Wersten


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Wersten

Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf
Lage im Stadtgebiet
Basisdaten <ref>Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 091 – Wersten</ref>
Geograph. Lage   51° 11′ N, 6° 49′ O51.1816666666676.816388888888938Koordinaten: 51° 11′ N, 6° 49′ O{{#coordinates:51,181666666667|6,8163888888889|primary dim= globe= name= region=DE-NW type=city
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Höhe   38 m ü. NN
Fläche   4,41 km²
Einwohner   26.598 (Stand 31. Dezember 2013)
Bevölkerungsdichte   6.031 Einwohner je km²
Eingemeindet   1. April 1908
Stadtbezirk   Stadtbezirk 9
Stadtteilnummer   091
Verkehrsanbindung
Autobahn   46
Bundesstraße   8 326
Stadtbahn   U 74 U 77 U 79
Straßenbahn   701 713
Schnellbus   SB 50
Buslinie   723 724 735 780 782 785 731
Nachtverkehr   817

Wersten ist ein Stadtteil von Düsseldorf.

Geographie

Der Stadtteil Wersten liegt im Düsseldorfer Süden und gehört zum Stadtbezirk 9. Im Westen grenzt er an den Campus der Heinrich-Heine-Universität, der zu Bilk gehört, und den Stadtteil Flehe, im Norden an den Stadtteil Oberbilk, im Nordosten an Eller, im Südosten an Holthausen, im Süden an Itter und im Südwesten an Himmelgeist.

Geschichte

Bis etwa 1850

Von der geschichtlichen Entwicklung Werstens im Mittelalter sind relativ wenige belastbare Dokumente vorhanden, da kein Rittersitz nachweisbar ist. Von den auch in Wersten vorhandenen wenigen größeren und alten Höfen gibt es keine chronologischen Aufzeichnungen. In alten Kartenskizzen liegen alle Höfe links der südlichen Düssel und im Norden südlich des Brückerbaches.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 58.</ref><ref>In: Beglaubigte Urkatasterzeichnung vom 4. Juli 1906 für Gemarkung Himmelgeist-Wersten.</ref> Sie sind im Nordwesten in Höhe der ehemaligen Scheidlingsmühle an der heutigen Kölner Landstraße beginnend, zuerst südlich bis zum Beginn der heutigen Werstener Dorfstraße und dann nach Osten bis zum Dammsteg und dem Oerschbach verlaufend, angeordnet. Später entstand bei zunehmender Bebauung für den östlichen Teil die Werstener Dorfstraße.

1050 oder 1063, die Zeitangabe differiert je nach Quelle, wird Wersten erstmals als „Werstine“ schriftlich in der Stiftungsurkunde Frithericus erwähnt.<ref>Stadtarchiv Landeshauptstadt Düsseldorf, in: Zeitleiste bis 1300.</ref><ref name="Wersten">Aus: Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten</ref> In einer weiteren Stiftungsurkunde, Gatefridus de Erprothe, wird es 1150 als „Werstyne“ angeführt.<ref name="Wersten" /> Im Jahre 1218 wurde es in einem Heberegister von Gerresheim als „Warstein“ bezeichnet.<ref name="Wersten" /> 1360 wurde Wersten dem herzoglich bergischen Amt Monheim zugeteilt.<ref name="Wersten" /> In einer Aufstellung zum Amt Monheim von 1363 über die zugehörigen Landgerichte ist neben anderem Himmelgeist angeführt. Das Landgericht Himmelgeist muss zu dieser Zeit auch für Wersten zuständig gewesen sein, da 1368 in einer Urkunde des Gerichtes ein Schöffe aus Wersten angegeben wurde. Der Textabschnitt lautet: „Vor Wilh. de Wersteyn und Henr. dictum an der Aldenbrücken et ceteris scabinis (Schöffen) in Homelgeist erscheinen die ..“.<ref>In: Band 15; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 16.</ref>

Eine Scheidlingsmühle wird in einer Urkunde von 1439 angeführt. Scheidling ist vermutlich eine Abwandlung des Namens eines Pächters für diese Mühle. Der Name wird 1273 mit Ropertus de Schadelich angegeben.<ref group="Anm.">In einer Anzeige für die Verpachtung der neu aufgebauten Mühle in den „Gülich und bergischen Nachrichten“, Nr. 1, 1769, wird der Name „Schallings-Mühle“ verwendet.</ref> 1893 brannte die Mühle ab, die zu diesem Zeitpunkt aber nur noch als Lager genutzt wurde. Auf dem Gelände wurde eine Gaststätte errichtet, die jedoch inzwischen ebenfalls nicht mehr vorhanden ist.<ref name="Wersten" />

Bereits 1588, während der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Philipp II. von Spanien und der Utrechter Union, wurde Wersten geplündert. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde es, wie viele Orte in Deutschland ebenfalls, häufig geplündert. Verursacher waren 1622 spanische, 1633 kaiserliche und 1634 schwedische Landsknechte. Von 1639 bis 1642 schlugen kaiserliche Truppen Quartier im Düsseldorfer Süden auf, wovon auch Wersten betroffen war.<ref name="Wersten" />

Von den größeren Höfen liegen für Barfes- und Oerschhof sowie Gut Hohensand belastbare ältere Daten in Urkunden vor. Der Barfeshof, auch Berfes- oder Berwitthof genannt, lag in Höhe der Dorfstraße Nr. 62–66 direkt an der Düssel. Er wurde vermutlich zwischen 1000 bis 1100 angelegt. Da Barfes im Niederdeutschen ein Bergfried war und witt weiß bedeutet, dürfte der „weiße Turm“ namensgebend für diesen Hof und auch für den Namen Wersten (Wehrturm = Wehrstein = Wersten) sein.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 60.</ref><ref group ="Anm.">Nach einer anderen Vermutung könnte ein mittelalterlicher Wehrturm im Bereich einer Kreuzung „Alte rechtsrheinische Heerstraße mit einem Landwehrwall“ namensgebend gewesen sein.</ref> Da damals Höfe mit einem Wehrturm nur von Zehntberechtigen Personen errichtet wurden, gehörte dieser Hof ursprünglich vermutlich einem Angehörigen des Adels. Hierfür spricht auch, dass später örtlich neben dem Barfeshof ein „An der Leut Hof“ (auch Hof zur Leuchten genannt) nachweisbar ist. Dies deutet auf eine nachträgliche Aufteilung des ursprünglichen Herren- und Gesindehofes zu zwei getrennten Höfen hin. Laut Eintragung im Himmelgeister Kirchenbuch war 1661–65 ein Henrich Rohr, der auch Kirchmeister zu Himmelgeist war, Halfmann auf dem Berfess-Hof.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 60–61.</ref> Für den Bau des südlichen Düsseldorfer Autobahnzubringers der heutigen BAB 46 sowie der Landschafts- und Ortsplanung 1927 musste der Hof viele Ländereien abgeben und wurde 1928 abgerissen.<ref name="Heft9">In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 61.</ref>

Ein großer und alter Hof war der Oerschhof. Er lag im Bereich des Eselsbaches. Seine Ländereien erstreckten sich teilweise bis in das Reisholzer Gebiet. Der Hof wird in einer lateinisch verfassten alten Urkunde angeführt. Eine Übersetzung eines Textteiles lautet: „in der Gegend von Werstyne, in der Elp, wurde im Jahre 1062 der Oerschhof als Stiftung dem Altare ‚Der heiligen Maria im Paradise‘ unter dem Erzbischof Anno vermacht“. 1218 war der Hof in Besitz des Stiftes Gerresheim. Der damalige Pächter hatte dem Stift den Zehnt zu bezahlen.<ref name="Heft9" /> Im Pachtbrief der Äbtissin Jutta von Daun vom 12. April 1420 wird der Hof „uff de Uersel, vulge Ursch“ genannt. Weitere Daten für den Hof sind für 1577, eine Verpfändung, und 1829, Freifrau von Bönningen ist Eigentümerin, sowie 1914 und 1920 überliefert. Durch Landabgabe, beispielsweise für die Eisenbahnstrecke Düsseldorf–Köln, wurde das bewirtschaftete Areal ab Mitte des 19. Jahrhunderts immer kleiner. Er wurde deshalb in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgegeben und abgerissen.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 61–62.</ref>

Ein weiterer großer Hof war das Gut Hohensand. Er lag an der Kölner Landstraße, früher Provinzialstraße genannt, nördlich der Scheidlings-Wassermühle. Folgende Daten sind von diesem Gut bekannt: Um 1700 war ein Johannes Wülfing Besitzer des Gutes. 1788 war laut Kataster Professor Pampus Eigentümer. 1829 wurde das Gut von der Witwe Korf an Heinrich Keusen aus Hamm verkauft. Durch den Bau des Eisenbahn-Abstellbahnhofes an der Harffstraße (1. Hälfte 20. Jahrhundert) und des Straßenbahndepots an der Siegburger Straße (bis 1914 errichtet) verlor der Hof immer mehr Ländereien und wurde aufgegeben.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 62–63.</ref>

Weitere Höfe, von denen mindestens ein altes Datum in Urkunden vorliegt, sind nachfolgend angeführt. Die Jahresdaten der Urkungen sind in Klammern angegeben: Heukes- auch Heusenhof genannt (1780 Besitzer Fam. Custodis), Lindenhof (1654 Besitzer Fam. Engels), Helpertz-Hof (zahlte im 17. und 18. Jahrhundert einen Zehnt an St. Nikolaus in Himmelgeist), Potthof (1691 Eigentümer Frau Achens und Lampenscherf), Schultheishof (Eigentümer 1780 Fam. Krüll) und Nixenguth (1791 Eigentümer Michael Nix).<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 64–68.</ref>

Von Beginn der Aufzeichnungen an war Wersten Himmelgeist angeschlossen. Bei der napoleonischen Neuordnung der deutschen Weststaaten im Jahre 1806 wurde Himmelgeist-Wersten eine der vier Landgemeinden, die zur Mairie Benrath im großherzoglich bergischen Kanton Richrath gehörten. Auch später, nach der Übernahme der Grafschaft Berg durch den König von Preußen im Jahre 1815, blieb die Gemeinde Himmelgeist-Wersten zur Bürgermeisterei Benrath zugehörig. In einer Aufstellung von 1836 wurde von der preußischen Verwaltung der Gemeindeteil Wersten in zwei Teilbereiche unterteilt. Der nordöstliche Bereich links der Düssel wurde mit Wersten und der nordwestliche Bereich unterhalb des Brückerbaches mit Windfoch bezeichnet.<ref>Johann Georg von Viebahn (Hrsg.): Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. Düsseldorf 1836</ref> Letzterer Name war vermutlich auf eine große Windbruchschneise zurückzuführen, die ein sehr starker Sturm Ende des 18. Jahrhunderts in diesem Gebiet verursacht hatte.<ref name="Wersten" />

Ab etwa 1850

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Wersten eine reine Bauerngemeinde. Die Anzahl der Bewohner im Gebiet von Wersten mit Windfoch betrug 1817 392 Personen.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 7.</ref> Mit der zunehmenden Industrialisierung des Düsseldorfer Südens änderte sich diese Struktur. Viele Arbeiter und einfache Angestellte von der Industrie aus den Nachbargemeinden ließen sich hier nieder und es wurden zunehmend Häuser mit Mietwohnungen errichtet. Weiterhin wurde das Areal vieler Bauernhöfe durch die Umwandlung der Äcker in Bauland oder vielfach auch durch eine Nutzungsänderung in Kies- oder Lehmgruben verkleinert.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 63, 64.</ref> Dadurch wurden sie zu Nebenerwerbshöfen oder ganz aufgegeben. Die Bewirtschaftung der letzten inzwischen kleineren Bauernhöfe wurde Mitte des 20. Jahrhunderts beendet und die bäuerliche Vergangenheit ist damit erloschen.

Die Anzahl der Bewohner im Gemeindebereich Wersten stieg bis 1908 auf 5550 und gehörte damit neben dem noch stärker bewohnten Gemeindegebiet Benrath zu dem Bereich in der Samtbürgermeisterei Benrath, das einen ungewöhnlich hohen Zuzug von Bewohnern aufwies.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 7.</ref> Aufgrund dieses hohen Bevölkerungswachstums und der notwendigen baulichen Entwicklung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts bekam Wersten Probleme die kommunale Versorgung seines Gemeindebereiches sicherzustellen. Zu den finanziellen Aufgaben der Gemeinden gehörte die Sicherstellung des Polizeiwesens, der Bau der erforderlichen Schulen mit der Besoldung des Lehrpersonals, die Instandhaltung und der Bau neuer Straßen und Wege, die Unterstützung der Armen und die Versorgung mit el. Strom, Gas und Trinkwasser einschließlich der Abwasserableitung.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 6.</ref> Letztere wurde zunehmend für Wersten zu einem Problem. Eine Kanalisation für die Ableitung des Abwassers war nicht vorhanden und das Abwasser und der Schlamm der Sickergruben wurden über die Bauern mit der Felddüngung entsorgt. Da aber immer mehr Ackerland in Wersten für die Ziegeleien und Kiesgewinnung anderweitig verwendet wurde, waren wegen der schrumpfenden Flächen Engpässe zu erwarten. Zusätzlich prekär war der wachsende Wasserbedarf für die zunehmende Bevölkerung, die über die bestehende Benrather Wasserversorgung nicht mehr gesichert war.<ref>Hugo Weidenhaupt: Düsseldorf, Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert, 1988, Verlag Schwann/Patmos, Band 3, S. 174, ISBN 3-491-34223-6.</ref>

Zur Lösung dieser Probleme strebten die Werstener, ohne Himmelgeist, einen Anschluss an die Stadt Düsseldorf an. Bereits am 11. Februar 1903 stellten 5 Werstener Mitglieder des Gemeinderates in einem Schreiben an den Benrather Bürgermeister Steinhauer 2 Forderungen. Die erste Forderung betraf die zukünftige Beistellung von Gas und Wasser durch Düsseldorf. Die zweite Forderung war die Eingemeindung von Wersten ohne Himmelgeist nach Düsseldorf.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 14.</ref> Diese Forderungen wurden vom Benrather Bürgermeister nicht unterstützt und der Landrat des Landkreises Düsseldorf war strickt gegen die Herauslösung von Wersten aus dem Landkreis. Trotzdem kam es durch die Verträge von 1906 und den Ergänzungen von 1907 zu einer vertraglichen Lieferung von Gas und Wasser durch Düsseldorf an Wersten.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 12.</ref>

Mit diesen Lieferverträgen waren die ersten Schritte einer Eingemeindung von Wersten nach Düsseldorf eingeleitet. In einer Abstimmung des Gemeinderates von Himmelgeist-Wersten am 14. November 1906 waren 16 von 20 Mitglieder gegen die Abtrennung der Gesamtgemeinde vom Landkreis aber alle 20 für die Eingemeindung von Wersten nach Düsseldorf.<ref>Hugo Weidenhaupt: Düsseldorf, Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert, 1988, Verlag Schwann/Patmos, Band 3, S. 175, ISBN 3-491-34223-6.</ref> Bereits ein Jahr vor der Gebietsreform von 1909 (Düsseldorfer Details hier) teilte der Regierungspräsident dem Landrat des Landkreises Düsseldorf mit, dass laut Erlass des Preußischen Königs vom 16. November 1907 Wersten von der Gemeinde Himmelgeist-Wersten getrennt und von Düsseldorf eingemeindet wird. Diese Eingemeindung trat am 1. April 1908 in Kraft.<ref>Stadtgeschichte: Stadt Düsseldorf</ref><ref>Weidenhaupt, H.: Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf. Triltsch Verlag, Düsseldorf 1979.</ref><ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 27.</ref>

Im Gegensatz zu den nördlichen und südlichen Nachbargemeinden siedelten sich in Wersten keine größeren Industriefirmen an. Ausnahmen waren nur einige Kleinbetriebe wie eine Brotfabrik und eine größere Wäscherei mit Reinigung und zwei große Servicebetriebe.<ref name="Wersten" /> Die Straßenbahn baute ab 1913 ein Depot an der Siegburger Straße, das bis 1916 fertiggestellt und am 1. Juli 1916 in Betrieb genommen wurde.<ref>In: Stadtarchiv Düsseldorf, Geschichtenkartei, Band Q-S, S. 194.</ref><ref>Düsseldorfer Stadtchronik, unter: Ereignisse nach Jahr ab 1909, Jahr 1916.</ref><ref>Verwaltungsbericht der Landeshauptstadt Düsseldorf, in: Bemerkenswerte Vorkommnisse, 1914/19, S. [19]XVII. Onlinefassung</ref> Die Eisenbahn errichtete 1928 einen Abstellbahnhof und 1932 einen großen Ringlokschuppen an der Harffstraße.<ref name="Artikelserie: Mein Wersten">NRZ, in: Artikelserie: Mein Wersten, 20. Juli 2013.</ref> Allerdings gehörte bis 1932 das Gebiet der Grünen Siedlung, und damit auch die Harffstraße mit dem Abstellbahnhof, noch zu Eller. Bis zu diesem Zeitpunkt lag das Gemeindegebiet von Wersten nur südlich der Düssel.<ref name="Wersten" /><ref>In: Band 15; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Karte S. 26+27.</ref> In den 1970ern wurde die Instandhaltung von Dampfloks beendet und danach auf die Instandhaltung von S-Bahnen umgestellt.<ref name="Artikelserie: Mein Wersten" />

Da in Wersten Lehm- und Kiesböden weitverbreitet waren, wurden viele dieser Bereiche für die regen Bautätigkeiten im Umkreis von Düsseldorf ausgebeutet. Es entstanden ab Ende des 19. Jahrhunderts Kiesgruben und Ziegeleien. Von den nach Ausbeutung dieser Gruben entstandenen Ödflächen wurden einige kurzzeitig, viele aber erst nach Jahrzehnten wieder rekultiviert und/oder bebaut. Kurzfristig wieder bebaut wurde beispielsweise der Bereich zwischen Burscheider Straße und Kölner Landstraße südlich ab der Kampstraße.<ref>In: Heft 9; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 63.</ref> Weitere Gelände mit derartigen Ödgebieten waren: im Nordwesten große Bereiche der „Bende“, ursprünglich Windfoche genannt, das Gebiet südwestlich der ehemaligen Scheidlingsmühle, mit zwei großen Baggerseen und des heutigen Südparks, der mittlere Nordosten ab der Kölner Landstraße, heute zum Teil zur Grünen Siedlung und dem Erweiterungsbereich des Eller Friedhofs gehörend, sowie im Nordosten südlich Werstener Dorf- und Oerschbachstraße. Inzwischen sind diese Areale weitgehend mit Häusern bebaut oder werden als Kleingärten genutzt. Teilweise erfolgte diese neue Nutzung und Bebauung erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Heute erkennbar ist der ursprüngliche Abbau des Lehmes stellenweise noch dadurch, dass Gärten hinter den Häusern deutlich unter Straßenniveau liegen.

Gemeindegrenze

Historische Grenzen von Gemarkungen sind mit den heutigen Gemeindegrenzen nicht vergleichbar. Sie umfassten einen allgemeinen Bereich, wie Wald-, Sumpf- und Ödgebiete, die sogenannte gemeine Mark, und die parzellierte Mark mit den zu den einzelnen Gütern/Höfen gehörenden Ackergrundstücken. Letzteres war die „geteilte Feldmark“. Manchmal wurden auch reine Öd- und Waldgebiete ohne eine größere Siedlung, also nur eine weitgehend „gemeine Mark“, als Gemarkung bezeichnet. Beispiel hierfür im Großraum Düsseldorf-Süd ist das Waldgebiet „Gemarkung Reisholz“, die über Jahrhunderte als Lagebezeichnung in Urkunden verwendet wurde.

Genau dokumentierte Gemeindegrenzen entstanden erst mit der Bildung von Munizipalitäten und der moderneren Gemeindeverwaltungsordnung im Großherzogtum Berg unter den Franzosen und deren dann weitgehenden Übernahme durch die Preußen. Die von den Franzosen ab 1808 gesetzlich für die Besteuerung angeordneten Parzellenkataster wurden in den sogenannten Urkatasterplänen erfasst und dokumentiert. Die in dieser Zeit erstellten Pläne und Angaben zu den Ortschaften entsprachen nicht immer den älteren historischen Gemarkungen. Abweichungen davon waren nicht selten. Beispiele für die Dokumentation der ‚neuartigen‘ Gemeindengrenzen im Düsseldorfer Süden sind der ‚Handriss der Landbürgermeisterei Benrath‘ von 1821 und die Statistik für den Regierungsbezirk Düsseldorf, die 1836 von J. G. von Vierbahn herausgegeben wurde. Allerdings wurde in beiden Unterlagen der nordwestliche Teil von Wersten mit Windfoch bezeichnet. Der Name Windfoch war jedoch neu und wurde vor Ende des 18. Jahrhunderts in Urkunden nicht verwendet.

Alle älteren Urkunden für Wersten zeigen, dass ab dem Mittelalter mit der Besiedlung im Bereich der heutigen Werstener Dorfstraße diese weitgehend nach Himmelgeist ausgerichtet war. Grund hierfür war über Jahrhunderte die Zugehörigkeit zum dortigen Landgericht und Kirchspiel. Bis 1889 hatte Wersten keinen eigenen katholischen Pfarrbezirk und war St. Nikolaus in Himmelgeist angeschlossen. Soweit alte Urkunden und Angaben zu Wersten vorliegen, beziehen sich diese auf eine Gemarkung Himmelgeist-Wersten. Dies gilt auch für das Urkataster, das für die „Landgemeinde Himmelgeist-Wersten“ Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt wurde.<ref>In: Beglaubigte Neuzeichnung vom 4. Juli 1906; Urkataster Himmelgeist-Wersten.</ref> Dieses Kataster zeigt folgende Abgrenzungen zu den damaligen Nachbargemarkungen und Ortschaften:

  • im Nordwesten Stoffeln, ein Weiler in der Gemarkung Bilk. Der südliche Teil der Christophstraße mit dem Stoffler Broich gehörte zu Wersten. Die restliche Grenze nach Norden oberhalb Scheidlingsmühle gehörte zur Gemarkung Eller. Wie bereits angeführt lag ursprünglich Wersten nur links von Düssel und Brückerbach. Diese ‚nördliche Begrenzung‘ galt auch für den Oerschbach im Nordosten. Der aktuelle Brückerbach zweigt aber deutlich südlicher von der Düssel ab als der historische. Das Spaltwerk für Düssel und Brückerbach wurde erst im 20. Jahrhundert 1908 angelegt und liegt im Bereich des aktuellen Werstener Kreuzes. Aktuell liegt die nördliche Grenze von Wersten in Höhe der Harffstraße.

Allerdings war die Zugehörigkeit einzelner Höfe zu den Gemarkungen manchmal strittig oder änderte sich. Beispielsweise der große Oerschhof, der rechts vom Oerschbach in der Flur Elpe lag, wurde zeitweise sowohl Wersten wie auch Eller zugerechnet.<ref group="Anm.">Zugehörigkeit zu Wersten in: Archiv Groß-Benrath, Heft 9, S. 61; Zugehörigkeit zu Eller in: J. G. von Vierbahn, 1836, Teil zwei, Auflistung Ortschaften, S. 71.</ref> Ähnlich fließend war die Nordwestgrenze zu Bilk. Beispielsweise gibt es Belege, dass die Scheidlingsmühle zum Ortsteil Düsseldorf-Bilk gehörte. Im Landsteuerbuch von 1632 wurde unter Stoffen (Stoffeln) diese Mühle aufgelistet.<ref>Herausgeber H. Ferber; In: Das Landsteuerbuch Düsseldorf’s von 1632; Nachdruck, 1881, S. 49.</ref>

  • Im Osten wurde Wersten durch Eller begrenzt, dessen südliche Grenze damals noch im Gebiet des heutigen Stadtteils Hassels lag. Reisholz als Gemeindeteil entstand erst 1901. Das gesamte Gebiet Hallbusch im Südosten gehörte noch zu Wersten. Lediglich ein Teil von Hallbusch wurde 1901 an Reisholz abgetreten.
  • Im Süden wurde Wersten durch die Ortschaften Holthausen und Itter, an denen sich im westlichen Bereich Himmelgeist anschloss, begrenzt.

Entsprechend den älteren Gemarkungen, wie auch der Urkataster, gehörte das Gebiet ab Düssel/Abzweig Brückerbach östlich der heutigen Siegburger Straße ursprünglich zu Eller und westlich zu Stoffeln. Diese Grenzen, bezogen auf Eller/Wersten/Stoffeln, wurden auch im Urkataster von 1830 bis 1848 für Eller und in einer Karte von 1879 für die Landbürgermeisterei Benrath unverändert so angegeben.<ref group="Anm.">Urkataster Eller und Karte von 1879, gezeichnet von A. Hofacker, liegen im Archiv Groß-Benrath vor.</ref>

Bereits vor der Eingemeindung von Wersten nach Düsseldorf 1908 wurde am 15. Juli 1901 ein Teil der Flur Halbusch ab Oerschbachstraße an die neu gebildete Gemeinde Reisholz abgetreten.<ref>In: Heft 11; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 61.</ref> Weitere Änderungen nach der Eingemeindung waren:

  • 1909 wurde der Rest der Flur Halbusch mit 56,5 Hektar Fläche nach Groß-Benrath, und dort zur Ortschaft Holthausen, ausgegliedert.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 51.</ref> Eine Grenze mit Reisholz gab es dadurch nicht mehr.<ref group ="Anm.">Bei den Vereinbarungen zwischen der Stadt Düsseldorf und dem Landkreis Düsseldorf für die Eingemeindungen von 1909 wurde am 7. Jan. 1909 vereinbart, dass dieser kleine Bereich von Wersten wieder „ausgemeindet“ werden sollte. (Düsseldorf, in: Bericht über den Stand und die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten für den Zeitraum 1. April 1909 – 31. März 1910 / Die Eingemeindungen des Jahres 1909.) S. [43]XLV. Onlinefassung</ref>
  • Gleichfalls 1909 wurden die Grenzen zwischen Stoffeln und Wersten geändert.<ref>In: Band 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 66.</ref>
  • Seit 1932 gehört der Bereich rechts von Düssel und Brückerbach mit Siegburger Straße und Grüne Siedlung nicht mehr zu Stoffeln und Eller sondern zu Wersten<ref name="Wersten+Geschichte"/><ref>In: Band 15; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; Karte S. 26+27.</ref>
  • Mit dem Ausbau der Bundesstraße B 326, später erweitert zur BAB 46, wurde 1963–1964 die seit Jahrhunderten bestehende Straßenverbindung zwischen Am Dammsteg und Werstener Dorfstraße aufgehoben und ein Überführungsbauwerk für Fußgänger über die BAB 46 errichtet.<ref>Etat der Landeshauptstadt Düsseldorf, in: Außerordentlicher Haushaltsplan, 1965, S. [258]261. Onlinefassung</ref> Seitdem besteht keine normale Anbindung mehr und der Dammsteg ist von Wersten direkt nur über diese Fußgängerbrücke erreichbar. 1972 wurde das Gebiet am „Dammsteg“ nach Eller ausgegliedert.<ref name="Wersten+Geschichte">Aus: Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten (Abschnitt: Wersten+Geschichte).</ref>
  • Ebenfalls 1972 wurden sowohl der Stoffler Broich mit dem südlichen Teil der Christophstraße wie auch das nördliche Gebiet von Wersten oberhalb der Kreuzung Kölner Landstraße/Harffstraße an Bilk ausgegliedert.<ref name="Wersten+Geschichte" /><ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl"/>

Demografie

Wersten hat ca. 26.500 Einwohner, darunter etwa 4.100 nichtdeutsche Staatsbürger. Fast 10.000 Einwohner gehören der Altersgruppe der 18- bis 45-Jährigen an. Der Altersschnitt von 42 Jahren liegt knapp unter dem Durchschnitt des Stadtgebietes.

Wersten hat etwa 14.100 Privathaushalte, darunter ca. 6.650 Singlehaushalte. Von den rund 3.650 Wohngebäuden sind etwa 2.200 Ein- und Zweifamilienhäuser.

Wersten ist ein traditionelles Arbeiterwohnviertel, das allerdings nicht zuletzt durch den Bau des Werstener Autobahntunnels Ende der 1980er Jahre eine deutliche Aufwertung erfahren hat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 14,7 %.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bebauung

Entsprechend der bäuerlichen Struktur bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestand die Bebauung der Landgemeinde fast nur aus Bauernhöfen, die überwiegend links der Düssel zwischen dem historischen Brückerbach im Nordwesten und dem östlichen Ende von Werstener Dorfstraße und Am Dammsteg im Osten lagen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden für die Industriefirmen, die vor allem anfangs in Oberbilk und Lierenfeld und nach Beginn des 20. Jahrhunderts in Holthausen und Reisholz entstanden, zunehmend Mietwohnungen für Arbeiter und Angestellte benötigt. Auch in Wersten entstanden dafür sowohl Miethäuser wie auch kleinere Siedlungshäuser mit größeren Gärten, die überwiegend ohne einen Strukturplan an oder in der Nähe der Kölner Landstraße und Werstener Dorfstraße errichtet wurden. Beispiel für diese Art der Bebauung sind die „Zehn Hüser“ von 1903 an der Kölner Landstraße vor der Kreuzung mit der Straße Werstener Feld und die „Lammers Hüser“ an der Werstener Dorfstraße.<ref name="Wersten+Geschichte"/><ref group ="Anm.">Die Lammers Häuser hatten ihren Namen vom gleichnamigen Bauernhof an der Werstener Dorfstraße Nr. 122 und lagen westlich vom Hof.</ref>

Nach der Eingemeindung 1908 nach Düsseldorf und besonders nach dem Ersten Weltkrieg wurden die ersten nun planmäßigen Siedlungen angelegt, hierzu gehörten beispielsweise:<ref name="Wersten+Geschichte"/>

  • die „Grüne Siedlung“ zwischen Brückerbach, Nixenstraße und Harffstraße, für die bereits 1917 ein Siedlungsverein Grundstücke rechts der Düssel erworben hatte und die in 1920er Jahren errichtet wurden (zu dieser Zeit aber noch zu Eller gehörte) und der weiteren Bebauung dieses Bereiches südlich der Harffstraße 1970,
  • die Hallbuschsiedlung 1922,
  • die „Kriegsbeschädigten Häuser“ 1927 an der Burscheider Straße Nr. 1–19
  • die Stahlhaussiedlung bis 1929, bestehend aus 246 Wohnungen, südlich der Straße Werstener Feld, die zwischen 1967 und 1972 abgerissen wurden und durch normale Gebäude ersetzt wurden;
  • die „Henkelhäuser“ 1930 am östlichen Ende der Werstener Dorfstraße und
  • 1934 Beginn der Bebauung im östlichen Teil der Bende

Trotz der verstärkten Bebauung bis zum Zweiten Weltkrieg waren noch viele Gebiete wie die „Bende“ westlich der Kölner Landstraße, Bereiche nördlich und südlich der Straße Werstener Feld und Bereiche an der Werstener Friedhofstraße kaum oder nur wenig bebaut. Ab Anfang der 1960er Jahre wurden diese noch freien Gebiete zunehmend bebaut und besonders westlich der Kölner Landstraße entstand um 1980 „Wersten West“.

Straßen

Die historisch wichtigsten Straßen in Wersten sind die Provinzialstraße, später Cölner Chaussee und aktuell „Kölner Landstraße“ genannt, die von Nordwesten nach Südosten verläuft, und die Werstener Dorfstraße, die von Osten nach Westen verläuft und an der Kölner Landstraße endet. Erstere war bis in die 1970er Jahre Teil der Bundesstraße 8. An ihr liegen auch die meisten und wichtigsten Geschäfte, so dass sie das langgezogene Stadtteilzentrum zwischen der Werstener Dorfstraße und Ickerswarder Straße bildet. Erst 1923 wurde auf einem Damm die Werstener Straße zwischen Kölner Landstraße und Stoffler Kapellchen angelegt. Hierdurch wurden nun Bilk und die Altstadt ohne Umweg über Oberbilk direkt erreichbar. Für den Bau des „Südlichen Autobahn Zubringers“ wurde bereits 1936 diese neue Verbindung verbreitert.<ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl"/>

Mit dem zunehmenden Autoverkehr nach dem letzten Weltkrieg wurde die Verkehrssituation auf der Kölner Landstraße immer problematischer. Dies betraf vor allem den Kreuzungsbereich mit dem „Südlichen Zubringer“ (ehemalige B 326, nun A 46), der für die heutige A 3 in den Jahren 1936 und 1937 angelegt worden war und Düsseldorf im Süden mit der Autobahn verband und parallel nördlich zur Werstener Dorfstraße verlief. Diese Kreuzung, „Werstener Kreuz“ genannt, wurde ein Staubereich, der vor allem den Ortsteil in Nord-Süd-Richtung zerschnitt. Mit dem Bau einer provisorischen Hochbrücke, die von 1969 bis 1984 in Betrieb war, wurde der Verkehr auf der B 326 über die Kreuzung geführt und versucht, diesen Staubereich zu entschärfen. Aber mit steigendem Verkehrsaufkommen wurde trotzdem die Staubildung immer stärker.<ref>NRZ, in: Artikelserie: „Mein Wersten“, 16. Juli 2013.</ref>

Mit dem Ausbau der Bundesstraße zur A 46 wurde 1984 bis 1986 die Hochbrücke durch einen Tunnel ersetzt und das Stauproblem endgültig gelöst.<ref>NRZ, in: Artikelserie „Mein Wersten“, 24. Juli 2013.</ref> Damit werden die nördlichen Siedlungsgebiete nicht mehr vom Ortsteilzentrum abgeschnitten. Die in den 1970er Jahren gebaute mehrspurige Münchener Straße am westlichen Stadtteilrand nimmt einen großen Teil des Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt in Richtung Süden auf und entlastet auf diese Weise die Kölner Landstraße zusätzlich.

Das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs bilden die Stadtbahnlinien U74 und U77 nach Holthausen und Benrath, die Wersten an den Düsseldorfer Hauptbahnhof, die Stadtmitte und die Altstadt anbinden, sowie die Straßenbahnlinie 701, die von Rath über Stadtmitte und Bilk kommend über Holthausen hinaus nach Benrath führt. Durch die Schnellbuslinie SB50 und die Buslinien 780, 782 und 785 gibt es ab Werstener Dorfstraße auch schnelle Direktverbindungen in die Städte Haan, Erkrath und Hilden. Die westlichen und östlichen Wohngebiete in Wersten werden ab der Stadt- und Straßenbahnhaltestelle Ickerswarder Straße von der Buslinie 735 (UnterbachSüdpark) erschlossen. Sie stellt auch Querverbindungen zum Campus der Heinrich-Heine-Universität und nach Eller-Süd und Vennhausen her. Inzwischen ist die Anbindung der Wohngebiete nördlich der Autobahn A 46 an den Öffentlichen Personennahverkehr durch die Verlängerung der Buslinie 723 vom Südfriedhof über die Uni-Kliniken hinaus bis Eller-Mitte erheblich verbessert worden. Die Buslinie 724 (Itter–Gerresheim) tangiert östliche Werstener Wohngebiete und verbindet diese mit Eller und Holthausen.

Seit 1995 ist das größte in Wersten ansässige Unternehmen die Provinzial-Versicherung. In Wersten befindet sich ebenfalls die Feuerwache 7 der Feuerwehr Düsseldorf.<ref>Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.): 125 Jahre Berufsfeuerwehr Düsseldorf, Düsseldorf 1997, S. 157f.</ref>

Wersten ist geprägt von vielfältigen Einzelhandelsgeschäften, die sich südlich der Autobahnzufahrt entlang der Kölner Landstraße niedergelassen haben. Der tägliche und periodische Bedarf kann hier gedeckt werden, teilweise wird auch der längerfristige Bedarf bedient. Kulinarisch sind neben bürgerlicher Küche durch Kneipen vor allem griechische und asiatische Imbisse, in geringerem Umfang auch italienische Pizzerien und türkische Dönergeschäfte prägend.

Kinderbetreuung und Schulen

Datei:Archiv Heimatverein Werstener Jonges 2012 (6).jpg
Bürgerhaus / Ehemalige Kath. Volksschule Werstener Dorfstraße Nr. 90,

Die erste katholische Volksschule war 1810 unter den Franzosen auf der Kölner Landstraße Nr. 42 im damaligen Dorfbereich Windfoch eingerichtet worden. Diese Schule wurde 1868 geschlossen.<ref>In: Heft 3; Benrath historisch, Schriftenreihe des Archivs der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath; S. 42.</ref> Auf der Werstener Dorfstraße Nr. 90 wurde eine neue katholische Volksschule errichtet und 1869 in Betrieb genommen. 1901 folgte der Bau der „Roten Schule“ an der Kreuzung der Straßen Werstener Feld und Werstener Friedhofstraße. Rote Schule deshalb genannt, da rote und nicht verputzte Ziegel für die Außenmauern des Gebäudes verwandt worden waren. Am 3. Januar 1906 ging an der Wiesdorfer Straße die erste Volksschule für evangelische Kinder in Betrieb. Bis zur Errichtung eines 3. Gebäudes für evangelische Schüler 1909 blieb die Schule an der Werstener Dorfstraße eine rein katholische Schule, da bis um 1900 nur wenige Einwohner in Wersten Protestanten waren. Es folgte nach dem Ersten Weltkrieg 1936 noch die Errichtung der „Weißen Schule“ an der Ecke Burscheider Straße mit der Lützenkircher Straße. Nach 1945 wurden mit der weiter wachsenden Bevölkerungszahl diverse weitere Schulen gebaut. 1981 wurde nach über 112 Jahren der Betrieb der kath. Schule an der Werstener Dorfstraße Nr. 90 beendet und im folgenden Jahr das Gebäude als Bürgerhaus weiter verwendet.<ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl">In: Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, unter der entsprechenden Jahreszahl. Onlinefassung</ref>

Aktuell sind Grund-, Gemeinschafts-, Gesamt- und Realschulen sowie Berufskolleg in Wersten vorhanden, während sich Gymnasien in angrenzenden Stadtteilen befinden.<ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl"/>

Wersten hat 820 Plätze in 15 verschiedenen Kindertagesstätten in kommunaler wie kirchlicher Trägerschaft und ca. 1000 Grundschüler in den städtischen und kirchlichen Grundschulen sowie 135 Förderschüler.<ref>Stadt Düsseldorf, Amt für Statistik und Wahlen</ref> Während Grund-, Gemeinschafts-, Gesamt- und Realschulen sowie Berufskolleg vorhanden sind, befinden sich Gymnasien in angrenzenden Stadtteilen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Deichsee in Duesseldorf-Wersten, von Suedosten.jpg
Der Deichsee im Südpark, ein ehemaliger Baggersee

Sehenswert ist der Südpark im Nordwesten des Stadtteils. Er war 1987 zusammen mit dem bereits bestehenden Volksgarten das Ausstellungsgelände der Bundesgartenschau und liegt teilweise auf Werstener Gebiet. Dieser südliche Teil ist als Landschaftspark um einen ehemaligen Baggersee gestaltet. Ein beliebter Treffpunkt von Familien mit Kindern sind das Café und der Streichelzoo unweit des Sees. Beide werden von der Werkstatt für angepasste Arbeit unterhalten. Auch ein von der Düsseldorfer Volkshochschule (VHS) betriebener Bio-Garten findet auf dem Gelände Platz. Auf der anderen Seite des Sees am östlichen Ufer liegt das architektonisch reizvolle „Düsseldörfchen“, ein Wohngebiet, das zur selben Zeit wie der Landschaftspark entstanden ist.

In einem ähnlichen Stil ist auch die um 1980 entstandene Neubausiedlung „Wersten-West“, auch „Otto-Hahn-Siedlung“ genannt, nahe der Düsseldorfer Universität zu finden. Alle Straßen der Siedlung sind nach bekannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern benannt, wobei der Kernteil des romantischen Wohngebietes nach dem berühmten Chemiker Otto Hahn benannt wurde. Gleich nebenan sind Straßen wie die Lise-Meitner-Straße, die Max-Born-Straße und der Mendelweg zu finden. Zentral im kreisförmigen Wohngebiet ist ein reizvoller Teich angebracht, den auch manche am Teich wohnende Anwohner durch ihr eigenes Hausufer erreichen können. Des Weiteren gibt es ein griechisches Restaurant. Im Jahre 2002 wurde eine neue Siedlung angebaut, die den alten Backsteinstil beibehalten sollte, was allerdings nicht soviel Begeisterung einfuhr.

Der Südpark ist auch der nördliche Endpunkt einer Grünachse, die sich südlich der Autobahn entlang der westlichen Stadtteilgrenze fortsetzt. Auf dieser Achse liegen der Universitätssportplatz, ein zweiter ehemaliger Baggersee, der Brückerbach, der am „Werstener Kreuz“ (die Anschlussstelle D-Wersten auf der A 46 bzw. Haltestelle „Werstener Dorfstraße“) von der südlichen Düssel abzweigt und direkt in den Rhein fließt, der Botanische Garten der Universität und schließlich die bis Himmelgeist reichenden noch garten- und landwirtschaftlich genutzten Felder. Von hier aus führt ein Radwanderweg zur Fleher Brücke und weiter am Rhein entlang über Volmerswerth und Hamm bis in die Düsseldorfer Innenstadt.

In Wersten findet Brauchtumspflege vor allem durch den dort ansässigen Schützenverein (gegründet 1925) und den lokalen Heimatverein (Werstener Jonges e.V, gegründet 1953) statt. Das Schützenfest findet immer am zweiten Wochenende im Juni statt.

Sportvereine

Der älteste und bekannteste Sportverein im Stadtteil ist der „SV Wersten 04 e.V.“, der 1904 als Turnverein Germania Wersten 04 gegründet wurde. 1912 wurde dieser Verein um eine Fußballabteilung erweitert. Der erste Fußballplatz lag auf dem Gelände, auf dem später die „Weiße Schule“ errichtet wurde. Bereits 1920 wurde der Fußballplatz auf ein Gelände an der Werstener Friedhofstraße verlegt, das von einer Ziegelei ursprünglich zum Abbau von Lehm verwendet worden war. 1949 erfolgte die letzte Verlegung des Fußballplatzes in die Bende. Die Sportanlage liegt zwischen Dechenweg (Ecke Flemingweg) und Scheideweg. Sie umfasst einen Kunstrasenplatz, zwei Hartgummiplätze und einen Ascheplatz. Der Verein hat sowohl eine Fußball- wie auch eine Handballabteilung.<ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl"/>

Weitere bekannte Sportvereine in Wersten sind:<ref name ="Informatives Stadtteil-Portal für Düsseldorf-Wersten, Jahreszahl"/>

  • der 1905 gegründete „DJK Rheinland 05 e.V.“ mit Abteilungen für Fußball, Turnen und Tischtennis. Weiterhin wird Badminton, Basketball und Volleyball gespielt.
  • der 2002 durch Fusion entstandene „TTC Champions e.V.“: Dieser Verein entstand aus dem 1970 gegründeten TTC Schwarz-Gold Wersten mit dem TTG Reisholz/Hassels.

Weitere Vereine sind

  • der 1977 gegründete „Tennisklub TC 77“ und
  • der „Schachverein Wersten 1964“

Sakralbauten und Pfarrgemeinden

Folgende Kirchen gehören zu Wersten:

  • St. Maria Rosenkranz, Burscheider Straße: katholische Pfarrkirche, neoromanische Basilika
  • Franz-von-Sales-Kirche, Siegburger Straße: Filialkirche von St. Maria Rosenkranz, moderner Kirchenbau
  • St. Maria in den Benden, Dechenweg: katholische Pfarrkirche, moderner Kirchenbau
  • Stephanuskirche, Wiesdorfer Straße: evangelische Kirche, moderner Kirchenbau

Katholische Pfarrgemeinden und Kirchen

In Wersten gibt es zwei katholische Pfarrgemeinden, die seit 1984 in einer Seelsorgeeinheit kooperieren. Seit 2008 gehören sie zusammen mit den Pfarrgemeinden St. Nikolaus in Himmelgeist, St. Joseph in Holthausen und St. Hubertus in Itter zur Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen.

St. Maria Rosenkranz

Datei:Liebfrauenkirche.jpg
Neo-romanische Kirche St. Maria Rosenkranz in Wersten

Wersten gehörte bis 1899 zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Himmelgeist. Bereits am 1. Januar 1884 wurde ein Kirchbauverein Wersten gegründet, der im Juni 1890 ein Grundstück in Wersten erwarb.<ref>www.meinegemein.de – St. Maria Rosenkranz, Wersten</ref> 1891 wurde eine Notkirche aus einer erworbenen alten Kesselschmiede errichtet, die 1893 geweiht wurde. 1899 wurde dann die Einrichtung einer eigenen Pfarrei in Wersten beantragt, woraufhin am 22. März 1901 die Erhebung zur Pfarrei erfolgte. Von 1907 bis 1910 wurde die neoromanische Basilika St. Maria Rosenkranz vom Architekten Wilhelm Sültenfuß errichtet. Im Oktober 1910 erfolgte schließlich die Weihe durch den Bischof.<ref>Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, S. 91f.</ref> Die Kirche wurde in den beiden letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, der Wiederaufbau dauerte bis 1955, einige Gewölbegemälde waren nicht wiederherstellbar.

Gegenüber dem Kirchenportal befindet sich ein Kriegerdenkmal von 1934.<ref>Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf, Grupello Verlag Düsseldorf 2009, S. 358.</ref>

St. Maria in den Benden

Datei:St. Maria in den Benden in Duesseldorf-Wersten, von Osten.jpg
St. Maria in den Benden, Kirchbau in Form eines Stalls

1953 beschloss das Erzbistum Köln, die Pfarrei St. Maria Rosenkranz in vier Pfarren aufzuteilen. Tatsächlich entstand eine weitere Pfarrgemeinde auf dem Gebiet „In den Benden“ westlich der Kölner Landstraße. 1955 begannen die Vorplanungen für eine neue Kirche am „Dechenweg“, die schließlich im September 1959 eingeweiht wurde.

Die Architekten Emil Steffann und Nikolaus Rosiny planten eine ausdrücklich in die Landschaft und Bebauung eingepasste Kirche in Form eines schützenden Stalles, der auch alle übrigen Räume der Gemeinde umfasst und an den Stall von Bethlehem erinnern soll. Aus diesem Grund wurde auch der Name des Gebietes zum Namensbestandteil der Kirche und der Gemeinde.<ref>www.meinegemein.de – St. Maria in den Benden, Wersten</ref><ref>Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, S. 87.</ref>

In den 1970er-Jahren reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus. Insbesondere war der Pfarrsaal zu klein geworden und die Gruppenräume befanden sich provisorisch in einer Holzbaracke. Deshalb entstand ein Erweiterungsbau, der seit 1985 genutzt wird. In den 1990er-Jahren wurde die Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. In der Kirche feiert auch die polnische Gemeinde Düsseldorfs ihren Sonntagsgottesdienst.

Franz-von-Sales-Kirche

Die Franz-von-Sales-Kirche ist eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Maria Rosenkranz, die 1969 bis 1971 vom Architekten Hans Schwippert als Schulkirche für die umliegenden Schulen gebaut wurde. Der markante Rundbau aus roten Backstein mit drei Ausflüchten steht am südlichen Ende der Siegburger Straße und grenzt unmittelbar an den Südpark. Eine Besonderheit der denkmalgeschützten Kirche ist ihr Innenraum, der an ein antikes Theater erinnert: Der Altar befindet sich an der tiefsten Stelle und die halbrund um ihn angeordneten Bänke stehen auf nach hinten ansteigenden Stufen. Schwipperts Idee war dabei die Form eines Plattfischs mit dem Altarraum als Kopf und den Eingängen als Flossen verfolgt.<ref>Manfred Becker Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, S. 92.</ref>

Der Kirchenvorstand hat 2006 aus Gründen des Unterhalts den Verkauf des Gebäudes an eine andere christliche Religionsgemeinschaft beschlossen.<ref>http://www.meinegemein.de/uploads/media/Die_Zukunft_der_Franz-von-Sales-Kirche_01.pdf</ref> Der genaue Zeitpunkt des Verkaufs steht aber nicht mehr fest. Somit werden in ihr weiterhin neben den Schulgottesdiensten wöchentlich Sonntagvorabendmessen der polnischen Gemeinde Düsseldorfs und etwa alle zwei Monate ein mit neuer geistlicher Musik besonders gestalteter Sonntagsgottesdienst gefeiert.

Der Innenraum zeichnet sich auch durch seine sehr gute Akustik aus. Die Innenwand ist ein Mauerwerk mit unterschiedlich breiten, teilweise unverfüllten Fugen. Dadurch wird der Schall auf natürliche Weise gerichtet verstärkt. Aus diesem Grund und wegen der abfallenden Bestuhlung eignet sich die Kirche auch besonders für Konzerte und andere Aufführungen.

Evangelische Kirchengemeinde

Der Anteil der Protestanten in Wersten war bis Ende des 19. Jahrhunderts nur gering. 1832 waren von 485 Einwohner nur 19 Einwohner evangelisch, die zur Ev. Kirchengemeinde Urdenbach gehörten.<ref>Johann Georg von Viebahn (Hrsg.): Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. Zweiter Theil, Abschnitt Düsseldorf, S. 70</ref> Mit Beginn der Industrialisierung im Großraum Düsseldorf kam es zum Zuzug vieler Protestanten und am 1. Oktober 1904 wurde die evangelische Gemeinde Eller-Wersten gebildet. 1911 wurde für die Werstener Gemeindemitglieder auf der Wiesdorfer Straße ein Gemeindesaal mit Betsaal eingerichtet. Am 6. Juli 1947 erfolgte die Auflösung der bisherigen Gemeinde Eller-Wersten und die Bildung von Einzelgemeinden. Aktuell umfasst die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Wersten die Stadtteile Wersten und Himmelgeist und ist in drei Pfarrbezirke aufgeteilt. Für die Protestanten in Himmelgeist erfolgt der Gottesdienst in der Kath. Kirche dieses Stadtteiles. Die Gemeinde unterhält das Gemeindezentrum an der Wiesdorfer Straße sowie zwei Kindertagesstätten und ein Jugendhaus.<ref>Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Wersten</ref>

Stephanuskirche

Das Kirchengebäude an der Wiesdorfer Straße ist eine Hallenkirche aus dem Jahr 1958. Das Kreuz der Altarwand wurde der bekannten Christusstatue von Rio de Janeiro nachempfunden. Bemerkenswert ist die Orgel, die über 2500 Pfeifen aufweist. Ungewöhnlich für ein modernes evangelisches Kirchenbauwerk ist auch die Krypta unter dem Altarraum. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaik-Anlage.

Weblinks

Einzelnachweise

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Anmerkungen

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