Steinperf


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50.8197222222228.4813888888889405Koordinaten: 50° 49′ 11″ N, 8° 28′ 53″ O{{#coordinates:50,819722222222|8,4813888888889|primary
Steinperf
Gemeinde Steffenberg
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Höhe: 330–550 m
Einwohner: 879 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35239
Vorwahl: 06464
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Datei:Backhaus Steinperf 1.jpg
Feuerwehr und Backhaus

Steinperf (mdal. Steeprof) ist ein Ortsteil der Gemeinde Steffenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen, im sog. Hessischen Hinterland. Man spricht Hinterländer Platt in der Variante des Breidenbacher Grundes mit abnehmender Tendenz.

Geografie

Geografische Lage

Steinperf ist ein Dorf am Nordrand des zentralen Hochplateaus der Bottenhorner Hochflächen im Gladenbacher Bergland. Es liegt zwischen den Städten Dillenburg (20 km) und Marburg (35 km).

Gewässer

Wie im Ortsnamen erwähnt fließt die Perf durch den Ort. Dieser 16 km lange Fluss mündet bei Biedenkopf in die Lahn.

Geschichte

Steinperf ist höchstwahrscheinlich der älteste Ortsteil der Gemeinde Steffenberg. Man geht davon aus, dass die Besiedlung etwa 500 n. Chr. einsetzte. Die Kelten sollen in der Umgebung von Steinperf Eisenerze abgebaut und zu Eisen verhüttet haben, welches als Werkzeug oder Waffen exportiert wurde. Die erste urkundliche Erwähnung von Steinperf war – wie die von Nieder- und Obereisenhausen – um 1103. Mit dieser Urkunde erhob der Erzbischof von Mainz die Kapelle, die der Freie Megenher auf seinem Gut „Yzenhusen“ erbaut hatte, zur Pfarrkirche für Niedereisenhausen, Obereisenhausen und Steinperf (damalige Schreibweise „Stinpernapho“ oder „Steinpernfo“).

Um 1687 entstand eine neue Kapelle. Sie wurde als Saalbau im Fachwerkstil mit Hessenmann-Figuren errichtet. Eine Sanierung erfolgte im Jahre 1932. Dabei wurde eine kleine Erweiterung angebaut, wo sich seitdem der Eingang befindet.<ref>Kulturelle Entdeckungen Mittelhessen, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Schnell + Steiner Verlag, ISBN 978-3-7954-1854-0.</ref>

Am 1. Juli 1974 wurde Steinperf in die Gemeinde Steffenberg eingegliedert.<ref> Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.</ref>

In vergangenen Jahren beteiligte sich Steinperf an dem Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und erzielte dabei unter anderem auf Landesebene den 2. Platz. Der Ortskern mit einigen Fachwerkhäusern ist durch die Dorferneuerungsmaßnahmen wiederhergerichtet worden.

Steinperf verfügt über einen Jugendzeltplatz, der von Gruppen bis zu 30 Personen benutzt werden kann. Anliegend ist die Steinperfer Schutzhütte, die mit Wasser, Strom sowie einer Küche ausgerüstet ist, die bei Veranstaltungen mitbenutzt werden kann.

Industrie

Steinverarbeitende Industrie

In Steinperf war schon vor dem Zweiten Weltkrieg die steinverarbeitende Industrie vorhanden, die nach dem Krieg einen neuen Aufschwung erlebte. So fördert und verarbeitet sie den Rohstoff Diabas, der zur Split- oder Schottergewinnung abgebaut wird.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons Commons: Steinperf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien