Propargylalkohol
Strukturformel | |||||||||||||||||||||
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Struktur von Propargylakohol | |||||||||||||||||||||
Allgemeines | |||||||||||||||||||||
Name | Propargylalkohol | ||||||||||||||||||||
Andere Namen |
2-Propin-1-ol | ||||||||||||||||||||
Summenformel | C3H4O | ||||||||||||||||||||
CAS-Nummer | 107-19-7 | ||||||||||||||||||||
PubChem | 7859 | ||||||||||||||||||||
Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit leicht geranienartigem Geruch<ref name="Römpp">Eintrag zu Prop-2-in-1-ol. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2014.</ref> | ||||||||||||||||||||
Eigenschaften | |||||||||||||||||||||
Molare Masse | 56,06 g·mol−1 | ||||||||||||||||||||
Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||||
Dichte |
0,97 g·cm−3<ref name="Gestis">Eintrag zu CAS-Nr. 107-19-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13. Februar 2009 (JavaScript erforderlich).</ref> | ||||||||||||||||||||
Schmelzpunkt |
−48 °C<ref name="Gestis"/> | ||||||||||||||||||||
Siedepunkt |
115 °C<ref name="Gestis"/> | ||||||||||||||||||||
Dampfdruck |
15,5 hPa (20 °C)<ref name="Gestis"/> | ||||||||||||||||||||
pKs-Wert |
13,6 (25 °C)<ref name="CRC90_8_43">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Dissociation Constants of Organic Acids and Bases, S. 8-43.</ref> | ||||||||||||||||||||
Löslichkeit |
mischbar mit Wasser<ref name="Gestis"/> | ||||||||||||||||||||
Brechungsindex |
1,432 (20 °C)<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||||
Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||||
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MAK |
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Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||||
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C |
Propargylalkohol (IUPAC-Bezeichnung: 2-Propin-1-ol) ist eine organische Verbindung. Er ist der einfachste Vertreter der Alkinole, einer Gruppe ungesättigter Alkohole und enthält die Propargylgruppe.
Eigenschaften
Die entzündliche, farblose Flüssigkeit hat einen charakteristischen Geruch. Mit einem Flammpunkt von 33 °C<ref name="Gestis"/> können sich mit der Luft ab dieser Temperatur explosionsfähige Gemische bilden. Der Explosionsbereich liegt zwischen 2,8 Vol.‑% (66 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 78 Vol.‑% (1817 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).<ref name="Gestis"/> Der Dampf ist schwerer als Luft. Die Zündtemperatur beträgt 365 °C. <ref>E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenndaten – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.</ref> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T2. Unter dem Einfluss von Hitze, Licht, Oxidationsmitteln und Peroxiden kann Propargylalkohol polymerisiert werden. Mit Oxidationsmitteln können heftige Reaktionen unter Hitzeentwicklung stattfinden. Eine Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes ist durch den Geruch nicht feststellbar.
Propargylalkohol kann in Gegenwart von Goldkatalysatoren und Methanol zu einem cyclischen Bisketal dimerisiert werden, wobei mit 93 %iger Ausbeute das trans-Isomer entsteht.<ref>J.H. Teles, S. Brode, M. Chabana: Cationic Gold(I) Complexes: Highly Efficient Catalysts for the Addition of Alcohols to Alkynes in Angew. Chem., Int. Ed. 37 (1998) 1415–1418, doi:10.1002/(SICI)1521-3773(19980605)37:10<1415::AID-ANIE1415>3.0.CO;2-N.</ref>
Verwendung
Propargylalkohol wird unter anderem als Korrosionsinhibitor für Stahl (gegen den Angriff von Säuren), als Stabilisator für Chloralkane sowie als Zwischenprodukt für organische Synthesen eingesetzt.<ref name="Römpp"/>
Einzelnachweise
<references />