Eschenbach LU
LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Eschenbach zu vermeiden. |
Eschenbach | ||||||
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Staat: | Schweiz | |||||
Kanton: | Luzern (LU) | |||||
Wahlkreis: | Hochdorf | |||||
BFS-Nr.: | 1026 | |||||
Postleitzahl: | 6274 | |||||
UN/LOCODE: | CH ESB | |||||
Koordinaten: | 666905 / 220566 {{#coordinates:47,1327|8,3205|primary | dim=5000 | globe= | name= | region=CH-LU | type=city
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Höhe: | 475 m ü. M. | |||||
Fläche: | 13.19 km² | |||||
Einwohner: | 3594 (31. Dezember 2014)<ref>Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung) </ref> | |||||
Einwohnerdichte: | 272 Einw. pro km² | |||||
Ausländeranteil: | 10,2 % (31. Dezember 2014)<ref>https://www.pxweb.bfs.admin.ch/Selection.aspx?px_language=de&px_db=px-x-0102020000_201&px_tableid=px-x-0102020000_201\px-x-0102020000_201.px&px_type=PX</ref> | |||||
Website: | www.eschenbach-luzern.ch | |||||
Karte | ||||||
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Eschenbach ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Die Gemeinde liegt 9 km nördlich von Luzern auf einer Geländeschwelle zwischen Reusstal und Seetal . Nebst dem Dorf gehören zahlreiche Häusergruppen und Einzelgehöfte zur Gemeinde.
Die Nachbargemeinden sind Ballwil, Buchrain, Emmen, Hochdorf, Inwil, Rain und Rothenburg .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung | |
---|---|
Jahr | Einwohner |
1798 | 1'097 |
1816 | 790 |
1850 | 1'229 |
1900 | 1'204 |
1950 | 1'656 |
1960 | 1'830 |
1970 | 1'983 |
1980 | 2'321 |
1990 | 2'455 |
2000 | 2'966 |
2004 | 3'174 |
2010 | 3'447 |
Die Bevölkerung wuchs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasch an. Danach stagnierte sie bis 1900 bei etwa 1'200 Einwohnern. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte ein stetes, langsames Wachstum. Seither nimmt sie stark zu, nicht zuletzt wegen der Nähe zur Stadt Luzern und dem Steuerfuss („Steueroase“). Das Wachstum betrug zwischen 1970 und 2004 60,1 %.
Sprachen
Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 94,91 % Deutsch, 1,52 % Albanisch und 0,81 % Italienisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.
Religionen - Konfessionen
Früher bestand die gesamte Bevölkerung aus Römisch-Katholiken. 2000 gab es 80,55 % römisch-katholische, 8,60 % evangelisch-reformierte und 0,98 % orthodoxe Christen. Daneben gibt es 3,57 % Konfessionslose und 2,73 % Muslime. Die Muslime sind meist Albaner und Bosniaken, die Orthodoxen Serben und Montenegriner.
Herkunft - Nationalität
Ende 2014 waren von den 3'594 Einwohnern 3'229 Schweizer und 365 (= 10,2 %) Ausländer.<ref>https://www.pxweb.bfs.admin.ch/Selection.aspx?px_language=de&px_db=px-x-0102020000_201&px_tableid=px-x-0102020000_201\px-x-0102020000_201.px&px_type=PX</ref> Die Einwohnerschaft bestand aus 89,8 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2013 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (33,6 %), Serbien inklusive Kosovo (18,2 %), Italien (12,2 %), Portugal (8,0 %) und Spanien (3,0 %). 19,6 % stammten aus dem übrigen Europa und 5,4 % waren aussereuropäischer Herkunft.<ref>https://www.lustat.ch/files/lustat/daten/profile/de/gp_1026_gb2015.pdf</ref>
Politik
Der oberste Souverän ist das Volk, welches seinen politischen Willen bei Wahlen, Volksabstimmungen und an der Gemeindeversammlung äussern kann. In der Gemeinde sind politische Ortsparteien der CVP, der FDP und der SVP aktiv.
Gemeinderat
Der Gemeinderat leitet die Geschicke die Gemeinde im Auftrag des Volks. Er ist auf eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt und besteht aus fünf nebenamtlich tätigen Mitgliedern. Am 6. Mai 2012 wurde der Gemeinderat neu gewählt:
- Guido Portmann (CVP), Gemeindepräsident
- Markus Kronenberg (CVP), Gemeindeammann
- Pia Rüttimann-Troxler (CVP), Sozialvorsteherin
- Othmar Amrein (FDP), Gemeinderat
- Dorly Galliker-Bühlmann (FDP), Gemeinderätin
Wahlen zum Grossrat (Kantonsparlament)
Bei den Grossratswahlen im Jahr 2003 errang die CVP die absolute Mehrheit mit 53,20 %. Danach folgte die SVP mit 19,07 % und die FDP mit 16,52 %. Damit bekamen die drei bürgerlichen Parteien fast 90 % aller Stimmen. Die SP erhielt 6,46 %, das Grüne Bündnis 3,41 %.
Verkehr
Eschenbach verfügt über eine eigene Bahnstation an der Bahnlinie Luzern-Lenzburg (im Volksmund Seetalbahn genannt) und ist daher gut ins Netz des öffentlichen Verkehrs eingebunden. Zudem verkehrt von Montag bis Freitag ein Pendlerschnellbus zum Bahnhof in Rotkreuz (ZG).
Das Dorf liegt wie der Weiler Blatten an der Hauptstrasse Luzern-Lenzburg. Der Ortsteil Bründlen liegt an der Hauptstrasse Eschenbach-Sempach, der Weiler Mettlen an der Strasse Emmen-Inwil, der Weiler Höndlen an der Strasse Eschenbach-Inwil und die beiden Weiler Öggeringen und Herrendingen abseits von Hauptstrassen.
Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse sind Buchrain an der A14 in 4 km, Gisikon an der A14 in 7 km und Emmen-Süd an der A2 in 8 km Entfernung.
Geschichte
Erste sichere Erwähnung im Güterrodel der Fraumünsterabtei Zürich unter dem Namen „Eskinpah“ im Jahr 924. Vorherige Erwähnungen können nicht sicher belegt werden. Die Gemeinde war bis 1309 ein Lehen der Freiherren von Eschenbach. Da sich Walter IV. aus diesem Geschlecht am Mord an König Albrecht beteiligte, wurde sein Besitz von den Habsburgern übernommen und gehörte bis 1385 zu ihrem Amt Rothenburg. Die Gemeinde fiel in diesem Jahr an die expandierende Stadt Luzern, wo sie bis 1798 als Teil der Landvogtei Rothenburg verblieb. Danach gehörte sie bis 1803 zum Distrikt Hochdorf, von da an zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf .
Religion
In Eschenbach besteht ein Nonnenkloster des Ordens der Zisterzienser das Kloster Eschenbach.<ref>kloster-eschenbach.ch: Kloster Eschenbach, Zugriff am 24. März 2010</ref>
Bilder
- 2012-08-28 Regiono Seetal (Foto Dietrich Michael Weidmann) 346.JPG
Katholische Pfarrkirche Eschenbach
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Innenansicht der katholischen Kirche
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Gästehaus des Klosters mit Sonnenuhr
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Klosterkirche
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Innenansicht der Klosterkirche
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Kreuzgang des Klosters
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Bahnhof der Seetalbahn
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Eschenbach
- Gemeindeprofil auf der Website des Kantons (PDF; 222 kB)
- Waltraud Hörsch: Eschenbach (LU) im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise
<references />
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