Festzelte auf dem Oktoberfest
Auf dem Oktoberfest befindet sich eine Reihe von Festzelten (häufig auch Bierzelt genannt), die von unterschiedlichen Wiesn-Wirten betrieben werden und teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken können. Einige Zelte gehören den ansässigen Brauereien. Die ersten Aufbauarbeiten der Zelte beginnen meist drei Monate vor dem Start des Festes.<ref>oktoberfest-live.de: So wächst die Wiesn: Bilder vom Aufbau, abgerufen am 31. Juli 2014</ref>
Inhaltsverzeichnis
- 1 Große Festzelte
- 1.1 Armbrustschützenzelt
- 1.2 Augustiner-Bräu
- 1.3 Bräurosl / Pschorrbräu-Festhalle
- 1.4 Fischer-Vroni
- 1.5 Hacker-Festzelt
- 1.6 Hippodrom
- 1.7 Marstall
- 1.8 Hofbräu-Festzelt
- 1.9 Käfers Wiesn-Schänke
- 1.10 Löwenbräu-Festzelt
- 1.11 Ochsenbraterei
- 1.12 Schottenhamel
- 1.13 Schützenfestzelt
- 1.14 Weinzelt
- 1.15 Winzerer Fähndl – Paulaner-Festhalle
- 2 Kleinere Festzelte
- 3 Zahlen und Daten
- 4 Vergabe der Festzeltkonzessionen
- 5 Sitzplätze
- 6 Weblinks
- 7 Quellen
Große Festzelte
Armbrustschützenzelt
Das Armbrustschützenzelt gibt es seit 1895. Es hat 5.830 Innen- und 1.620 Außenplätze.<ref>http://www.armbrustschuetzenzelt.de/ Das Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest, Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Festwirt ist Peter Inselkammer, der Bruder des Besitzers der Brauerei Aying. Zum Ausschank kommt jedoch Paulaner Bräu, da auf dem Oktoberfest ausschließlich Bier von Münchner Brauereien ausgeschenkt wird. Jedes Jahr finden im Armbrustschützenzelt traditionell die Deutschen Meisterschaften der Armbrustschützen in der Disziplin 30 Meter national statt.
Augustiner-Bräu
Die Augustiner Brauerei liefert als einzige Münchner Brauerei noch Holzfässer zum Oktoberfest. Das Zelt hat 6000 Innen- und 2500 Außenplätze.<ref>www.augustiner-braeu.de. Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Die Festwirte Manfred und Thomas Vollmer betreiben zudem zwei Augustiner-Großgaststätten in München (Landsberger Straße und Neuhauser Straße).
Bräurosl / Pschorrbräu-Festhalle
Die Bräurosl ist das Festzelt der Betreiber-Familie Heide, die auch die Großgaststätte Heide-Volm in Planegg bei München führt. In diesem Festzelt findet traditionell jedes Jahr am ersten Wiesn-Sonntag der aus einer Vereinsveranstaltung des „MLC Münchner Löwen Clubs e.V.“ hervorgegangene „Gay Sunday“ statt.
Wahrzeichen der Bräurosl sind zwei fast 20 Meter hohe Maibäume vor dem Zelt. 2004 erwartete die Wiesnbesucher ein komplett neues Zelt mit 6.000 Sitzplätzen im Zelt und 2.500 im Wirtsgarten. Im Jahre 2010 hat die Bräurosl 6.200 Sitzplätze im Zelt und 2.200 im Wirtsgarten.<ref>http://www.hacker-pschorr.de/unternehmen/content/oktoberfest/braeurosl/index.php Oktoberfest-Zelt: Bräurosl, Aufgerufen am 19. September 2010</ref>
Es wird Hacker-Pschorr-Bier ausgeschenkt.
Fischer-Vroni
Die Fischer-Vroni – unter den 14 großen Zelten auf der Wiesn eines der kleineren – erhielt 2006 ein neues Zelt mit Seitengalerie, welches 2011 um eine weitere Galerie über dem Haupteingang und 2013 schließlich um ein Holzfasslager erweitert wurde.<ref>Die Fischer-Vroni auf der Wiesn, Aufgerufen am 16. Januar 2014</ref> Es verfügt über 3080 Innen- und 700 Außenplätze.<ref>http://fischervroni.factsoft.de/festzelt.html Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Wie im Augustiner-Festzelt wird auch hier Augustiner-Bier vom Fass ausgeschenkt. Spezialität ist der Steckerlfisch, ein auf dem Spieß gegrillter Fisch. Seit einigen Jahren hat sich am zweiten Wiesn-Montag eingebürgert, dass das Zelt von Schwulen und Lesben „besetzt“ wird. Diese Tradition geht zurück auf den inzwischen verstorbenen schwulen Wirt der Bar Prosecco, der einfach einige Tische für seine Gäste reservierte, woraufhin sich auch viele andere Schwule und Lesben anschlossen. Inzwischen ist dieser Termin aber ein Selbstläufer, so dass man rechtzeitig erscheinen muss, um mitfeiern zu können.
Hacker-Festzelt
Das 90×43 Meter große Hacker-Festzelt bietet innen Sitzplätze für 6.900 Personen und weitere 2.400 Plätze im Biergarten.<ref>http://www.hacker-festzelt.de/index.php/hacker-festzelt Aufgerufen am 6. September 2012</ref> 2004 wurde das Zelt von Rolf Zehetbauer neu gestaltet, um den Werbeslogan der Hacker-Brauerei „Himmel der Bayern“ besser gerecht zu werden. Dazu wurde die Zeltinnendecke aufwändig behängt. Zusätzlich wurde in das Bierzeltdach eine 5×5 Meter große Öffnung eingebaut, die vom Betreiber „Cabrio-Dach“ genannt wird. Die im Zeltinneren befindliche Drehbühne der Musikkapelle wurde ebenfalls erneuert.
Die Kirchdorfer spielen seit 1994 als offizielle Festkapelle täglich von 12.00 bis 22.30 Uhr.
Als Showact spielt täglich von 19.00 bis 20.30 die Münchner Partyband Cagey Strings.
Der Festwirt vom Hacker-Festzelt ist Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte und Gastwirt in Straßlach.
Hippodrom
Das Hippodrom wurde erstmals 1902 von Carl Gabriel als Imbiss- und Schaubude auf dem Oktoberfest aufgestellt.<ref>http://www.hippodrom-oktoberfest.de/de/wiesn/hippodrom/festzelt/ Aufgerufen am 26. September 2012</ref> Als Besonderheit befand sich bis in die 1970er Jahre<ref>Aktenzeichen XY... ungelöst 1971</ref> im Zelt eine Pferdereitbahn, ein Hippodrom, in dem Besucher selber reiten durften (jedoch ohne Wettkampfcharakter). Seinerzeit stand vor dem Zelt ein Rekommandeur. Im Hippodrom wurde Bier der Spaten-Franziskaner-Brauerei ausgeschenkt. Es stand direkt rechts neben dem Haupteingang. Festwirt war von 1995 bis 2013 Sepp Krätz, der Pächter der Waldwirtschaft in Großhesselohe. Die Konzession wurde ihm nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, unter anderem bei der Bewirtung des Festzelts, entzogen.<ref>Urteil gegen Wiesn-Wirt. Abgerufen am 28. März 2014. </ref> Das Nachfolgezelt wird unter dem Namen Marstall geführt.
Im Hippodrom spielten regelmäßig Bands. Es gab 3.300 Sitzplätze im Zelt und 1.000 im Biergarten.<ref>http://www.hippodrom-oktoberfest.de/de/wiesn/hippodrom/faq/#faq22 Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Die Münchner Zwietracht spielte über zehn Jahre hinweg am Abend im Hippodrom auf. Als „Stargast“ wurde Linda Jo Rizzo präsentiert.
Marstall
Der Marstall übernahm ab dem Oktoberfest 2014 den Platz des Hippodroms.<ref>Oktoberfest: Siegfried Able wird neuer Wiesnwirt, Süddeutsche Zeitung, 28. April 2014</ref> Bewirtet wird das Festzelt von der Familie Able. Der Marstall bietet 3200 Sitzplätze. Weitere 1100 Personen finden im Biergarten und an der Bar Platz. Als Brauerei fungiert, wie beim Vorgänger Hippodrom, die Spaten-Franziskaner-Brauerei. Auch musikalisch schließt man sich an das Hippodrom an: Es spielen unter anderem Münchner Zwietracht und Die Oberbayern.<ref>Infos rund ums Zelt, Offizielle Website, 30. Juni 2015</ref>
Hofbräu-Festzelt
Das Hofbräu-Festzelt ist mit seinen insgesamt knapp 10.000 Plätzen platzmäßig das größte Bierzelt auf dem Oktoberfest (6.518 Sitzplätze sowie 1.000 Stehplätze im Innenbereich, weitere 3.022 Sitzplätze im Garten).<ref name="HB_Daten">http://www.hb-festzelt.de/de/festzelt.html Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Es wird seit 1980 von der Familie Steinberg geführt, die seit 1995 auch Pächter des Hofbräukellers ist. Unter ihrer Leitung wurden bedeutende bauliche Veränderungen im Zelt veranlasst, so dass man heute den auf dem Oktoberfest einzigen Stehbereich mit 1.000 Plätzen ebenso im Hofbräu-Festzelt vorfindet, wie 12 Zentner Hopfenreben eines ganzen Hopfenfeldes, die als Dekoration genutzt werden. Das Festzelt wird auf einer Fläche von über 7.000 m² errichtet. In den gut zwei Wochen des Festes werden dort über 550.000 Liter Bier, 70.000 halbe Hähnchen, 5.500 Schweinshaxn und 8.500 Portionen Schweinswürstel konsumiert<ref name="HB_Daten" />. 2005 wurde das Zelt etwas erweitert und erhielt eine komplett neue Fassade.
Es ist aufgrund des weltbekannten Hofbräuhauses das mit Abstand beliebteste Zelt von Touristen und auch von vielen Prominenten.<ref>Das richtige Wiesn-Zelt für jeden, RP Online, 1. September 2010</ref> Dadurch ist die Stimmung eher von Extremen geprägt.
Käfers Wiesn-Schänke
Das erst seit 1971 vertretene Käfer-Zelt ist einer der kleineren Betriebe auf dem Oktoberfest. Bei der Wiesn-Schänke handelt es sich nicht um ein Zelt, sondern um ein großes Holzblockhaus im Stil eines bayrischen Bauernhofes. Das Haus bietet 1400 Gästen Platz, weitere 1900 Plätze befinden sich im Garten.<ref>http://www.feinkost-kaefer.de/oktoberfest/ Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Als Ableger von Feinkost Käfer werden hier etwas ausgefallenere Speisen angeboten, als dies in den größeren Zelten der Fall ist. Hier sind häufig prominente Sportler, Schauspieler und andere bekannte Personen der Schickeria anzutreffen. Der Ausschank im Käfer-Zelt endet um 0:30 Uhr nachts (andere Zelte um 22:30 Uhr); es gibt auch Wein und Champagner.
Löwenbräu-Festzelt
Charakteristisch an diesem Zelt mit 8.515 Sitzplätzen in Zelt und Garten ist der 37 m hohe Löwenbräu-Turm mit dem beweglichen Löwen, der früher durch ein Tonband auch gesprochen hat. Unter dem Zelthimmel leuchten 16.500 Glühbirnen.<ref>http://www.loewenbraeu-festzelt.info/index.htm Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Hier fand an einem Tag seit 1989 (bis 2007) fast jedes Jahr die Damenwiesn statt (ein Treffen von prominenten Frauen); Initiatorin ist die Millionärin Regine Sixt.
Es ist das weltweit erste Bierzelt mit ISO-9001-Zertifikat. Die Festwirte sind Christa und Ludwig Hagn sowie Stephanie Spendler.<ref>www.loewenbraeu-festzelt.info Willkommen im Löwenbräu-Festzelt. Aufgerufen am 19. September 2010.</ref>
Ochsenbraterei
Im Festzelt Ochsenbraterei wird Spaten-Bier ausgeschenkt. Im September 1881 briet der Metzger Johann Rössler einen Ochsen am Stück erstmals auf einem Spieß auf dem Oktoberfest und bot ihn als Stehimbiss an. Das Geschäft musste er 1882 einstellen, da er kein Bier ausschenken konnte. Ab 1898 war er mit seiner Ochsenbraterei wieder präsent. 1901 wurde sein 200. Ochse gebraten.
Das Zelt hat eine Grundfläche von 4200 m² und bietet 5950 Plätze (davon 1660 Plätze in den Boxen); daneben befindet sich eine Freischankfläche mit einer Fläche von 1700 m² und 1600 Plätzen. 356 Mitarbeiter arbeiten für die Ochsenbraterei (Stand 2010). Der Betrieb verfügt über 5 Schänken.
Das jetzige Zelt wurde 1980 gefertigt; die Aufbauzeit beträgt 10 Wochen, die Abbauzeit 5 Wochen.<ref>www.ochsenbraterei.de Die Ochsenbraterei in Zahlen Aufgerufen am 18. September 2010.</ref>
Schottenhamel
Die Geschichte des Zeltes als gastronomischer Betrieb reicht bis 1867 zurück, als der Schottenhamel ein Bretterschuppen hinter dem Königszelt war. Die heutigen Festwirte sind Michael F. und Christian Schottenhamel. Das Zelt besteht seit 1953 und hat eine Fläche von 4.800 m² mit 6.000 Plätzen (zwei Galerien). Der Wirtsgarten hat 4.000 Plätze auf einer Fläche von 2.200 m².<ref>http://www.oktoberfest-live.de/das-oktoberfest/zelte/schottenhammel/oktoberfest-festzelt-schottenhamel-66937.html Aufgerufen am 6. September 2012</ref> Im Schottenhamel-Zelt findet das traditionelle erste Anzapfen durch den jeweils amtierenden Oberbürgermeister statt. Das Zelt ist außerdem das Traditionszelt für Münchner Studentenverbindungen, was man auch an den Wappen mit Zirkeln an einer der Seitenwände erkennen kann. Das Publikum ist meist jung und ausgelassen.
Im Schottenhamel-Zelt wird ebenfalls Spaten-Bier ausgeschenkt. Eine Besonderheit ist die Bekleidung der weiblichen Bedienungen: klassische Servierschürzen (statt Dirndl) und Häubchen. Ebenfalls besonders sind die Bänke im Schotten; sie sind um die quadratischen Tische angeordnet und kürzer als üblich. Der Schottenhamel wird auch Das Zelt der Jugend genannt.
Am 29. September 2015 findet im Schottenhammel Festzelt das Bits & Pretzels Event statt.<ref>Bits & Pretzels goes Oktoberfest. Abgerufen am 23. April 2015. </ref> Das besondere daran ist, dass sich erstmals 3500 Gründer zum Weißwurstfrühstück auf der Wiesn treffen.
Schützenfestzelt
Das Schützenfestzelt gehört mit 5.361 Plätzen (ca. 4.300 innen und ca. 1.090 außen) zu den kleineren Bierzelten. Wenn man jedoch die Grundfläche betrachtet ist es das größte Zelt der Wiesn. Es steht gleich neben der Bavaria und damit abseits der großen 'Bierstraße'. Von vielen Touristen wird es übersehen, weil der Eingang nicht unbedingt bierzelttypisch ist. Das Publikum war früher im Schnitt älter, die Atmosphäre wesentlich gemütlicher als bei den anderen, großen Zelten der Biermeile. Aufgrund der Kapelle „Die Niederalmer“, die abends vorwiegend Rock und Pop spielt, und somit die Stimmung anheizt, wurde in den letzten Jahren das Publikum aber auch hier immer jünger, und somit ist das Schützenfestzelt neben dem Hacker-Zelt und dem Schottenhamel der Treffpunkt der Münchner Jugend. Des Weiteren trifft sich der deutsche Adel hier.
Als eines der ältesten Zelte auf dem Oktoberfest kann man hier noch eine Besonderheit finden: An 110 Schießständen findet hier das Oktoberfest-Landesschießen der Sportschützen statt. Das Schützenfestzelt ist für seinen Geranienbalkon berühmt. Die Festwirte sind Claudia und Eduard Reinbold. Die Spezialität des Zeltes sind in Malzbier gebratene Spanferkel.
Weinzelt
Im Weinzelt von Roland, Doris und Stephan Kuffler wird bis 21:00 Uhr Weißbier ausgeschenkt, parallel und danach gibt es neben den üblichen alkoholfreien Getränken Wein, Sekt und Champagner mit entsprechendem Publikum. Das Zelt ist seit 1984 vertreten. Mit insgesamt 2.500 Sitzplätzen gehört es zu den kleineren Zelten auf dem Oktoberfest. 2005 wurde das Weinzelt komplett neu konstruiert; aufgebaut wird es jedes Jahr komplett neu, während das alte Zelt im Oktober 2006 bei eBay versteigert wurde. Beliefert wird es von der Paulanerbrauerei, verschiedenen Winzern sowie der Sektkellerei Nymphenburg. Eine Besonderheit: Die langen Öffnungszeiten bis 1:00 Uhr, während die anderen Festzelte (außer Käfer) bereits um 22:30 Uhr den Ausschank beenden.
Winzerer Fähndl – Paulaner-Festhalle
Weithin ist das Winzerer Fähndl erkennbar am großen Turm mit einem sich drehenden, sechs Meter hohen Paulaner-Maßkrug an der Spitze. Der Name „Winzerer Fähndl“ für die Paulaner-Festhalle stammt aus der Zeit, als die gleichnamige Armbrustschützengilde hier ihr Hauptquartier hatte und im Zelt noch mit der Armbrust scharf geschossen wurde. Vor langen Jahren zog es die Armbrustschützen in ein seinerzeit neues Zelt, das Armbrustschützenzelt. Der Name der Gilde Winzerer Fähndl blieb der Paulaner-Festhalle mit ihren 8.450 Sitzplätzen innen und 2.450 im Garten erhalten. 2010 wurde das alte Festzelt durch eine freitragende Konstruktion ersetzt, die ohne Stützsäulen im Zeltinnern auskommt.<ref>Paulaner Brauerei München : Oktoberfest 2010 Aufgerufen am 19. September 2010</ref> Wirte sind Peter und Arabella Pongratz.
Kleinere Festzelte
Außer den 14 großen Festzelten gibt es noch kleinere Zelte, hauptsächlich Hühnerbratereien wie Wienerwald, Cafe Kaiserschmarrn (Rischart), Vinzenz Murr, Poschners, Heimer, Cafe Mohrenkopf, Bodos-Cafézelt, das Wirtshaus im Schichtl und die Ammer Hühner - und Entenbraterei, die seit dem Jahr 2000 lediglich Bio-Produkte verkauft.<ref>"Das Bio-Festzelt auf der Wiesn", seniorbook im August 2013</ref>
Zahlen und Daten
Große Festzelte
Die wichtigsten Daten der Wiesn-Festzelte sind:
Zelt | erstmals vertreten |
Sitzplätze innen |
Sitzplätze außen |
Bierpreis 2014 (pro Maß)<ref>oktoberfest-live.de: Wiesn-Reservierung kostet bis zu 85 Euro, abgerufen am 26. August 2014</ref> |
Festwirt | Brauerei | Musik |
---|---|---|---|---|---|---|---|
Armbrustschützenzelt | 1895 | 5.830 | 1.620 | 10,05 | Familie Peter Inselkammer | Paulaner | Unterbrunner Blasmusik |
Augustiner-Bräu | 1898 | 6.300 | 3.000 | 9,80 | Manfred Vollmer & Thomas Vollmer | Augustiner-Bräu | Augustiner Oktoberfestkapelle (Reinhard Hagitte) |
Bräurosl | 1902 | 6.200 | 2.200 | 9,95 | Familie Heide | Hacker-Pschorr | Ludwig Thoma-Musikanten |
Fischer-Vroni | 1904 | 3.080 | 700 | 10,00 | Johann Stadtmüller | Augustiner-Bräu | Sepp Folger und seine Münchner Musikanten |
Hacker-Festzelt | 1907 | 6.950 | 2.400 | 9,95 | Toni Roiderer | Hacker-Pschorr | Oktoberfestband Die Kirchdorfer, Cagey Strings Rock’n’Roll Band |
Marstall | 2014 | 3.200 | 1.000 | 9,95 | Siegfried Able | Spaten-Franziskaner-Bräu | Münchner Zwietracht |
Hofbräu-Festzelt | 1955 | 6.698 | 4.540 | 9,95 | Familie Steinberg | Hofbräu München | Alois Altmann und seine Isarspatzen |
Käfers Wiesn-Schänke | 1971 | 1.000 | 1.900 | 10,00 | Michael Käfer | Paulaner | Dreirad - Die Rock-Pop Partyband |
Löwenbräu-Festzelt | 1910 | 5.700 | 2.800 | 10,10 | Ludwig Hagn und Stephanie Spendler | Löwenbräu | „Die Heldensteiner“ (Leitung Bert Hansmaier) |
Ochsenbraterei | 1881 | 5.900 | 1.500 | 9,90 | Familie Haberl und Antje Schneider | Spaten-Franziskaner-Bräu | Festzeltkapelle Bruno Gress |
Schottenhamel | 1867 | 6.000 | 4.000 | 10,10 | Christian und Michael Schottenhamel | Spaten-Franziskaner-Bräu | Kapelle Otto Schwarzfischer |
Schützenfestzelt | 1876 | 4.300 | 1.090 | 10,05 | Familie Reinbold | Löwenbräu | Die Niederalmer |
Weinzelt | 1984 | 1.900 | 600 | - | Roland, Doris und Stephan Kuffler | Paulaner, Nymphenburg Sektkellerei | die Sumpfkröten, die Blechblos´n und die Högl Fun Band |
Winzerer Fähndl - Paulaner-Festhalle | 1898 | 8.450 | 2.450 | 9,95 | Familie Pongratz | Paulaner | „Die Nockherberger“ unter der Leitung von Konrad Aigner |
Insgesamt | 71.408 | 30.100 |
Kleinere Festzelte
Neben den Großen Wiesn Zelten gibt es auch 21 mittlere und kleine Zelte.
Zelt | erstmals vertreten | Sitzplätze innen | Außen | Festwirt | Brauerei |
---|---|---|---|---|---|
Wirtshaus im Schichtl | 2006 | ca. 300 | Manfred Schauer | Spaten-Franziskaner | |
Burtschers Bratwursthüttn | Helmut und Ralf Burtscher | Spaten-Franziskaner | |||
Hühner- und Entenbraterei Ammer | 1885 | 450 | 470 | Josef Schmidbauer | Augustiner |
Hendl- und Entenbraterei Heimer | 400 | Helmut und Ignaz Schmid | Paulaner | ||
Heinz Wurst- und Hühnerbraterei | 1906 | 360 | Petra Brenner und Herbert Heilmaier | Paulaner | |
Poschner's Hühner- und Entenbraterei | 1934 | 350 | Familie Luff | Hacker-Pschorr | |
Hühner- und Entenbraterei Wildmoser | 1981 | 320 | Familie Wildmoser | Hacker-Pschorr | |
Festzelt Zum Stiftl | 460 | Lorenz Stiftl & Söhne | Hacker-Pschorr | ||
Bodos Cafézelt | 450 | Bodo E. Müller | |||
Café Mohrenkopf | 1950 | Katharina und Wilhelm Wiemes | |||
Zur Bratwurst | 169 | 40 | Werner Hochreiter | Augustiner | |
Café Kaiserschmarrn | 2007 | 450 | Gerhard und Magnus Müller-Rischart | ||
Schiebl's Kaffeehaferl | 100 | Emil Schiebl | |||
Feisinger's Kas- und Weinstub'n | 92 | 90 | Rosie und Max Feisinger | Franziskaner Bräu | |
Glöckle Wirt | 98 | Hanns W. Glöckle | Spaten-Franziskaner Bräu | ||
Hochreiter's Haxnbraterei | 230 | Familie Hochreiter | Franziskaner und Löwenbräu | ||
Kalbsbraterei | 2014 | 300 | Familie Hochreiter | Franziskaner und Löwenbräu | |
Münchner Knödelei | 2002 | 300 | 90 | Florian und Bettina Oberndorfer | Paulaner Bräu |
Wildstuben | 200 | Trudi Renoldi | Augustiner Bräu | ||
Metzgerstubn Vinzenz Murr | 150 | Familie Brandl | Spaten-Franziskaner Bräu | ||
Guglhupf Café | Dr. Marc Eisenbarth | ||||
Insgesamt: | 4.319 | 690 |
Vergabe der Festzeltkonzessionen
Die Stadt München hat das traditionelle Vorrecht, für das Oktoberfest die Bierzelte nicht europaweit ausschreiben zu müssen, sondern nur größere Münchner Braustätten betrauen zu können. Die großen Wiesn-Festhallen werden vergeben von der Schörghuber-Gruppe (Paulaner-, Hacker- und Pschorrbräu), von der Löwen- und Spatenbrauerei, vom privaten Augustinerbräu und vom staatlichen Hofbräu. Entsprechend ihrer Größe hat jede Brauerei mehrere Festzelte pro Braustätte und dafür die Festwirte vorzuschlagen - sofern das Zelt nicht von anderen geführt wird, etwa von der Armbrustschützengilde (mit Paulaner) oder vom Schützenverband (mit Löwenbräu-Bier).
Jede Brauerei hat für die von ihr geführten Wiesnzelte das Vorschlagsrecht für den Festwirt mit mindestens zwei Alternativen. Neben der allgemeinen Berufsqualifikation für die Führung eines gastronomischen Betriebes dieser Größe und der notwendigen Erfahrung muss sich der Bewerber für ein Wiesn-Festzelt als zuverlässig erwiesen haben und persönlich unbescholten sein. Das heißt: Er darf sich vorher keine Verstöße gegen Gewerbeordnung, Lebensmittelrecht, Steuerrecht, Ausländerrecht oder andere Gesetze zuschulden kommen lassen.
Die Vorschläge werden dem Wirtschafts-(Wiesn-)Referenten der Stadt vorgetragen, der wiederum das Vorschlagsrecht gegenüber dem Wiesnausschuss des Stadtrates innehat und eine erste Prüfung der Bewerber vornimmt. Aufgrund seiner Vorschläge trifft letztlich der Wiesnausschuss des Stadtrates die Entscheidung. Die Vergabe verläuft in der Regel nach dem Prinzip „gut und bewährt“, das dazu führt, dass die Konzessionen jedes Jahr an dieselbe handverlesene Gruppe von Wirten vergeben werden. Diese Politik geht bis hin zur Vergabe nach Geburtsrecht beim altersbedingten Ausscheiden eines Wirtes. So kam es beispielsweise im Jahr 2001 im Pschorr-Festzelt „Bräurosl“ zur Übergabe vom damals 82-jährigen Willy Heide auf seinen Sohn Georg. Wirtschaftsreferent Reinhold Wieczorek erklärte damals, dass er dem Stadtrat diesen Generationenwechsel innerhalb der angesehenen Wirtefamilie Heide empfehlen kann.
Sitzplätze
Grundsätzlich findet kein Stehausschank (Stehmaß) statt. Ausnahme ist das Hofbräu-Festzelt, wo es Stehtische gibt. Die Anordnung der Biergarnituren ist in der Regel in Reihen gelöst. Dies ist jedoch nicht der Fall im Schottenhamel-Festzelt (siehe Abbildung) und in der Käfers Wiesn-Schänke, wo quadratische Tische aufgestellt sind; vereinzelt ist dies auch im Nymphenburg-Sekt-Zelt der Fall. Als Sitze sind Bierbänke sehr verbreitet, wobei im Käfer vereinzelt auch Stühle vorhanden sind.
Im Außenbereich wird die Musik der Kapelle per Lautsprecher übertragen. In keinem Gastronomiebetrieb mit Sitzgelegenheit wird Musik von Tonträgern abgespielt. Überdachungen im Außenbereich sind erst seit 2007 erlaubt, finden aber wegen der strengen Vorschrift bei Brandschutz noch keine Anwendung.
Weblinks
Quellen
<references />