Blankensee (Vorpommern)


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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Blankensee führt kein Wappen
53.51196414.30685320Koordinaten: 53° 31′ N, 14° 18′ O{{#coordinates:53,511964|14,306853|primary
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  }}
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Löcknitz-Penkun
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 34,21 km²
Einwohner: 570 (31. Dez. 2014)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-MV">Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).</ref>
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17322
Vorwahl: 039744
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 012
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 30
17321 Löcknitz
Webpräsenz: www.blankensee.de
Bürgermeister: Stefan Müller
Lage der Gemeinde Blankensee im Landkreis Vorpommern-Greifswald

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Blankensee ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie gehört dem Amt Löcknitz-Penkun mit Sitz in der Gemeinde Löcknitz an.

Geografie

Am Südrand der Ueckermünder Heide, direkt an der Grenze zur Republik Polen liegt die Gemeinde Blankensee mit dem Ortsteil Pampow (Eingemeindung 2004). Im Gebiet ist die Landwirtschaft vorherrschend, die Wälder sind sehr wildreich. Der in der Nähe des Ortes gelegene Obersee wird als Badesee genutzt. Der Schlosssee befindet sich im Norden der Gemeinde direkt auf der Staatsgrenze.

Ortsteile

Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Blankensee
  • Pampow
  • Freienstein

Geschichte

Blankensee

Datei:Blankensee Dorfplatz 2011.jpg
Dorfplatz mit deutsch-polnischer Gaststätte – Gospoda, 2011

Ab 1720 war Blankensee mit Böck Pertinenz zum Gut Nassenheide, das 1720 der spätere Graf Otto Gustav von Lepel kaufte. Als 1826 der letzte männliche Erbe der Lepels starb, gingen die Güter an die weibliche Linie, die mit dem Grafen von Henckel-Donnersmarck verheiratet war, damit ging der Besitz an diese Familie über.

In Blankensee steht eine über 500 Jahre alte Feldsteinkirche. Sie war vor 1945 Filialkirche im Kirchspiel Stolzenburg (polnisch Stolec). 1732 erbaute der Randower Landrat Jürgen Bernd von Ramin auf eigene Kosten in Blankensee ein Pfarrhaus und verlegte den Pfarrsitz des Kirchspiels nach hier. Bis 1937 blieb der Name Stolzenburg für das Kirchspiel erhalten, erst dann nannte es sich Stolzenburg-Blankensee. Es gehörte zum Kirchenkreis Pasewalk in der Provinzialkirche Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Heute ist Blankensee Filialkirche im Kirchspiel Boock im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lag einen Kilometer östlich von Blankensee der Bahnhof Nassenheide/Ziegelei der Randower Bahn. Durch die Grenzziehung von 1945 verlief die Strecke StövenNeuwarp teils auf polnischer, teils auf deutscher Seite. Der deutsche Anteil wurde als Reparation in die Sowjetunion verbracht.

Pampow

Pampow war ein Rittergut der adligen Familie von Ramin in Stolzenburg. Pampow entwickelte sich zu einem Bauerndorf, nachdem die Leibeigenschaft im 19. Jahrhundert aufgehoben wurde. Den Gutsherren oblag aber weiterhin die Polizeiobrigkeit und das Kirchenpatronat.

Die Besonderheit der bis 2004 selbständigen Gemeinde bestand darin, dass sie keine Kirche besaß. Pampow gehörte zu Stolzenburg (polnisch Stolec). Die Gemeinde wurde bei der Grenzziehung 1945 von der Mutterkirche und dem Schloss abgeschnitten, blieb jedoch Teil der Filialkirche in Blankensee.

Eingemeindungen

Pampow wurde am 13. Juni 2004 eingemeindet.<ref>Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 2004. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 28. Februar 2005, S. 8, abgerufen am 30. Juli 2015 (PDF; 61 kB).</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Blankensee Pampow Quelle<ref>Der Bevölkerungsstand nach Gemeinden und Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern, zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres, in: SIS-Datenbank des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommerns.</ref>
1990 412 383
1995 379 353
2000 325 313
2003 301 306
2005 591 ---
2010 543 ---
2014 570 ---

Sehenswürdigkeiten

  • Spätmittelalterliche Dorfkirche in Blankensee als sanierungsbedürftige Feldsteinkirche mit verbrettertem, westlichen Dachreiter mit geschwungener Haube.
  • Nicht sanierte Gutsanlage in Freienstein

Verkehrsanbindung

Südlich von Blankensee verläuft die Bundesstraße 104 von Pasewalk nach Szczecin. Von Löcknitz oder Grambow aus bestehen Bahnanschlüsse. Zur polnischen Nachbargemeinde Dobra, Ortsteil Buk (Böck), gelangen Radfahrer und Fußgänger über einen 1996 geschaffenen Grenzübergang.

Siehe auch

Weblinks

Commons Commons: Blankensee (Vorpommern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />