 1985 und neuer Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen (= Schriftenreihe des Bundesministeriums für Verkehr. Heft 68). Bonn 1986.

Einzelnachweise

<references/>

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