Molybdänsäure
Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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Keine Zeichnung vorhanden | ||||||||||||||||
Allgemeines | ||||||||||||||||
Name | Molybdänsäure | |||||||||||||||
Andere Namen |
Molybdän(VI)-säure | |||||||||||||||
Verhältnisformel | MoO3 · H2O | |||||||||||||||
CAS-Nummer | 7782-91-4 | |||||||||||||||
PubChem | 82208 | |||||||||||||||
Kurzbeschreibung |
farbloser (triklin) bzw. gelber (monoklin) Feststoff<ref name="Holleman-Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).</ref> | |||||||||||||||
Eigenschaften | ||||||||||||||||
Molare Masse | 161,95 g·mol−1 | |||||||||||||||
Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
Schmelzpunkt |
300 °C (85 %ig)<ref name="Merck" /> | |||||||||||||||
pKs-Wert |
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Löslichkeit |
0,5 g·l−1 (Monohydrat, 15 °C)<ref>D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 4. Auflage, Band 3, Springer Verlag 1998, ISBN 3-540-60035-3.</ref> | |||||||||||||||
Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Molybdänsäure hat die Verhältnisformel H2MoO4 und kann als Monohydrat des Molybdäntrioxids aufgefasst werden: MoO3 · H2O. Im Gegensatz etwa zur scheinbar analog aufgebauten Schwefelsäure (H2SO4), existieren keine diskreten H2MoO4-Moleküle, stattdessen besteht Molybdänsäure aus einem Schichtengitter aus MoO6-Oktaedern (gelbe, monokline Form) bzw. Zickzackketten von MoO6-Oktaedern (farblose, trikline Form)<ref name="Holleman-Wiberg" />. Die konjugierte Base der Molybdänsäure MoO42− heißt Molybdat, die Salze der Molybdänsäure heißen Molybdate. Die Molybdationen bestehen, analog der Sulfationen, aus MoO42−-Tetraedern<ref name="Holleman-Wiberg" />.
Molybdat (MoO42−) stellt die bioverfügbare, d. h. für Lebewesen nutzbare Form von Molybdän dar.<ref name="Schwarz_Molybdän">Schwarz G. et al.: Molybdenum cofactors, enzymes and pathways. In: Nature. 460, Nr. 7257, 2009, S. 839–847. PMID 19675644.</ref>
Man kann Molybdänsäure als weißen Niederschlag erhalten, wenn man eine Molybdatlösung ansäuert. Salpetersaure Molybdatlösungen können bei längerem Stehen auch das gelbe Hydrat der Molybdänsäure H2MoO4 · H2O in kristalliner Form abscheiden.<ref>Jander-Blasius, Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 8. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1969.</ref>
Einzelnachweise
<references />