Rain LU
LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Rain zu vermeiden. |
Rain | ||||||
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Staat: | Schweiz | |||||
Kanton: | Luzern (LU) | |||||
Wahlkreis: | Hochdorf | |||||
BFS-Nr.: | 1037 | |||||
Postleitzahl: | 6026 | |||||
Koordinaten: | 662258 / 220160 {{#coordinates:47,1295|8,2592|primary | dim=5000 | globe= | name= | region=CH-LU | type=city
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Höhe: | 590 m ü. M. | |||||
Fläche: | 9.42 km² | |||||
Einwohner: | 2533 (31. Dezember 2014)<ref>Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung) </ref> | |||||
Einwohnerdichte: | 269 Einw. pro km² | |||||
Ausländeranteil: | 5,4 % (31. Dezember 2014)<ref>https://www.pxweb.bfs.admin.ch/Selection.aspx?px_language=de&px_db=px-x-0102020000_201&px_tableid=px-x-0102020000_201\px-x-0102020000_201.px&px_type=PX</ref> | |||||
Website: | www.rain.ch | |||||
Rain LU | ||||||
Karte | ||||||
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Rain ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Rain liegt auf einer Hochebene am Südhang der Erlosen zwischen dem südlichen Seetal und nahe dem Südende des Sempachersees.
Das Dorf Rain wächst durch starke Bautätigkeit allmählich mit dem westlich davon gelegenen Ortsteil Sandblatten (592 m ü. M.) zusammen. Zur Gemeinde gehört auch der Weiler Gundolingen (600 m ü. M.; 1,1 km nordwestlich des Dorfs). Es gibt auf dem Gemeindegebiet eine Vielzahl von Häusergruppen und Einzelgehöften, welche teilweise mehrere Kilometer vom Dorf entfernt sind. Vom Gemeindeareal von 942 ha sind 8,3 % Siedlungsfläche, 16,8 % Wald und Gehölz und 74,9 % landwirtschaftliche Nutzfläche.
Rain grenzt an die Gemeinden Eschenbach, Hildisrieden, Hochdorf, Neuenkirch, Römerswil und Rothenburg.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung | |
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Jahr | Einwohner |
1850 | 872 |
1900 | 869 |
1920 | 1'009 |
1950 | 1'045 |
1960 | 996 |
1970 | 1'061 |
1980 | 1'228 |
1990 | 1'480 |
2000 | 1'831 |
2004 | 1'982 |
2006 | 2'097 |
2008 | 2'295 |
2010 | 2'383 |
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blieb die Zahl der Bewohner konstant (zwischen 842 und 872 Personen). Bis 1920 stieg sie um 16,1 %, um anschliessend für Jahrzehnte um die Marke von 1000 Einwohnern zu stagnieren. Ab 1970 folgte ein gewaltiger Wachstumsschub (1970–2004: +86,8 %), der immer noch anhält.
Sprache
Die Bewohner sprechen als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 96,50 % Deutsch, 0,66 % Albanisch und 0,55 % Portugiesisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
Wie im übrigen Kanton Luzern war die Bevölkerung früher rein römisch-katholisch. Kirchenaustritte und die Zuwanderung aus anderen Landesgegenden und dem Ausland haben das religiöse Gefüge geändert. Heute (Stand 2000) sind 86,29 % römisch-katholische- und 6,88 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben gibt es 3,11 % Konfessionslose und 1,26 % Muslime.
Herkunft - Nationalität
Ende 2014 waren von den 2'533 Einwohnern 2'395 Schweizer und 138 (= 5,4 %) Ausländer.<ref>https://www.pxweb.bfs.admin.ch/Selection.aspx?px_language=de&px_db=px-x-0102020000_201&px_tableid=px-x-0102020000_201\px-x-0102020000_201.px&px_type=PX</ref> Die Einwohnerschaft bestand aus 94,6 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2013 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (25,4 %), Portugal (20,5 %), Italien (13,9 %), Serbien inklusive Kosovo (10,7 %), und Spanien (4,9 %). 17,2 % stammten aus dem übrigen Europa und 7,4 % waren aussereuropäischer Herkunft.<ref>https://www.lustat.ch/files/lustat/daten/profile/de/gp_1037_gb2015.pdf</ref>
Politik
Wahlen, Volksabstimmungen und die Gemeindeversammlung sind die politischen Mitwirkungsmöglichkeiten, mit denen der Bürger seine politische Mitsprache ausüben kann.
Gemeinderat
Der Gemeinderat Rain (Exekutive) besteht aus 5 Mitgliedern im Nebenamt. Er wird von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern jeweils für 4 Jahre gewählt. Der Gemeinderat ist ausführende Behörde und vertritt die Gemeinde nach aussen. Er vollzieht die ihm von Bund und Kanton übertragenen Aufgaben und führt die von der Gemeindeversammlung gefassten Beschlüsse aus. Der Gemeinderat entscheidet im Rahmen seiner Kompetenzen selbständig. Seine Aufgaben sind u.a. in der Gemeindeordnung von Rain geregelt. Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:
- Peter Brunner, (FDP), Gemeindepräsident
- Oskar Berli, (CVP), Gemeindeammann
- Galliker Judith, (Parteilos), Soziales und Gesundheit
- Rauter Heidi, (CVP), Bildung
- Wyss Markus, (CVP), Finanzen
Wahlen zum Grossrat (Kantonsparlament)
Im Jahr 2003 fand letztmals eine Wahl zum Grossrat statt. In Rain wurde die CVP mit 41,32 % stärkste Partei. Ihr folgten die FDP mit 34,72 % und die SVP mit 15,82 %. Die SP erreichte einen Wähleranteil von 5,43 % und das Grüne Bündnis von 1,14 %.
Verkehr
Der Anschluss ans Netz des öffentlichen Verkehrs ist durch die Buslinie Luzern-Rickenbach gewährleistet. In Rickenbach besteht eine Anschlusslinie nach Sursee. Zudem ist Rain noch an der Postautolinie Sempach-Hochdorf angeschlossen. Rain liegt leicht östlich des Strassenkreuzes von Sandblatten (Ortsteil von Rain westlich des Dorfs), wo die Strassen Luzern-Beromünster und Sempach-Eschenbach LU aufeinandertreffen. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind Sempach in 6 km und Emmen-Nord in 7 km Entfernung an der A2.
Geschichte
Ein Ortsteil der heutigen Gemeinde (Herbrig) wird bereits im Jahr 1256 erwähnt. Der Ort Rein erscheint erstmals 1269 in einer Verpfändungsurkunde des Abts Berchtold vom Kloster Murbach. Die Gemeinde gehörte zum Gebiet der Habsburger, bis sie 1386 an die Stadt Luzern fiel. Sie war danach bis 1798 Teil der Vogtei Rothenburg. Die Gemeinde war aber nicht eigenständig, sondern bildete zusammen mit Hildisrieden und Römerswil die Gemeinde Berghof. Von 1798 bis 1803 bildete Rain einen Teil des Distrikts Hochdorf, während Sandblatten und Gundolingen zum Distrikt Sempach gehörten. Seither sind alle drei Ortsteile dem Amt Hochdorf zugeteilt. Die Gemeinde Berghof wurde durch Ratsbeschluss 1836 in die Gemeinden Hildisrieden, Rain und Römerswil aufgeteilt. Dieser Entscheid wurde im Jahr 1838 umgesetzt und seither ist Rain eine eigenständige Gemeinde.
Bilder
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Kirche von Rain
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Innenansicht der Kirche
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Deckenmalerei in der Kirche
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Restaurant im Dorfzentrum
Literatur
Gabriela Mattmann: "Die Roten und die Schwarzen. Die Gemeinde Rain und ihre Musikvereine.", Universität Zürich 2002, ISBN 3-908784-00-X
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Rain
- Gemeindeprofil auf der Website des Kantons (PDF-Datei; 155 kB)
- Statistisches Amt des Kantons Luzern
- Waltraud Hörsch: Rain im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise
<references />
Aesch | Altwis | Ballwil | Emmen | Ermensee | Eschenbach | Hitzkirch | Hochdorf | Hohenrain | Inwil | Rain | Römerswil | Rothenburg | Schongau
Ehemalige Gemeinden: Gelfingen | Hämikon | Herlisberg | Lieli | Mosen | Müswangen | Retschwil | Richensee | Sulz
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