Kowdor
Stadt
Kowdor
Ковдор
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Liste der Städte in Russland |
Kowdor (russisch Ковдор) ist eine Stadt in der Oblast Murmansk (Russland) mit 21.297 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).<ref name="einwohner_aktuell" />
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Die Stadt liegt jenseits des Nördlichen Polarkreises nahe der finnischen Grenze, etwa 370 km südwestlich der Oblasthauptstadt Murmansk am Oberlauf des Flüsschens Kowdora im Einzugsbereich des Imandra-Sees.
Kowdor ist Verwaltungszentrum des Stadtkreises Rajon Kowdor.
Die Stadt ist Endpunkt einer bei der Station Pinosero nördlich Kandalakscha von der Murmanbahn abzweigenden 117 Kilometer langen, 1956 eröffneten Eisenbahnstrecke.
Geschichte
1933 wurde im Bereich der heutigen Stadt eine Eisenerzlagerstätte sowie Karbonatite entdeckt. Zunächst begann man 1934 mit dem Abbau von Glimmer.
Nach einer Unterbrechung der Bergbautätigkeit wegen des Zweiten Weltkriegs entstand die Siedlung Kowdor 1953 im Zusammenhang mit der großmaßstäblichen Erschließung der Eisenerzlagerstätte und dem Bau einer Anreicherungsfabrik. Die Bezeichnung wurde vom Namen des Sees Kowdorosero abgeleitet (auch Kowtosero oder Koftosero, vermutlich von sami kuwt für Schlange).
1956 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs und am 20. September 1965 das Stadtrecht verliehen.
Bevölkerungsentwicklung
Jahr | Einwohner |
---|---|
1959 | 5.358 |
1970 | 12.387 |
1979 | 23.211 |
1989 | 30.478 |
2002 | 20.867 |
2010 | 21.297 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft
Stadtbildbestimmend ist die Förderung von Eisenerz im Tagebau und dessen Anreicherung durch die Firma Kowdorski GOK (im Besitz des EuroChem-Konzerns). In geringerem Umfang werden als Nebenprodukte Apatit und Vermiculit abgebaut. Daneben gibt es Holzwirtschaft.
Weblinks
- Webseite des Stadtkreises (russisch)
- Kowdor auf der Webseite der Oblastverwaltung (russisch)
- Kowdor auf mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise
<references />
Verwaltungszentrum: Murmansk
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Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons, G – Teil eines Geschlossenen administrativ-territorialen Gebildes (SATO)