Derendorf
Derendorf Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf | ||||||
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Basisdaten <ref>Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 015 – Derendorf</ref> | ||||||
Geograph. Lage | 51° 15′ N, 6° 48′ O {{#coordinates:51,243888888889|6,7922222222222|primary | dim= | globe= | name= | region=DE-NW | type=city
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Fläche | 3,34 km² | |||||
Einwohner | 19.582 (Stand 31. Dezember 2013) | |||||
Bevölkerungsdichte | 5.863 Einwohner je km² | |||||
Stadtbezirk | Stadtbezirk 1 | |||||
Stadtteilnummer | 015 | |||||
Verkehrsanbindung | ||||||
Bundesstraße | 1 7 8 | |||||
S-Bahn | S 1 S 6 S 11 | |||||
Straßenbahn | 701 704 707 715 | |||||
Schnellbus | SB 51 SB 55 | |||||
Buslinie | 721 722 729 751 752 754 756 758 834 863 | |||||
Nachtverkehr | NE1 807 |
Derendorf ist ein Stadtteil von Düsseldorf und Teil des Stadtbezirks 1.
Inhaltsverzeichnis
Lage
Der Stadtteil Derendorf grenzt im Süden (im Verlauf der Jülicher Straße) an den Stadtteil Pempelfort, im Westen (im Verlauf der Roßstraße) an Golzheim, im Norden (im Verlauf des Thewissenwegs und der Straße An der Piwipp) an Unterrath und im Osten (entlang der Haupttrasse der Bahn) an die Stadtteile Düsseltal und Mörsenbroich.<ref>OpenStreetMap / Relation / Derendorf (91063). Abgerufen am 2. August 2009.</ref> Die Fläche beträgt ca. 3,3 km², wobei pro km² 4.185 Einwohner leben. Der Altersdurchschnitt beträgt 43 Jahre und entspricht somit dem Düsseldorfs insgesamt.
Derendorf befindet sich derzeit im Wandel. Früher stark von der Industrie geprägt (Schlösser-Brauerei, Rheinmetall etc.) wird dieser Stadtteil aufgrund der guten Infrastruktur und der Nähe zum Zentrum als Wohnstandort immer beliebter.
Bisher überwiegen in Derendorf Einpersonenhaushalte bei einem ebenfalls großen Angebot an Dreiraumwohnungen. Der Ausstattungsstandard liegt jedoch etwas unter dem Durchschnitt. Gleiches gilt für die Mietpreise. Nach wie vor leben in Derendorf überdurchschnittlich viele türkische Bürger.
Teile Pempelforts, wie die Nordstraße, werden oft irrtümlich zum Stadtteil Derendorf gerechnet, doch tatsächlich beginnt dieser erst nördlich der Jülicher Straße. Das gewerbliche Zentrum Derendorfs stellt tatsächlich die Gegend um Münsterplatz und Münsterstraße mit dem Münster-Center dar. Im Norden des Stadtteils befinden sich darüber hinaus der städtische Großmarkt, auf dessen Gelände einmal im Monat der Radschläger-Trödelmarkt veranstaltet wird, sowie Teile des Nordfriedhofs.
Am östlichen Rand des Stadtteils befindet sich die Zentralmoschee-Düsseldorf des DİTİB. Das Moscheegebäude wurde für etwa 1,9 Mio. Euro von der Rheinbahn abgekauft und befindet sich direkt an der S-Bahn-Station.
Zur Zeit (01/2010) wird an der Autobrücke am Derendorf S-Bahnhof (Münsterstraße) eine Auffahrtsrampe auf die entstehende Entlastungsstraße errichtet, welche dann parallel zu den Bahngleisen bis zum Wehrhahn durch das neue Entwicklungsgebiet Neue Stadtquartiere Derendorf führen soll.
In Derendorf lebte die Familie Gustav von Rohdens.
Geschichte
Bis 1850
Das Gebiet, auf dem der heutige Stadtteil Derendorf liegt, war bereits in der vorrömischen Eisenzeit besiedelt. Im Bereich der Golzheimer Heide, einem Dünengelände, das sich zwischen Derendorf und dem heutigen Flughafen erstreckte, wurden über einhundert Gräber aus jener Zeit gefunden.<ref>Thomas Ruppel: Urgeschichte und vorrömische Metallzeiten. In: Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf, Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert Band 1, Patmos, Düsseldorf 1988, ISBN 3-491-34221-X, S. 113 mit Beilage Fundkarte I.</ref>
Die auf -dorf endenden Ortsnamen gehören nach der Ortsnamenforschung zu den ältesten Siedlungen des Mittelalters. Nur wenige schriftliche Quellen sind jedoch aus dieser Zeit bisher bekannt. Allerdings wird Derendorf bereits in einem Schriftstück aus dem 11. Jahrhundert erwähnt. Dieses ist ein Rentenverzeichnis des Stiftes von Kaiserswerth, in das die vielen Pfründe aufgelistet und deren Zuordnung angeführt waren. Für das heutige Stadtgebiet führte die in Latein erstellte Liste die Gebiete gotholveshem (Golzheim), stockum (Stockum) und therenthorpe (Derendorf) an.<ref>Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Köln, Urkunden 257, 1840, Band 1, 779 bis 1200, S. fertiggestellt.<ref>Neue Fachhochschule eröffnet im Sommer 2015. Abgerufen am 30. Juni 2013 (PDF; 844 kB). </ref> Zudem sind auch studentisches Wohnen, ein Kindergarten sowie eine Jugendfreizeiteinrichtung geplant.
Sonstiges
Am 3. November 1957 führte der Fehler eines Piloten einer Douglas DC-4 der Fluggesellschaft Karl Herfurtner Düsseldorf an der Golzheimer Straße zu einem Flugzeugabsturz, bei dem sieben der zehn Insassen und eine in einer Kleingartenanlage lebende Person ums Leben kamen.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Derendorf
Einzelnachweise
<references />
Anmerkungen
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Weblinks
- Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 015 – Derendorf
- Landeshauptstadt Düsseldorf – Derendorf
- Entwicklungsbereich Derendorf Nord
- Forum Derendorf
- Fotos vom historischen Schlachthof in Derendorf von Paul Klimek
Stadtbezirk 1 | <div/>
Altstadt | Carlstadt | Derendorf | Golzheim | Pempelfort | Stadtmitte |
Wappen der Landeshauptstadt Düsseldorf |
Stadtbezirk 2 | <div/> | |
Stadtbezirk 3 | <div/>
Bilk | Flehe | Friedrichstadt | Hafen | Hamm | Oberbilk | Unterbilk | Volmerswerth | |
Stadtbezirk 4 | <div/>
Heerdt | Lörick | Niederkassel | Oberkassel | |
Stadtbezirk 5 | <div/>
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Stadtbezirk 7 | <div/> | |
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Stadtbezirk 9 | <div/>
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