Tillabéri (Region)
Tillabéri | |
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Basisdaten | |
Staat | Niger |
Hauptstadt | Tillabéri |
Fläche | 97.506 km² |
Einwohner | 2.722.482 (2012) |
Dichte | 28 Einwohner pro km² |
ISO 3166-2 | NE-6 |
Politik | |
Gouverneur | Assimiou Diabiri |
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Die Region Tillabéri ist eine der sieben Regionen des Niger und liegt im Südwesten des Landes. Ihre Hauptstadt ist Tillabéri. Die Region hat 2.722.482 Einwohner (2012).
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Tillabéri liegt in der Sahelzone. Der Fluss Niger fließt durch die Region. Im Nordwesten befinden sich die temporär wasserführenden Flüsse Béli, Gorouol und Sirba, im Süden die Flüsse Mékrou und Tapoa. In ihrem geologischen Aufbau ist die Region im Osten dem Erdzeitalter Tertiär und im Westen dem Erdzeitalter Präkambrium zuzurechnen.<ref>Thomas Krings: Sahelländer. WBG, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 16.</ref>
Umschlossen von Tillabéri liegt die Landeshauptstadt Niamey, die einen separaten Distrikt bildet. Im Norden grenzt die Region an den Nachbarstaat Mali, im Osten an die nigrische Region Tahoua und im Südosten an die nigrische Region Dosso. Im Südosten befindet sich in kleiner Grenzabschnitt zum Nachbarstaat Benin. Im Westen grenzt Tillabéri an den Nachbarstaat Burkina Faso.
Im äußersten Süden der Region liegt der Nationalpark W.
Geschichte
Die Region Tilláberi geht als Verwaltungseinheit auf das 1964 geschaffene Departement Niamey zurück.<ref>Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 274–275.</ref> 1988 wurde die Stadt Niamey aus dem Departement herausgelöst, das nun nach seiner neuen Hauptstadt den Namen Tillabéri erhielt.<ref>Aboubacar Kio Koudizé: Chronologie politique du Niger de 1900 à nos jours. Imprimerie Nationale du Niger, Niamey 1991, S. 54.</ref> 1998 wurde Tillabéri wie alle bisherigen nigrischen Departements in eine Region umgewandelt. Zugleich entstanden aus den bisherigen Arrondissements Departements, weshalb es weiterhin ein Departement namens Tillabéri gibt, das jedoch dem früheren Arrondissement Tillabéri entspricht und eine Verwaltungsebene unterhalb der heutigen Region darstellt.<ref>Historique de la décentralisation au Niger. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 26. Februar 2012.</ref>
Bevölkerung
Das Gebiet der Region Tillabéri hatte 1960, im Jahr der Unabhängigkeit Nigers, etwa 748.000 Einwohner. Die Volkszählung 1977 ergab 928.849 Einwohner, die Volkszählung 1988 1.322.025 Einwohner und die Volkszählung 2001 1.889.515 Einwohner.<ref>Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010, S. 49 (Online-Version; PDF; 3,1 MB).</ref> Die Volkszählung 2012 ergab 2.722.482 Einwohner.<ref>Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF-Datei, français). </ref>
Die Bevölkerungsmehrheit in der Region stellen die Zarma und Songhai mit 64 %. Weitere Volksgruppen in Tillabéri sind Fulbe mit 13 %, Tuareg mit 10 %, Hausa mit 10 % und Gourmantché mit 2 % der Gesamtbevölkerung.<ref>Website des Institut National de la Statistique du Niger, abgerufen am 27. Dezember 2009.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
In der Region Tillabéri gibt es 2513 Grundschulen, davon sind 13 Privatschulen. Die Brutto-Einschulungsrate betrug im Schuljahr 2009/2010 68,9 % (landesweit 72,9 %), bei Mädchen 64,3 % (landesweit 63,9 %). Auf einen Grundschullehrer kamen durchschnittlich 37 Schüler (landesweit 39). Die Grundschulabschlussrate betrug 39,7 % (landesweit 49,3 %), bei Mädchen 36,5 % (landesweit 41,5 %).<ref>Statistiques de l’éducation de base. Annuaire 2009–2010 (PDF; 19,1 MB). Website des nigrischen Unterrichtsministeriums, veröffentlicht im September 2010, abgerufen am 14. Februar 2012.</ref>
Untergliederung
Die Region Tillabéri ist in die 13 Departements Abala, Filingué, Ayérou, Balleyara, Banibangou, Bankilaré, Gothèye, Kollo, Ouallam, Say, Téra, Tillabéri und Torodi unterteilt.
Weblinks
Einzelnachweise
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