Dosso (Region)
Dosso | |
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Basisdaten | |
Staat | Niger |
Hauptstadt | Dosso |
Fläche | 33.844 km² |
Einwohner | 2.037.713 (2012) |
Dichte | 60 Einwohner pro km² |
ISO 3166-2 | NE-3 |
Politik | |
Gouverneur | Seydou Zatao Ali |
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Die Region Dosso [dɔˈso] ist eine der sieben Regionen des Niger und liegt im Südwesten des Landes. Ihre Hauptstadt ist Dosso. Die Region hat 2.037.713 Einwohner (2012).
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Durch seine südliche Lage ist Dosso vergleichsweise regenreich und fruchtbar. Der Fluss Niger bildet hier die Staatsgrenze. Dosso grenzt im Norden an die nigrische Region Tillabéri, im Nordosten an die nigrische Region Tahoua, im Südosten an die nigerianischen Bundesstaaten Kebbi und Sokoto und im Südwesten an das beninische Departement Alibori. In geologischer Hinsicht ist die Region dem Erdzeitalter Tertiär zuzurechnen.<ref>Thomas Krings: Sahelländer. WBG, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 16.</ref>
Geschichte
Die Region Dosso geht als Verwaltungseinheit auf das 1964 geschaffene Departement Dosso zurück.<ref>Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 274–275.</ref> 1998 wurde Dosso wie alle bisherigen nigrischen Departements in eine Region umgewandelt. Zugleich entstanden aus den bisherigen Arrondissements Departements, weshalb es weiterhin ein Departement namens Dosso gibt, das jedoch dem früheren Arrondissement Dosso entspricht und eine Verwaltungsebene unterhalb der heutigen Region darstellt.<ref>Historique de la décentralisation au Niger. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 26. Februar 2012.</ref>
Bevölkerung
Das Gebiet der Region Dosso hatte 1960, im Jahr der Unabhängigkeit Nigers, etwa 450.000 Einwohner. Die Volkszählung 1977 ergab 693.207 Einwohner, die Volkszählung 1988 1.016.469 Einwohner und die Volkszählung 2001 1.505.864 Einwohner.<ref>Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010, S. 49 (Online-Version; PDF; 3,1 MB).</ref> Die Volkszählung 2012 ergab 2.037.713 Einwohner.<ref>Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF-Datei, français). </ref>
Die beiden größten Volksgruppen in der Region sind die Zarma und Songhai mit 48 % sowie die Hausa mit 42 % der Gesamtbevölkerung. Weitere Volksgruppen in Dosso sind die Fulbe mit 9 % und die Tuareg mit 1 %.<ref>Website des Institut National de la Statistique du Niger, abgerufen am 27. Dezember 2009.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
(Video, ohne Ton, 13 sek)
In der Region Dosso gibt es 549 Grundschulen, davon sind drei Privatschulen. Die Brutto-Einschulungsrate betrug im Schuljahr 2009/2010 73 % (landesweit 72,9 %), bei Mädchen 61,2 % (landesweit 63,9 %). Auf einen Grundschullehrer kamen durchschnittlich 37 Schüler (landesweit 39). Die Grundschulabschlussrate betrug 52,1 % (landesweit 49,3 %), bei Mädchen 41,4 % (landesweit 41,5 %).<ref>Statistiques de l’éducation de base. Annuaire 2009–2010 (PDF; 19,1 MB). Website des nigrischen Unterrichtsministeriums, veröffentlicht im September 2010, abgerufen am 14. Februar 2012.</ref>
Untergliederung
Die Region Dosso ist in die acht Departements Boboye, Dioundiou, Dogondoutchi, Dosso, Falmey, Gaya, Loga und Tibiri unterteilt.
Literatur
- Sabine Dorlöchter-Sulser: Wandel von Livelihood-Systemen im Spannungsfeld von Struktur und Handeln. Eine historisch angelegte Livelihood-Analyse von 1960 bis 2010 am Beispiel der Region Dosso, Niger. wvb, Berlin 2014, ISBN 978-3-86573-787-8.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />