Chromschwefelsäure


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Strukturformel
90px + CrO3
Allgemeines
Name Chromschwefelsäure
Summenformel H2SO4 + CrO3
CAS-Nummer 65272-71-1
Kurzbeschreibung

dunkelrote, geruchlose Flüssigkeit<ref name="GESTIS"/>

Eigenschaften
Molare Masse 198,07 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,85 g·cm−3 (20 °C) <ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

340 °C <ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

mischbar mit Wasser <ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung <ref name="GESTIS" />
05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350​‐​340​‐​360Fd​‐​330​‐​311​‐​302Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​314​‐​334​‐​317​‐​373​‐​411
P: 201​‐​260​‐​273​‐​280​‐​284​‐​305+351+338Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze <ref name="GESTIS" />
EU-Gefahrstoffkennzeichnung <ref>Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.</ref><ref name="GESTIS">Eintrag zu Chromschwefelsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 20. März 2008 (JavaScript erforderlich)</ref>
Brandfördernd Sehr giftig Umweltgefährlich
Brand-
fördernd
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(O) (T+) (N)
R- und S-Sätze R: 9​‐​24/25​‐​26​‐​35​‐​42/43​‐​45Vorlage:R-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​46​‐​48/23​‐​50/53​‐​62
S: 45​‐​53​‐​60​‐​61
MAK

aufgehoben, da cancerogen<ref name="GESTIS"/>

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chromschwefelsäure ist eine bräunliche, dickflüssige Flüssigkeit mit der Formel H2SO4 / CrO3, die hauptsächlich aus konzentrierter Schwefelsäure und etwa 5 % Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid) besteht. Die Verbindung ist als brandfördernder Gefahrstoff eingestuft.

Sie wird wegen ihrer starken Oxidationswirkung für die Reinigung von Glasgeräten verwendet. Wegen des Gehaltes an äußerst giftigem und krebserzeugendem Chrom(VI)-oxid und der Schädigung der Umwelt sollte die Verwendung allerdings vermieden werden.

Alternative Mittel zu Reinigungszwecken sind vorwiegend Tenside oder auch Mischungen aus Wasserstoffperoxid und Schwefelsäure (in denen zum Teil Carosche Säure<ref>Römpp CD 2006, Georg Thieme Verlag 2006.</ref> vorliegt).

Zur Entsorgung von Chromschwefelsäure sollte diese zunächst vorsichtig mit Wasser verdünnt (unter Kühlung langsam in Wasser einrühren) und anschließend mit einem Reduktionsmittel, bevorzugt Ethanol versetzt werden. Dadurch wird das sechswertige Chrom unter Grünfärbung zu nicht karzinogenem dreiwertigem Chrom reduziert.

Einzelnachweise

<references />